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Dezember 06, 2021


Neil Youngs alte Scheune in den Rocky Mountains, in der das neue "Barn" mit "Crazy Horse" aufgenommen wurde. Im nächsten Sommer, so Young auf seiner  Webseite, soll hier auch das nächste Album entstehen. UPDATE 12.12.: Jetzt mit Inneneinrichtung.
Neil Young Barn 3D

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September 19, 2020

Am 19. September 1970 - heute vor 50 Jahren - erschien Neil Youngs drittes Album "After The Gold Rush". Es war zugleich sein erstes, dessen Songs überwiegend im eigenen Heimstudio aufgenommen wurden. Eine Produk­tions­weise, die die folgenden fünf Jahrzehnten seiner Karriere prägen sollte, als unzählige Alben in den diversen Scheunen und Gebäuden seiner Ranch in Nord­kali­fornien ent­standen. Nur wenige Monate bevor Neil Young dorthin zog, entstand "After The Gold Rush" in seinem Haus im Topanga Canyon in Los Angeles.

Das vierstockige Haus an der Adresse 611 Skyline Trail, war 1965 auf Gipfel eines der Hügel des Canyons aus Redwood-Holz gebaut worden. Das Anwesen mit seinen 142 Quadratmetern Wohnfläche, riesigem Grundstück, drei Schlafzimmern und zwei Bädern kaufte Neil Young im August 1968 für 17.000 Dollar. Kurz zuvor hatten sich "Buffalo Springfield" aufgelöst. Die Summe hatte sein Manager Elliot Roberts beim Reprise-Label als Vorschuss für sein erstes Soloalbum ausgehandelt. Es war Youngs erstes eigenes Haus, nachdem er zuvor in einer gemieteten Hütte im benachbarten Laurel Canyon wohnte. [Weiter: Tonstudio im Kellergeschoss ...]

Dezember 10, 2019

Im Aufnahmestudio setzt Neil Young auf analoge Technik. Davon wich er nur in den 1980 und 1990er Jahre ab, als er seine Alben digital produzierte - und das heute öffentlich bereut. Auch wenn nebenher immer noch digitale Technik und Software zum Einsatz kommt, für die eigentliche Aufnahme greift Young inzwischen wieder auf Jahrzehnte lang bewährtes, analoges Equipment zurück.

Am bekanntesten - und auch am längsten in Verwendung - ist das "Green Board".  Dieses 12-kanalige Mischpult ohne die bei späteren Pulten üblichen Schieberegler, wurde in den 1960er Jahren von Frank DeMedio als transportable Konsole für Wally Heiders mobilen Aufnahmewagen gebaut. Dieser Recording-Truck stand 1971 auch vor der Scheune auf Neil Youngs Ranch. Der Musiker hatte Wally Haiders mobiles Studio für die Havest-Sessions gemietet. Laut Elliot Mazer, der damals das Green Board bediente, kaufte Neil Young wenig später die Konsole für sein privates Studio, das er auf der Ranch einrichtete.

Der Name "Green Board" leitet sich von dem grünen Blechgehäuse ab, in das DeMedio zwölf Mikrofonvorvestärker vom Typ 610-A der Firma Universal Audio eingebaut hatte. Die besitzen nur wenige Einstellmöglichkeiten, waren in schlichter Röhrentechnik konstruiert und durch ihren warmen und extrem musikalischen Sound bei Musikproduzenten erste Wahl. [Weiter: Noch mehr Mixer von Neil Young ....]

August 26, 2019

In Bezug auf sein Equipment ist Neil Young ein sehr konservativer Musi­ker. So ist die grundlegende Zusam­men­stellung seiner Bühnen­ver­stärker seit Jahrzehnhen nahe­zu unver­än­dert. Zwar schraubt er gelegentlich an kleineren Details. Tief­grei­fende Än­de­rungen am Setup, wie zum Beispiel die Wand aus Marshall-Stacks im Jahr 1989, sind aber selten und meist nur kurzlebiger Natur.

Seit den 1970er Jahren wird Youngs Sound von der im Kern immer glei­chen Zusammenstellung geprägt: Sein Gitarrensignal geht zuerst in einen Fender Reverb - ein altes Effekt­gerät mit Federhall.  Von da in seinen legendären 1959er Fender Deluxe Amp. Dessen externer Laut­sprecher­ausgang wird in einen alten Magnatone 280 Stereoverstärker geleitet, dessen Sound wiederum von einem riesigen Baldwin Exterminator Transistorverstärker und einer PA-Box auf die richtige Lautstärke gebracht wird.

Seit der Tour 2019 mit "Promise of the Real" war aber ein zentrales Element dieser Zusammenstellung plötzlich verschwunden: Der Magnatone 280 Amp. Beim ersten Konzert der POTR-Tour am 20. Mai 2019 in Seattle war noch alles beim alten. Aber bereits einen Tag später, beim zweiten Konzert in Seattles "Paramount Theatre" fehlte der Verstärker - und wurde bei den restlichen Shows in den USA und im Sommer in Europa auch nicht mehr eingesetzt. Warum Neil Young den seit vielen Jahrzehnten verwendeten Verstärker aussonderte, ist bislang unbekannt. Möglicherweise hängt die Veränderung mit den Aufnahmen für das neue "Crazy Horse"-Album im April 2019 zusammen - nur wenige Wochen vor Beginn der POTR-Tour. Laut Neil Youngs Produzent John Hanlon wollte man dabei wieder an den frühen "Crazy Horse"-Sound des ersten Albums "Everybody Knows This Is Nowhere" anknüpfen. Und damals spielte der Magnaton noch keine Rolle. [Weiter: Equipment 2019 als Einzelmodelle ...]

März 17, 2019

Neil Youngs Gitarrensound ist un­ver­wechselbar. Die Komponenten, die dafür verantwortlich sind, stehen seit Jahr­zehnten nahezu un­ver­ändert auf der Bühne. Dabei sah sein Equip­ment in den Anfangstagen ganz an­ders aus. Und auch der Gitar­renton hatte damals noch längst noch nicht diese enorme Durch­schlags­kraft, für die Neil Young heute berühmt ist.

Auch mit seiner Weigerung, Werbung zu machen, war es seinerzeit nicht lange her. Schon mit seiner Band "Buffalo Springfield" warb er für Verstärker der Marken "Acoustic" und "Sunn". 1969, in den frühen Tagen mit "Crazy Horse", machte Neil Young Reklame für Equipment des US-Herstellers "Altec Lansing". Der hatte gleichzeitig auch "Crosby, Stills & Nash" unter Vertrag. In einer 1970 erschienenen Zeitungsanzeige (Foto unten rechts) wird der Aktivlautsprecher Modell 1205A und eine Mixerkonsole als Ausrüstung von Neil Young, CSN&Y, sowie des Country-Musikers Merle Haggard und von Jazz-Trompeter Don Ellis vorgestellt. Altec Lansing sprach damit gleich mehrere Musikgenres an. Neil Young & Crazy Horse sind in der Anzeige sogar mi Foto abgebildet, das man bei Altec Lansing als Poster anfordern konnte. [Weiter: Bühnentechnik für Kinosäle ...]

Januar 12, 2019

Manche der Gitarren von Neil Young wirken eher im Stillen. Dazu gehört eine preiswerte Epiphone Akustik­gitarre, die der Musiker Mitte der 1980er Jahre gebraucht in Neuseeland kaufte. Das einer teuren Martin D-28 nachempfundene Instrument mit der Modellbezeichnung FT-145 wurde um 1975 von Epiphone im damaligen Billiglohnland Japan gefertigt. Der nie­drige Verkaufspreis wurde auch durch die Verwendung von Sperrholz und einem nur geschraubten statt ein­ge­leimten Hals realisiert.

"Die Saitenlage ist wirklich schlecht und der Hals ist nicht so gut. Und sie verstimmt sich ständig. Aber Ich mag sie", sagte Neil 1992 in einem Interview über die Epiphone. "Die meisten Songs auf 'American Dream' wurden darauf geschrieben. Ich glaube, ich habe auch 'Fuckin 'Up' darauf geschrieben." Auf die Bühne hat es die Billiggitarre nie geschafft, dafür war sie 1993 im offiziellen Video zum Song "Unknown Legend" zu sehen.
Neil Young Epiphone FT-145 Gitarre

Neil Youngs Epiphone FT-145 Akustikgitarre als 3D-Modell




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November 22, 2018



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November 05, 2018

Der 1905 geborene Italo-Amerikaner John D'Angelico gehört zu den berühmtesten Gitarrenbauern. Er pro­duzierte bis zu seinem Tode 1964 in Handarbeit etwas mehr als 1.000 Instrumente, die bei Gitar­risten einen legendären Ruf besitzen und heute begehrte Sammler­stücke sind.

Zu den gesuchtesten Modellen zählt die "New Yorker", mit ihrem 18-Zoll-Korpus die größte "Archtop" (englisch für "gewölbte Decke") im Programm von D'Angelico. Die nach ihren Verzierungen im Art Deco-Sil des Chrysler-Hochhauses in Manhattan benannte Gitarre war aber nicht nur bei Jazz-Gitarristen beliebt. Auch Künstler anderer Genres griffen gerne zu D'Angelicos Instrumenten. Neben Pete Townshend, Eric Clapton oder Stephen Stills eben auch Neil Young. Ein erstes Exemplar setzte er schon in den frühen Tagen mit "Crazy Horse" ein. Auf Fotos von den auch als Album erschienenen Konzerten im "Fillmore East" im Jahr 1970 kann man die mit einem Pickup ausgerüstete Gitarre sehen. Sie wurde kurz danach gestohlen.

Eine zweite D'Angelico New Yorker, Baujahr 1938, tauchte dann erstmals bei der Tour mit CSN&Y 1974 auf. Neil Young spielte sie damals als rein akustisches Instrument. Bekannt wurde diese Gitarre aber vor allem durch das Cover seines Rockabilly-Albums "Everybody's Rockin'" von 1983. Auch auf der dazu gehörenden Tour mit den "Shocking Pinks" kam diese D'Angelico zum Einsatz, diesmal aber - mit einem Tonabnehmer - versehen als elektrisches Instrument. In den Jahren danach sah man die Gitarre noch hin und wieder bei Solo-Konzerten auf der Bühne, auch in der Band seiner Ex-Frau Pegi spielte Neil Young die D'Angelico New Yorker. Rusted Moon stellt die Gitarre in einem weiteren animierten 3D-Video vor.
Neil Young D'Angelico New Yorker Arhtop Guitar

Links: D'Angelico Akustik als 3D-Modell   |  D'Angelico Archtop Elektrik als 3D-Modell


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Oktober 21, 2018

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August 30, 2018

Anfang der 1980er Jahren erkundete auch Neil Young die Welt  der elektronischen Klangerzeugung. Syn­the­sizer, Drumcomputer und anderes elek­tronisches Equipment hatten bereits in den 1970er Jahren durch Pioniere wie die deutschen Bands "Kraftwerk", "Can" oder die ame­ri­kanische Multimedia-Künstlerin Laurie Anderson Eingang in die Musik gefunden und war spätestens mit der Disco-Welle im musikalischen Main­stream ange­kommen.

Neil Young begann zunächst mit einem Gerät namens Synclavier zu experimentieren, das sein Produzent David Briggs entdeckt hatte. Es war 1977 von einem Team um einen Universitätsprofessor aus Vermont entwickelten worden und konnte synthetisch erzeugte oder gesampelte Klänge abspielen oder zu Sequenzen zusammensetzen. Das Synclavier kam erstmals 1981 auf Youngs Album "Re-Act-Tor" bei zwei Songs zum Einsatz.

Wenig später legte sich Neil Young noch einem Vocoder der deutschen Firma Sennheiser zu. Der Sennheiser VSM 201 konnte Stimmen verfremden oder wie beliebige Instrumente klingen lassen. Mit dem Vocoder, dessen Soundeffekte teilweise mit dem Synclavier gesampelt und abgespielt wurden, nahm Young 1982 das Album "Trans" auf. Dabei arbeite er musikalisch seine Versuche auf, mit Hilfe von elektronischem Equipment mit seinem Sohn Ben zu kommunizieren. Der war mit zerebraler Lähmung und nicht sprachfähig zur Welt kam.

Auf dem Album "Landing on Water" aus dem Jahr 1986 kamen die elektronischen Klangerzeuger dann zum letzten Mal zum Einsatz, ehe Neil Young wieder vollständig auf analoge Technik und handgemachte Musik setzte. Rusted Moon präsentiert Synclavier und Vocoder in einem 3D-animierten Video (oben links) und erklärt die Hintergründe der beiden ungewöhnlichen Instrumente. [Weiter: Alles über Neil Youngs Synclavier und Vocoder ...]

August 10, 2018

Neil Youngs kurze Solo-Tour im Juni und Juli 2018 führte ihn in vier Städte, wo er sechs Konzerte gab. Wie schon bei den 2018er Shows mit "Crazy Horse" und "Promise of the Real" suchte er sich für diese Auftritte historische Theater aus.

Sein Equipment für diese Tour entsprach im Wesentlichen dem, was sonst immer bei Solo-Shows von Neil Young auf der Bühne herum steht: Da waren seine beiden Konzertflügel - der weiße kurze, von Tochter Amber bemalt, sowie der große schwarze, den er 1970 als gebrauch­tes Instrument mit Brandschaden gekauft hatte. Dazu gesellten sich sein altes Upright-Piano sowie die Estey Pumporgel, Baujahr 1885. Alle Tasteninstrumente kamen während der sechs Shows auch zum Einsatz.

Bei den eingesetzten Gitarren fehlten die beiden 12-saitigen Taylors und die Gibson J-200, die sonst bei Soloauftritten immer zu den im Halbkreis um den Musiker gruppierten Instrumenten gehörten. Stattdessen kam die Gibson "L Century" aus den 1930er Jahren zum Einsatz, die er bereits bei den Shows mit "Promise of the Real" für die Songs vom Album "Le Noise" verwendete. Auch die dafür benutzten beiden Fender-Verstärker und das digitale Korg SDD-3000 Delay-Effektgerät standen bei den Solo-Shows erneut auf der Bühne. Als Zugabe spielte Neil Young  stets "Tumbleweed" auf einer neuen Ukulele, die erstmals eingesetzt wurde. 
Neil Young Solo-Tour 2018

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Juli 24, 2018

Ende Juni rief Neil Young "Promise of the Real" überraschend als Backing­band für drei Konzerte an drei aufeinanderfolgenden Abenden ins historische Lobero Theater in Santa Barbara. Überraschend deshalb, weil er gerade erst zwei Wochen zuvor fünf Shows mit "Crazy Horse" ab­sol­viert und für Juni und Juli schon eine Solotour angekündigt hatte.

Überraschendes tat sich dann auch auf der Bühne des Lebero Theaters: Neil Young kramte unerwartet die Songs seines elektrischen Solo­al­bums "Le Noise" von 2010 hervor und spielte sie erst­mals in Versionen mit Band. Dazu integrierte er auch einen Teil des Equipments aus der "Le Noise"-Ära in sein gewohntes Setup. Ein Fender Deluxe und ein Fender Vibrolux, beide natürlich Vintage-Geräte aus den 1950er Jahren, standen in der ersten Reihe. Die kleine akustische Guild M-20 Mahagonigitarre mit Tonabnehmer, die ihm damals Produzent Daniel Lanois gab, wurde dagegen ersetzt. An ihrer Stelle kam eine seltene Gibson L Century aus den 1930er Jahren zum Einsatz. Diese Gitarre wurde von Gibson anlässlich der Weltausstellung 1934 in Chicago herausgebracht und besitzt ein Griffbrett aus weißem Perloid-Kunststoff. 

Die akustisch-elektrischen "Le Noise"-Songs, die Neil Young auf der "Gibson L Century" spielte, wurden mit einem starken Delay-Effekt versehen - eingeschaltet mit einem Volume Peadal von Ernie Ball.. Für das Delay verwendete Young im Lobero Theater ein Korg SDD 3000 Digital Delay Pedal. Dieser digitale Effekt von Korg kam auch auf der Le Noise-Solotour 2010/2011 zum Einsatz. Damals stand allerdings die 19 Zoll Rack-Version des Gerätes auf der Bühne. Der Einsatz dieses Digitaleffekts ist ungewöhnlich für Neil Young, der ansonsten auf analoge Technik schwört. Das Video oben aus dem Rusted Moon 3D-Projekt zeigt das eingesetzte Equipment der Auftritte mit "Promise of the Real" im Juni 2018. Auf der dem Video unterlegten Live-Aufnahme von "Love And War" ist auch der digitale Delay-Effekt gut zu hören.
Neil Young - Promise of the Real - June 2018

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Mai 11, 2018

Neil Young überraschte seine Fans mit den im Mai 2018 kurzfristig an­ge­setzten fünf "Crazy Horse"-Konzerten. Wenig überraschend war dagegen, dass er als Equipment sein bekanntes "Büh­nen­besteck" rund um den 1959er Fender Deluxe Verstärker benutzte.

Einige technische Besonderheiten gab es bei der Minitour dann aber trotzdem: Statt der seit 2013 für seine Stereovariante der Gretsch White Falcon benutzten Magnatone Twilighter Amps aus der neuen Serie, stand ein alter Gibson GA-79 Ver­stär­ker auf der Bühne. Den hatte er zwar schon öfter benutzt, mit "Crazy Horse" aber zuletzt 1976. Nach den ersten zwei Shows in Fresno stellte er den Verstärker zudem von der Seite in die Mitte der Bühne. Bei der Abschlusshow in Bakersfield, tauchten dann aber doch die beiden Magnatone Twilighter wieder auf - zusätzlich zum GA-79. Rusted Moon stellt das benutzte Equipment im Video oben als 3D-Animation vor.
Neil Young & Crazy Horse Tour Equipment May 2018

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April 14, 2018

Neil Young veröffentlicht am 27. April sein Archivalbum "Roxy - Tonight's The Night Live" aus dem Jahr 1973. Bei den Konzertaufnahmen im Roxy-Club in Los Angeles setzte Neil Young erst­mals seine sehr seltene 1950er Fender Broadcaster auf der Bühne ein. Broadcaster war der ursprüng­liche Name der Telecaster. Her­stel­ler Fender musste den Produktnahmen kurz nach der Markt­einführung aus markenrechtlichen Gründen ändern.

Auch Neil Youngs Gibson Les Paul "Old Black" wies 1973 eine Be­son­derheit auf: Bei den Roxy-Shows und der nach­folgenden Tour mit den "Santa Monika Flyers" hatte die Gitarre einen creme-farbenen P90-Pickup am Steg eingebaut. Dort steckte zuvor ein Pickup von DeArmond, der aber 1971 nach einer Reparatur verschwunden war. Bei der "Time Fades Away"-Tour Anfang 1973 war Young deswegen noch auf eine Gibson "Flying V"-Gitarre umgestiegen. Der P90-Pickup wich dann schon 1974 einem Firebird Mini-Humbucker. Der sorgt seitdem in der legendären "Old Black" für den typischen Neil Young-Sound. Rusted Moon zeigt im 3D-Video oben die bei den Roxy-Shows verwendeten Instrumente - samt der skurrilen Bühnendekoration mit Plateausohlenstiefeln und einer Palme.
Neil Young - Roxy Guitars 1973

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April 05, 2018

Seit der Rust Never Sleeps-Tour 1978 verwendet Neil Young Pickups der Firma FRAP zur Verstärkung seiner akustischen Gitarren. Sein langjähriger Gitarren­tech­ni­ker Larry Cragg hat sie ihm eingebaut.

FRAP steht für "Flat Response Acoustic Pickup". Die 1969 von Arnie Lazarus entwickelten Tonabnehmer werden mit einem speziellen Harz von innen unter die Decke der Gitarre geklebt und nehmen deren Schwingungen auf. Ein damals revolutionäres Konzept.

Neil Young verwendet ein Stereo-Setup, bei dem gleich zwei FRAP-Pickups unter dem Steg der Gitarren angebracht sind: Einer für die drei Basssaiten, einer für die drei hohen Saiten. Die aufgenommenen Signale gehen über einen Vorverstärker von FRAP in die PA-Anlage. Dieser Preamp steht im Band-Setup meist rechts vorne auf dem Schlagzeugpodest. Bei Solo-Shows ist er unter dem Stuhl des Musikers montiert. Das 3D-animierte Video oben zeigt die Funktionsweise dieses inzwischen nicht mehr hergestellten FRAP-Systems, dass seit vielen Jahren den akustischen Bühnensound Neil Youngs prägt.
Neil Young FRAP Pickups

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Februar 19, 2018

Neil Youngs Gitarrensound wird seit vielen Jahren auch von Verstärkern der US-Marke Magnatone geprägt. Ein uraltes Exemplar des Stereo-Modells 280 dient ihm zum Beispiel dazu, das Signal seines kleinen Fender Deluxe-Amps hoch­zu­ver­stär­ken und in zwei Kanäle zu splitten.

Um das Signal noch lauter zu machen, benutzte er 2008 und 2009 ein Magnatone "Monster" - ein niemals in Serie gebauter Prototyp. Seit 2013 setzt Neil Young außerdem neue Modelle der  wiederbelebten Traditionsmarke ein, die in den 1960er Jahren vom Markt ver­schwunden war. Die neuen Ver­stärker vom Typ "Twilighter" hat sein langjähriger Gitarren- und Amp-Techniker Larry Cragg mitentwickelt. Rusted Moon stellt Neil Youngs Magnatone-Verstärker in einem 3D-Animationsvideo vor.
Neil Youngs Magnatone Amps

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Januar 24, 2018

Das rote Pedalboard auf dem Bühnenboden gehört neben der Gibson "Old Black", dem "Peace & Dove"-Gitarrengurt und dem Fender Deluxe-Amp zu den Trademarks Neil Youngs. Mit dem rotlackierten Holzkasten schal­tet er seine Effektgeräte ein und aus. Das Board dient aber vor allem der Steuerung des Whizzers, jenem Wunder­gerät, mit dem Neil Young die Ein­stellungen seines Verstärkers aus der Ferne regeln kann.

Das seit 1978 verwendete rote Pedal­board mit seinen NASA-erprobten Schal­tern, ist bereits das dritte Board im Bühneneinsatz. Angefangen hatte alles 1975 mit einem aus Redwood-Holz gefertigten Board, mit dem die erste Version des Whizzers gesteuert wurde. Dieses Board wurde kürzlich in Los Angeles versteigert und rückte damit erst in den Fokus der Öffentlichkeit. Fotos vom Bühneneinsatz sind nicht bekannt.

Laut Neil Youngs Erklärungen im Auktionskatalog war das Teil bei den Tourneen 1975 und 1976 im Einsatz. Fotos und Videos von der Crazy Horse-Tour 1976 zeigen immerhin den damit gesteuerten ersten  Whizzer. Den hatte Gitarrentechniker Sal Trentino so konstruiert, dass über eine Welle der Volume-Regler  von Neil Youngs Fender Deluxe-Verstärker ferngesteuert werden konnte. Auch bei der kurzen Club-Tour mit "The Ducks" im Sommer 1977 in Santa Cruz kam Whizzer Nummer 1, wie Fotos belegen, bereits zum Einsatz. Das ist deutlich früher als bei der Rust Never Sleeps-Tour, wie sonst häufig zu lesen. [Weiter: Vom roten zum schwarzen Board ...]

Oktober 26, 2017

Neil Youngs Europatour mit "Crazy Horse" im Jahr 2014 war in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich: Sie war als Ersatz für die ausgefallenen Kon­zer­te gedacht, nachdem sich Frank "Poncho" Sampedro im Jahr zuvor auf der Bus­fahrt nach Schwe­den die Finger seiner linken Hand ge­brochen hatte.

Als die Hand dann verheilt war und die Band für die neue Tour probte, erlitt Billy Talbot einen Schlag­an­fall. Statt die Tour abzusagen, sprang Rick Rosas als Bassist ein. Als Ersatz für Talbots Gesang wur­den mit YaDonna West und Dorene Carter zwei Background-Sängerinnen engagiert. Nach dem Ende der Tour reichte Neil Young nach 36 Jahren Ehe mit Pegi Young die Schei­dung ein und im November verstarb dann völlig über­raschend Rick Rosas.

Während es im Umfeld also zu einigen Turbulenzen kam, gab es 2014 technisch nur zwei Änderungen: Neil Young kramte seine Fender Broadcaster Gitarre hervor, auf der er seine Öko-Hymne "Who's Gonna Stand Up" spielte. Und erstmals seit Jahrzehnten standen wieder neue Verstärker auf der Bühne. Das ansonsten unveränderte Amp-Setup von 2013 wurde um zwei nagelneue "Twilighter"-Modelle der wiederbelebten Marke Magnatone ergänzt. "Rusted Moon" hat Neil Youngs 2014er Setup im Video oben als 3D-Modelle visualisiert und erläutert.
Neil Young & Crazy Horse 2014

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Oktober 01, 2017

1989 war nicht nur ein Jahr des politischen Umbruchs, mit dem Fall der Mauer und dem Ende des kalten Krieges. Auch in der Karriere von Neil Young markiert das Jahr 1989 einen Wandel: Nach den trostlosen 1980er Jahren, als er im Streit mit seiner neuen Plattenfirma Geffen ein kommerziell erfolgloses Album nach dem anderen veröffentlichte - und von Synthesizer-Rock über Country, Blues bis zu Rockabilly allerlei Genres ausprobiert hatte - beschritt Neil Young 1989 wieder gewohnte musikalische Pfade.

Mit dem Album "Freedom" meldete er sich 1989 mit der vertrauten Mischung aus akustischem Folk und lautem Garagen-Rock zurück. Auch die 1989er Welttour mit "The Resless" und den "Lost Dogs" - beide Bands mit Poncho Sampedro, Rick Rosas, Ben Keith und Chad Cromwell - präsentierte diese Mischung. Auf der Bühne gab es allerdings eine große Veränderung: Neil Young stellte eine richtige "Wall of Sound" hinter sich und beschallte die Hallen in nie gehörter Lautstärke. [Weiter: Alles über Neil Youngs Marshall- Stacks ...]

September 21, 2017



Nach der "Electric Barn" mit Neil Youngs E-Gitarren und der "Acoustic Barn" mit seinen Akustikgitarren folgt jetzt das Video "Amp Barn" mit allem Gitarrenverstärkern aus Neil Youngs Karriere. Vom ersten kleinen Harmony H305 aus den Jugendjahren bis zum riesigen Magnatone Monster. Auch Kuriositäten wie 5-Watt-Amp mit Automodell oder der nur auf einer Tour gespielte Marshall-Stack werden als detaillierte 3D-Modelle im Video gezeigt.
Neil Young Acoustic Barn - All Guitars

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