Am 10. Juli 2026 jährt sich ein dunkles Kapitel aus der frühen Karriere von Neil Young zum 60. Mal. Was als Verkehrskontrolle auf dem Sunset Strip begann, endete mit Polizeigewalt und hatte weitreichende gesundheitliche Folgen für den Musiker. Ein Rückblick auf die Ereignisse, die Youngs Verhältnis zu Autoritäten nachhaltig prägten:
Der Sommer 1966 in Los Angeles war eine Zeit extremer Spannungen. Während "Buffalo Springfield" im "Whisky a Go Go" erste Erfolge feierten, schwelte auf dem Sunset Strip bereits der Konflikt zwischen der wachsenden Gegenkultur der "Langhaarigen" und den konservativen Ordnungshütern – ein Konflikt, der später im Jahr zu den berühmten "Sunset Strip Riots" führen sollte, den die Band in ihrem einzigen Hit "For What It’s Worth" aufgriff. Für Neil Young selbst wurde diese Spannung am 10. Juli 1966 brutale Realität.
Young war an jenem Abend in seiner 1957er Corvette unterwegs, begleitet von Freund Freddy Brechtel. In der Nähe des "Whisky" bemerkte er, wie Richard "Dickie" Davis, Tourmanager der Band, wegen eines Bagatellvergehens (Parkverstoß) von der Polizei bedrängt wurde. Young hielt an, um die Situation zu beobachten oder zu schlichten – ein fataler Fehler. Sofort richtete sich die Aufmerksamkeit der Beamten auf den jungen Kanadier. Berichten zufolge war es vor allem Youngs äußeres Erscheinungsbild – die langen Haare und die auffällige Fransenjacke – das die Feindseligkeit der Polizisten weckte. Youngs rechtliche Lage war prekär: Er besaß weder einen gültigen US-Führerschein noch ein Arbeitsvisum und hatte zudem unbezahlte Strafzettel. Dies reichte für eine sofortige Festnahme. Neil Young landete in einer Zelle des örtlichen Polizeireviers. [Weiter: Eskalation im Polizeirevier ...]

















