Ich habe ein paar Songs in Arbeit – fünf oder sechs."
Neil Young in einer Antwort auf einen Leserbrief mit der Frage, ob er neue Songs zur aktuellen politischen Lage in den USA schreibt.
Neil Young in einer Antwort auf einen Leserbrief mit der Frage, ob er neue Songs zur aktuellen politischen Lage in den USA schreibt.
In seinem 80. Lebensjahr hat Neil Young wieder einmal ordentlich Gas gegeben. 2025 war ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr für den Musiker, dem sein Alter kaum anzusehen ist. Nachdem die Crazy-Horse-Tour im Vorjahr noch wegen gesundheitlicher Probleme abgebrochen werden musste, absolvierte Young mit seiner neuen Band "The Chrome Hearts" eine Tournee mit 31 Konzerten in Europa, den USA und Kanada - und hatte so viel Spaß dabei, dass er für das nächste Jahr gleich eine Fortsetzung ankündigte.
2025 erschienen zudem drei Archivalben und ein Reissue-Boxset. Mit "Talking to the Trees" außerdem ein neues Studioalbum, dessen Songs aber - bis auf eine Ausnahme - gar nicht auf der Tour gespielt wurden. Dafür hat Neil Young 2025 bereits an einem Live-Album der "Love-Earth"-Tour gearbeitet, das im nächsten Jahr erscheinen soll.
Abgearbeitet hat sich der streitbare 80-Jährige auch wieder an Donald Trump und dessen Regierung. Neben Auftritten bei Demonstrationen und Protestkundgebungen griff er den US-Präsidenten mit dem Protestsong "Big Crime" frontal an. Befürchtungen, er könnte nach seiner Rückkehr von der Europatournee in einem US-Gefängnis landen, haben sich aber nicht bewahrheitet. All das und was sonst noch im Neil-Young-Jahr 2025 passierte, ist hier im großen Rusted-Moon-Jahresrückblick nachzulesen. [Weiter: Neil Young-Jahresrückblick 2025...]
Neil Young in einer Antwort auf einen Leserbrief, in dem nach zusätzlichen Konzerten in Deutschland für die Sommertour 2026 gefragt wird.
Die Termine im Überblick:19. Juni – Manchester, England, Heaton Park22. Juni – Nimes, France, Festival de Nimes24. Juni – Nancy, France, Nancy Open Air27. Juni – Chelmsford, England, State Fayre, Hylands Park29. Juni – Glasgow, Schottland, Glasgow Summer Sessions, Bellahouston Park01. Juli – Cork, Ireland, Virgin Media Park03. Juli – Oxfordshire, England, Blenheim Palace Festival05. Juli – Cardiff, Wales, Blackweir Fields08. Juli – Weert, Niederlande, Evenemententerrein Weert-Noord10. Juli – Zottegem, Belgien, Rock Zottegem12. Juli – Locarno, Schweiz, Moon+Stars, Piazza Grande14. Juli – Lucca, Italien, Lucca Summer Festival, Mura Storiche16. Juli - Codroipo - Udine, Italien, Villa Manin
Neil Young hat einen zweiminütigen Protestclip mit dem Titel „As Time Explodes“ veröffentlicht. Damit setzt er seinen Protest gegen die Trump-Administration und Tech-Billionäre fort. Das Video besteht aus Nachrichtenausschnitten, die mit einer Instrumentalpassage aus „Be the Rain“ unterlegt sind. Der Clip beginnt mit der Berichterstattung über den Abriss des Ostflügels des Weißen Hauses und zeigt anschließend Aufnahmen der Tech-Milliardäre Mark Zuckerberg, Jeff Bezos und Elon Musk. Ein Banner im Video trägt die deutliche Botschaft: „Das 1 % ruiniert die Welt". Weitere Elemente sind Aufnahmen von Apple-CEO Tim Cook beim Besuch des Weißen Hauses, Trump, der einen Luxusjet aus Katar annimmt, sowie Szenen der Nationalgarde, die bei ICE-Protesten in Los Angeles und Portland eingesetzt wurde. Zum Schluss des Clips zeigt Young seine Unterstützung für die „No Kings“-Proteste.
Die Painted Turtle-Organisation wird von Daryl Hannahs Schwester Page geleitet, die wiederum mit Lou Adler verheiratet ist. Adler ist der Mitgründer des legendären Musikclubs "The Roxy" in LA und hat die letzten Alben Neil Young koproduziert
Das anderthalbstündige Set bot mit "Vampire Blues" und "My Boy" zwei selten gespielte Songs. "My Boy" präsentierte Neil Young überhaupt erst zum zweiten Mal seit 1983. Zuvor war der der Banjo-Song im Mai bei einem Solo-Benefizauftritt in Lakefield, Kanada aus seiner 40-jährigen Versenkung aufgetaucht.
Der Auftritt am Lake Hughes war das vorläufige Finale von Neil Youngs Konzertjahr 2025. Weitere Termine stehen derzeit nicht mehr im Kalender des Musikers, der am 12. November seinen 80. Geburtstag feiert.
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Seine Forderung richtet sich an amerikanische Großkonzerne und Milliardäre. Diese hatten in den vergangenen Jahren Hunderttausende Hektar Ackerland in den Vereinigten Staaten als reine Finanzinvestition aufgekauft, so Young auf der Farm Aid-Pressekonferenz. Sie sollten daher in Form einer "Gewissenssteuer" "riesige Summen" an Farm Aid spenden, um die amerikanischen Landwirte zu unterstützen, die nun Teil ihres Anlageportfolios geworden sind.
Farmen, die durch harte Arbeit von amerikanischen Familien erhalten wurden, seien zu reinen Anlageobjekten für Milliardäre geworden. Zudem werde die amerikanische Familientradition der Landwirtschaft durch neue, umweltschädliche Großfarmen ersetzt. Young argumentierte, dass Investoren das Land schließlich nicht als leere Leinwand erworben hätten, sondern als ein wertvolles Gut, dessen Wert erst durch die generationenlange Arbeit der Farmerfamilien geschaffen wurde.
In seinem aktuellen Text auf seiner Website geht Neil Young nun noch einen Schritt weiter. Anstelle von freiwilligen Spenden solle die US-Regierung eine substanzielle "American Conscience Tax (ACT)" auf Landkäufe durch Großkonzerne und Milliardäre erheben. Der Erlös daraus soll den Farmerfamilien zugutekommen, die das Land über Jahrhunderte hinweg geschützt haben. Er frage sich jedoch, ob die aktuelle US-Regierung überhaupt willens sei, sich gegen die mächtigen Konzerne durchzusetzen, oder ob sie sich deren Kontrolle unterwirft. Neil Young illustrierte seine Forderung mit einer Grafik des Street-Art-Künstlers, Grafikers und Illustrators Shepard Fairey, der durch sein Barack-Obama-"Hope“-Poster weltbekannt wurde. Fairey hatte bereits für Young gearbeitet.
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Auf der aktuellen Tour versuchte Young laut Nelson zunächst, eine feste Setlist für Europa zu erstellen, damit die gesamte Crew die passenden Gitarren und Harmonikas parat halten konnte. Dieses System zerfiel jedoch schnell. Young wurde flexibler, indem er zwar einen Gesamtplan hatte, aber in bestimmten Abschnitten eine Auswahl an Songs zuließ. Dabei berücksichtigte er auch praktische Aspekte wie die benötigte Gitarrenstimmung und Harmonika, um die Wechselzeit zu minimieren.
Micah Nelson verriet, dass diese ständige Veränderung ein Mittel Neil Youngs sei, um sich und andere "auf Trab zu halten". Bei einer dreimonatigen Tournee, bei der fast jede zweite Nacht gespielt wird, sei es laut ihm notwendig, die Dinge aufzufrischen, um die Inspiration und die geistige Gesundheit zu bewahren. Er merkte an, dass diese Unvorhersehbarkeit auch Fans anziehe, die jede Nacht dabei seien, da sie nie wüssten, was sie erwarten würde. [Weiter: Micah Nelson über Songauswahl und kommende Tourneen ...]