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Januar 30, 2026

Neil Young - Donald Trump - Warner Music
Neil Young macht ernst. Aus Wut über die Trump-Administration ruft der Musiker zum Boykott aller Unternehmen auf, die den US-Präsidenten unterstützen. Auf seiner Website veröffentlichte er eine Liste dieser Firmen inklusive der Kontaktadressen ihrer Eigentümer, damit Bürger ihrem Ärger Luft machen können.

Young selbst hat seine Musik bereits von Amazon abgezogen und plant, aus Protest seinen Mobilfunkanbieter Verizon zu wechseln. Auch auf neue Apple-Computer will der Musiker künftig verzichten. Apple-CEO Tim Cook wirft er vor, die Premiere des Melania-Trump-Films im Weißen Haus besucht und damit "Trumps Hintern geküsst" zu haben. Zudem beteiligte er sich am "National Shutdown" – einem landesweiten Streik am 30. Januar gegen die Tötung zweier US-Bürger durch ICE-Kräfte –, indem er an diesem Tag seinen offiziellen Webstore schloss.

Auf seiner Homepage kündigte Neil Young zudem an, sich sukzessive von allen Unternehmen zu distanzieren, die das seiner Meinung nach "faschistische Trump-Regime" unterstützen. Dabei macht er womöglich nicht einmal vor seinem eigenen Plattenlabel halt. "Und was ist mit meiner großartigen Plattenfirma Warner Bros. Records? Ich halte euch auf dem Laufenden", schrieb der 80-Jährige, der – mit Ausnahme eines kurzen Intermezzos bei Geffen Records – seit fast 60 Jahren mit Warner zusammenarbeitet. [Weiter: Warner Music & Trump ...]

Januar 27, 2026

Neil Young Archives Grönland Geschenk
Neil Youngs Archivseite könnte bald 56.000 neue Abonnenten erhalten. Grund: Der Musiker gewährt den Bewohnern Grönlands ab sofort kostenlosen Zugang zu seinem vollständigen digitalen Musikarchiv. Wie der 80-Jährige jetzt auf den Neil Young Archives mitteilte, umfasst das Angebot sein gesamtes Schaffen aus 62 Jahren, darunter sämtliche Studioalben, Konzertfilme, unver­öffentlichte Aufnahmen sowie Textmanuskripte und Fotografien.

Young bezeichnete diesen Schritt als Geste des „Friedens und der Liebe” sowie der kulturellen Solidarität. Hintergrund der Aktion sind die weiterhin anhaltenden politischen Spannungen, die durch Äußerungen der US-Regierung unter Donald Trump bezüglich einer möglichen Annexion des zum dänischen Königreich gehörenden Territoriums ausgelöst wurden. In seiner Stellungnahme erklärte Young, er hoffe, seine Musik könne den Bewohnern „Trost“ bieten angesichts des „unberechtigten Stresses und der Drohungen“, die von einer „unpopulären und hoffentlich vorübergehenden Regierung“ in den USA ausgingen.

Das Angebot beinhaltet ein kostenloses Jahresabonnement für das hochauflösende Streaming-Portal, das sich beliebig oft verlängern lässt, solange sich die Nutzer in Grönland aufhalten. Zur Registrierung ist eine grönländische Telefonnummer nötig.

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Januar 24, 2026

Neil Young vs. Amazon
Neil Young ruft erneut zum Boykott von Amazon auf. In einer Mitteilung auf seiner Website begründet er diesen Schritt damit, dass Amazon-Chef Bezos US-Präsident Trump unterstützt. Bereits im Oktober hatte Young den Rückzug seiner Musik vom Streaming-Dienst Amazon-Music durchgesetzt. Von physischen Medien wie CDs und DVDs werden durch die Plattform nur noch Restbestände abverkauft. Den Schaden für seine Plattenfirma nehme er in Kauf, so der Musiker, dem die damit gesendete Botschaft wichtiger sei. Hier die Mitteilung ins Deutsche übersetzt:

"Amazon gehört Jeff Bezos, einem milliardenschweren Unterstützer des Präsidenten. Die internationale Politik des Präsidenten und seine Unterstützung der ICE machen es mir unmöglich, seine Handlungen zu ignorieren. Wenn Sie genauso denken wie ich, empfehle ich Ihnen dringend, AMAZON nicht zu nutzen. Es gibt viele Möglichkeiten, AMAZON zu meiden und stattdessen einzelne Amerikaner und amerikanische Unternehmen zu unterstützen, die die gleichen Produkte anbieten. Ich habe das mit meiner Musik getan, und wer danach sucht, kann sie an vielen anderen Orten finden.

Plattenläden bieten alle meine Vinyls und CDs an, während es in der digitalen Welt viele alternative Möglichkeiten gibt, meine Musik zu kaufen, wenn sie Ihnen gefällt. Meine Musik wird niemals bei AMAZON erhältlich sein, solange es Bezos gehört. Meine Haltung ist leider auf kurze Sicht schädlich für meine Plattenfirma, aber ich halte die Botschaft, die ich damit sende, für wichtig und klar.

Vielen Dank, dass Sie Musik lokal oder bei unabhängigen digitalen Diensten kaufen.

NY"

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Oktober 31, 2025

Neil Young hat einen zweiminütigen Protestclip mit dem Titel „As Time Explodes“ veröffentlicht. Damit setzt er seinen Protest gegen die Trump-Administration und Tech-Billionäre fort. Das Video besteht aus Nachrichtenausschnitten, die mit einer Instrumentalpassage aus „Be the Rain“ unterlegt sind. Der Clip beginnt mit der Berichterstattung über den Abriss des Ostflügels des Weißen Hauses und zeigt anschließend Aufnahmen der Tech-Milliardäre Mark Zuckerberg, Jeff Bezos und Elon Musk. Ein Banner im Video trägt die deutliche Botschaft: „Das 1 % ruiniert die Welt". Weitere Elemente sind Aufnahmen von Apple-CEO Tim Cook beim Besuch des Weißen Hauses, Trump, der einen Luxusjet aus Katar annimmt, sowie Szenen der Nationalgarde, die bei ICE-Protesten in Los Angeles und Portland eingesetzt wurde. Zum Schluss des Clips zeigt Young seine Unterstützung für die „No Kings“-Proteste.


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September 10, 2025

Neil Young  - Foto (c) dhlovelife
Neil Young hat seine Vorwürfe an US-Präsident Donald Trump bekräftigt und auf Kritik an seinem Anti-Trump Song "Big Crime" reagiert. In seiner ausführlichen Antwort auf einen Leserbrief eines Konzertbesuchers an seine Webseite begründete er seine Haltung und wies Kritik daran zurück, er habe zuvor eine unpolitische Tournee versprochen.

Hier eine deutsche Übersetzung von Neil Youngs Antwort, einschließlich der im Original gefetteten Textstellen:

"Hallo,

ich lese jede Woche jeden Brief. Meine Aussage über eine Tour ohne Politik war, bevor Trump Truppen auf die Straßen von Washington schickte, und ich lag falsch. Ich predige nicht. Das sind deine schwachen Worte. Ich erzähle die Geschichte so, wie ich sie sehe.

Amerika, wo ich seit 55 Jahren lebe, immer noch lebe, Steuern zahle und die Staatsbürgerschaft besitze, ist ein großartiges Land, in dem wir alle frei sind, unsere Meinung zu sagen und unsere Lieder zu singen. Ich lehne die Ideen von Präsident Trump entschieden ab:

  • Die Vorherrschaft der Weißen ist so altmodisch, schwach und falsch.
  • Gezielt gegen People of Color vorzugehen, ist falsch, unamerikanisch und schwach.
  • Truppen auf unseren Straßen zu stationieren, gegen den Willen des Gouverneurs des jeweiligen Staates, ist falsch.
  • Gezielt gegen von Demokraten regierte Städte vorzugehen, ist falsch und schwach.
  • Sexueller Missbrauch von jungen Mädchen ist falsch, krank und illegal.
  • ICE-Truppen (= US Einwanderungsbehörde) in unmarkierten Autos ohne Kennzeichnung sind unamerikanisch und falsch.
  • Das amerikanische Volk täglich zu belügen, ist falsch.
  • Zu leugnen, dass Medicaid gekürzt wurde, obwohl es so ist, ist falsch. Es wird die Gesundheit älterer Menschen beeinträchtigen, und das ist falsch.
  • Gezielt gegen schwarze Frauen vorzugehen und dafür zu sorgen, dass sie aus lebenslangen Anstellungen entlassen werden, ist falsch.

Meiner Meinung nach liegst du falsch, wenn du den Mann unterstützt, der die Dinge auf dieser unvollständigen Liste tut – und das amerikanische Volk, das für ihn gestimmt hat, täglich darüber belügt. Wenn es dich beleidigt, mein von Herzen kommendes Lied zu hören, dann hör es dir nicht an. Das ist dein Recht, so wie es mein Recht ist, es zu singen. Das ist die Realität, und das ist nicht falsch.

Die Gesetze dieses großartigen Landes müssen befolgt oder geändert werden, in genau dieser Reihenfolge. Ich habe aufgrund der aktuellen Probleme gewählt und wollte einfach nur in Amerika leben und nicht belogen werden. Ich werde jeden Präsidenten offen verurteilen, der lügt und seine Versprechen nicht einhält, so wie es mein Recht als Amerikaner ist. Ich werde in ein paar Jahren wieder wählen, und wir werden gewinnen.

Ich hoffe, du liest das. Abgesehen davon, wünsche ich dir alles Gute!
Danke
LOVE, Neil"

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August 30, 2025

Neil Young vs. The White House
Neil Youngs neues Protestlied "Big Crime" hat zu erwartbaren Gegenreaktionen geführt. In dem Song, der am Mittwoch in Chicago Premiere hatte und auch am Freitagabend beim Konzert in Milwaukee in der Setlist stand, kritisiert der Musiker drastisch die Politik von Donald Trump. Dessen Einsatz der Nationalgardisten und die Übernahme der Polizeikontrolle in der Hauptstadt werden als „faschistische Regeln“ und „Schwerkriminalität im Weißen Haus“ bezeichnet.

Während der von Young angegriffene US-Präsident - anders als nach der Kritik von Bruce Springsteen - bislang dazu schwieg, gab es offizielle Reaktionen aus seinem Umfeld. Abigail Jackson, Sprecherin des Weißen Hauses, äußerte sich gegenüber Fox News und bezeichnete den Song als "peinlich" ("cringe"). Anstatt sein Vermächtnis mit solchen Songs zu beschmutzen, solle Young stattdessen mit Einwohnern von Washington D.C. sprechen, die dank Präsident Trump keine Opfer von Gewaltverbrechen geworden seien, so Jackson. Sie verteidigte die Maßnahmen der Regierung und behauptete, dass Gewaltverbrechen in D.C. bereits um 44% und Autodiebstähle um 87% reduziert worden seien.

Auch vom rechtsgerichteten Medium "Breitbart News" kam scharfe Kritik. Alex Marlow, Chefredakteur von Breitbart und Moderator der "Alex Marlow Show", sprach über Neil Youngs Song. Marlow nannte den Songtext den "am wenigsten kreativen, direktesten Text, die man je gesehen habe". Er spottete über mangelnde Originalität und Vielfalt in Youngs Werk, indem er sarkastisch bemerkte, alle seine Lieder klängen wie "Old Man". Laut Marlow sei der Song nur ein weiteres Beispiel für die unaufhörlichen und unkreativen Angriffe auf Trump, die lediglich darauf abzielten, ihn als Faschisten zu bezeichnen. Youngs Lyrics würden als kreative Schreibaufgabe in der Schule nur ein "F" (schlechteste Schulnote in den USA) erhalten. 

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August 28, 2025

Neil Young & The Chrome Hearts haben am Mittwochabend in Chicago einen neuen Anti-Trump-Song aus dem Hut gezaubert. Beim Konzert auf der Bühne des Huntington Bank Pavilions spielten sie als Premiere ein elektrisch-wütendes "Big Crime", einen direkten, politischen Protestsong, der sich gegen wahrgenommenen Faschismus und Korruption im Weißen Haus in Washington D.C. richtet.

Konkret prangert Young "faschistische Regeln und Schulen“, "Soldaten auf unseren Straßen" sowie den Einfluss von "Milliardärs-Faschisten" an. Die zentrale Parole "Nie wieder großartig" ist eine klare Umkehrung von Trumps Slogan "Make America Great Again“. die Teile "BLACKOUT THE SYSTEM" spielt auf eine aktuelle nationale Bewegung (Link) in den USA an, die durch den Entzug von Arbeit, Konsum und finanzieller Unterstützung einen friedlichen wirtschaftlichen Shutdown herbeiführen will, um die Macht von korrupten Systemen zurückzuerobern. (Songtext und deutsche Übersetzung unten).

Der Song ist offenbar spontan und kurzfristig entstanden. Erstmals spielte die Band ihn nachmittags beim Soundcheck. Neil Young stellte eine Aufnahme davon sowie den Text noch vor dem abendlichen Konzert auf seine NYA-Webseite. (UPDATED: Video oben)

Die Premiere ausgerechnet in Chicago dürfte dabei kein Zufall sein: Donald Trump hatte wiederholt vorgeschlagen, zur Bekämpfung der hohen Gewaltkriminalität in Chicago die Nationalgarde "zur Wiederherstellung von Recht und Ordnung"” einzusetzen. Diese Pläne stoßen auf heftigen Widerstand von lokalen und bundesstaatlichen Politikern sowie Bürgerrechtlern, da sie eine rechtlich unzulässige Einmischung des Bundes in städtische Angelegenheiten sowie eine Verletzung der Zuständigkeiten sehen. Zudem wird Trump vorgeworfen, den Einsatz der Nationalgarde politisch zu instrumentalisieren, um gegen von unliebsamen Demokraten regierte Städte vorzugehen. [Weiter: Text und Übersetzung von "Big Crime" ...]

Juni 03, 2025

Neil Young Zitat

Wenn ich diesen Sommer durch die USA toure und bis dahin nicht das Kriegsrecht verhängt ist, was es unmöglich machen würde, sollten wir alle zusammen­kommen und für amerikanische Werte eintreten. Wir werden keine politische Show machen. Wir werden die Musik spielen, die wir lieben und die wir alle gemeinsam genießen können. Präsident Trump, Sie sind eingeladen. Kommen Sie und hören Sie unsere Musik, so wie Sie es seit Jahr­zehnten getan haben."

Neil Young in einer Mitteilung auf seiner Website über die kommende Sommertour in den USA.


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Mai 19, 2025

Neil Young vs. Donald Trump
Neil Young eskaliert den Streit mit US-Präsident Trump. Nachdem er sich mit dem von Trump beschimpften und bedrohten Musiker Bruce Springsteen solidarisiert hatte, richtet er sich jetzt direkt an den Präsidenten. In einer Mitteilung auf seiner Website schreibt Neil Young:

"TRUMP!!! Worüber machen Sie sich Sorgen, Mann? Bruce und Tausende von Musikern denken, dass Sie Amerika ruinieren. Darüber machen Sie sich Sorgen, anstatt über die sterbenden Kinder in Gaza. Das ist Ihr Problem. Ich habe keine Angst vor Ihnen. Und der Rest von uns auch nicht. Sie haben die FEMA geschlossen, als wir sie am meisten brauchten. Das ist Ihr Problem, Trump.
HÖREN SIE AUF, DARÜBER NACHZUDENKEN, WAS ROCKER SAGEN. Denken Sie daran, Amerika aus dem Schlamassel zu retten, den Sie angerichtet haben. Taylor Swift hat recht. Bruce auch. Sie wissen, wie ich mich fühle. Sie machen sich mehr Sorgen um sich selbst als um AMERIKA. Wachen Sie auf, Trump!! Erinnerst du dich, was das Weiße Haus ist?
86/47??? Das ist es, woran Sie denken? Sie vergessen Ihren eigentlichen Job. Sie arbeiten für uns. Wacht auf, Republikaner! Dieser Kerl ist außer Kontrolle geraten. Wir brauchen einen echten Präsidenten!
Neil Young und viele Andere"

Erläuterungen: FEMA ist die nationale Katastrophenschutzbehörde der USA, über die Hilfsgelder und Entschädigungen nach Naturkatastrophen wie Waldbränden und Stürmen freigegeben werden. Mit „86/47” ist ein kürzlicher Instagram-Post des ehemaligen FBI-Direktors James Comey gemeint. Das Foto zeigt die mit Muscheln auf Sandstrand gebildete Zahlenkombination. Sie wird von Donald Trump und seinen Anhängern als angebliche Morddrohung interpretiert.

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Mai 17, 2025

Neil Young, Bruce Springsteen, Donald Trump
Neil Young stellt sich im Streit mit US-Präsident Donald Trump hinter seinen Musikerkollegen Bruce Springsteen. Dieser hatte bei einem Konzert in Manchester seinen 20.000 Fans zugerufen, dass in den USA eine korrupte, inkompetente und verräterische Regierung an der Macht sei. Trump bezeichnete er als „unfähigen Präsidenten” einer „Schurkenregierung”.

Trump nannte Springsteen daraufhin einen „völlig überbewerteten” Musiker. Über seinen Social-Media-Kanal schimpfte der US-Präsident, Springsteen sei „kein talentierter Typ – nur ein aufdringlicher, widerlicher Idiot und dumm wie Brot”. Der Rockstar sei außerdem eine „vertrocknete Pflaume”, seine Haut sei „ganz verrunzelt”, wetterte Trump in seiner Retourkutsche.

„Danke, Bruce“, schreibt Neil Young jetzt in einem Beitrag auf seiner Website. „Als kanadisch-amerikanischer Doppelstaatsbürger schließe ich mich der großen Mehrheit an und danke dir dafür, dass du so eloquent und wahrheitsgemäß im Namen des amerikanischen Volkes gesprochen hast“, schreibt Young weiter und stärkt dem Musikerkollegen den Rücken: „Wir sind mit dir, mein alter Freund.“

Das bizarre Wortgefecht zwischen Springsteen und Trump nährt zudem früher geäußerte Befürchtungen Youngs, nach seiner kommenden Europatournee nicht wieder in die USA zurückkehren zu können oder gar im Gefängnis zu landen. Trump hatte Bruce Springsteen nicht nur beschimpft, sondern offen mit Konsequenzen gedroht, sollte er in Europa weiter gegen ihn Front machen. Der Musiker solle „den Mund halten, bis er wieder im Lande ist”. „Dann werden wir alle sehen, wie es ihm ergeht“, postete Trump.

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April 02, 2025

Neil Young Einreiseverbote in USA?
Neil Young befürchtet, nach dem Ende seiner Europatournee im Sommer nicht wieder in die USA einreisen zu können und im Gefängnis zu landen. In einer Mitteilung auf seiner Website berichtet der Musiker von Fällen, in denen Rückkehrer mit doppelter Staatsbürgerschaft trotz US-Pass bei der Wiedereinreise in die USA festgenommen wurden. Zuletzt war dies auch deutschen Staatsbürgern mit zusätzlichem US-Pass passiert, woraufhin das Auswärtige Amt offizielle Warnhinweise für US-Rückkehrer veröffentlichte. Auch Kanada, dessen Staatsbürgerschaft Young nach wie vor besitzt, hat ähnliche Warnungen herausgegeben.

"Wenn ich in Europa spiele und über Donald J. Trump spreche, könnte ich einer von denen sein, die nach Amerika zurückkehren und nicht einreisen dürfen oder ins Gefängnis müssen, um auf einem Betonboden unter einer Aluminiumdecke zu schlafen", schreibt Neil Young, der sich in der Vergangenheit immer wieder offen gegen den US-Präsidenten gestellt hat. "Wenn man etwas Schlechtes über Trump oder seine Regierung sagt, kann einem die Wiedereinreise in die USA verweigert werden", schreibt der 79-Jährige weiter und verweist auf Fälle, in denen US-Behörden bei der Einreise Laptops und Handys auf regierungskritische Kommunikation durchsucht hatten. Einreisende müssen neuerdings den Zugriff auf ihre Geräte erlauben.

Seine Europatournee beginnt Neil Young am 18. Juni in Schweden. Nach insgesamt zwölf Konzerten in neun europäischen Ländern geht es nach dem Abschluss in Paris am 13. Juli zurück nach Nordamerika, wo ab dem 8. August 18 Konzerte in den USA und Kanada geplant sind. Ob die US-Tournee stattfinden kann oder alle Ticketinhaber enttäuscht werden, weil Neil Young aufgrund seiner doppelten Staatsbürgerschaft zu den verhafteten Rückkehrern gehört, sei offen. Neil Young: "Das werden wir alle zusammen herausfinden".

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März 03, 2025

Neil Young Ukraine Tourstart
Neil Young will seine "Love Earth"-Tour mit den "Chrome Hearts" im Sommer in der Ukraine eröffnen! In einer aktuellen Mitteilung auf seiner Website kündigt er ein kostenloses Eröffnungskonzert in dem seit drei Jahren vom Krieg heimgesuchten Land an. "Wir sind in Gesprächen und werden die Ergebnisse hier auf der NYA Website bekannt geben", schreibt der Musiker. Die Ankündigung kommt nur zwei Tage, nachdem der US-Präsident den ukrainischen Präsidenten Selenskyj im Oval Office vor den Augen der Weltöffentlichkeit gedemütigt und einen geplanten Unterstützungsvertrag platzen ließ. 

Eigentlich sollte die Love Earth Tour am 18. Juni im schwedischen Dallhalla beginnen. Die dortige Open-Air-Arena in einem alten Bergwerk mitten im Wald wäre ein spektakulärer Tourauftakt, der von einem Eröffnungskonzert in der Ukraine deutlich in den Schatten gestellt würde. Logistik und Sicherheit für ein solches Konzert stellen jedoch große Herausforderungen dar. Auch die Westukraine an der Grenze zu Polen war zuletzt immer wieder Ziel russischer Raketen- und Drohnenangriffe.

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Oktober 12, 2024

Neil Young - Kamala Harris
Neil Young ruft offen zur Wahl von Kamala Harris auf. Gut drei Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl am 5. November macht sich der Musiker - wenig überraschend - für die Kandidatin der Demokraten stark. Unter der Überschrift "Warum ich Kamala Harris schätze" schreibt der 79-Jährige in einem Beitrag auf seiner Website (übersetzt):

"Kamala Harris - Sie ist eine ehrliche, aufrichtige Stimme, die die Wahrheit sagt, die Erfahrung im Weißen Haus hat, die keine Zweideutigkeiten oder Ausweichmanöver zulässt und die direkt zur Sache kommt. Kamala Harris ist ein guter Mensch, der sich nicht scheut, gegen Kriminelle vorzugehen und das Recht der USA aufrechtzuerhalten, und sie ist jung genug, um das Amt noch ein paar Jahre lang auszuüben. Sie ist meine Kandidatin für die Zukunft dieses großartigen Landes.

Kamala Harris wird es mit der Klasse der Milliardäre aufnehmen und sie dazu bringen, ihren gerechten Anteil an den Steuern zu zahlen. Sie wird ihnen keine Gefälligkeiten erweisen. Sie ist eine freundliche, rücksichtsvolle Amerikanerin. Geben Sie Ihre Stimme für eine wunderbare Zukunft Ihrer Familie ab. Kamala Harris als Präsidentin.

Neil Young"

Young unterstützte bereits bei den letzten beiden Wahlen die demokratischen Kandidaten gegen den republikanischen Kandidaten Donald Trump. Vor der Wahl 2020 hatte der Musiker neben seiner kanadischen sogar die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen, um gegen Trump stimmen zu können. Diesen verklagte er auch wegen der unerlaubten Nutzung eines Songs, während er dem demokratischen Vizepräsidentschaftskandidaten Tim Walz ausdrücklich erlaubte, "Rockin' In The Free World" für seinen Wahlkampf im Team mit Kamala Harris zu nutzen.

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August 22, 2024

Fotomontage: Neil Young, Kamala Harris, Tim Walz
Neil Young mischt wieder im amerikanischen Präsident­schafts­wahl­kampf mit – zumindest musikalisch. Beim Nomi­nierungs­partei­tag der Demokraten in Chicago, der Democratic National Convention, betrat Vize­präsident­schafts­kandi­dat Tim Walz die Bühne zu Youngs Song "Rockin' in the Free World".

Wie US-Medien berichten, hatte Walz persönlich Kontakt zu Neil Young aufgenommen, um die Erlaubnis zur Nutzung des Songs für seine Kampagne zu erhalten. Young, der dafür bekannt ist, die Verwendung seiner Musik in politischen Zusammenhängen kritisch zu hinterfragen, gab Walz sein Einverständnis. Im Wahlkampf vor vier Jahren unterstützte der Musiker den demokratischen Kandidaten Joe Biden und hatte extra die US-Staatsbürgerschaft angenommen, um gegen Donald Trump stimmen zu können.

Trump hatte "Rockin' in the Free World" schon 2015 während seiner ersten Präsidentschaftskampagne ohne Youngs Einwilligung verwendet. Trotz mehrfacher Aufforderungen, den Song nicht zu spielen, nutzte Trump ihn weiterhin bei Wahlkampfauftritten. Schließlich reichte Young eine Klage wegen Urheberrechtsverletzung ein.

Der Song "Rockin' in the Free World"  stammt von Youngs 1989 veröffentlichtem Album Freedom und wurde als Protestlied geschrieben. Es thematisiert die politischen und sozialen Zustände der späten 1980er-Jahre, besonders die Politik der Reagan-Ära. Häufig fälschlicherweise als patriotische Hymne interpretiert, ist das Lied tatsächlich eine kritische Reflexion über die USA.

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Dezember 08, 2020

Neil Young - Donald Trump
Neil Young hat seine Klage gegen den abgewählten US-Präsidenten Donald Trump zurückgezogen. Das berichten amerikanische Medien unter Berufung auf öffentlich zugängliche Gerichtsdaten. 

Der Musiker hatte im August vor einem New Yorker Bezirksgericht Klage wegen Verletzung von Urheber- und Nutzungsrechten eingereicht, nachdem Trump wiederholt gegen den Willen des Musikers dessen Songs im Wahlkampf genutzt hatte. Die Nutzung sollte gerichtlich untersagt und weitere Verstöße mit Geldbußen geahndet werden. Das Gericht hatte sich während des Präsidentschaftswahlkampfes aber nicht mehr mit dem Fall befasst.

Jetzt hat der Musiker seine Klage offiziell zurückgezogen. Damit ist ein weiteres Vorgehen in dieser Sache nicht mehr möglich. Medien spekulieren daher über eine außergerichtliche Einigung mit den Trump-Anwälten, die sich am Tag des Klagerückzugs vor Gericht hätten äußern müssen. Eine Erklärung von Neil Young oder dessen Anwälten steht aus.

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August 16, 2020

Neil Young hat "Lookin' For A Leader 2020" jetzt auch als offizielles Video auf seinen YouTube-Kanal veröffent­licht. Den Song vom Album "Living With War" - mit einem neuen, auf US-Präsident Donald Trump gemünz­ten Text - hatte der Musiker am 1. Juli auf der Veranda seines Hauses aufgenommen.

Zusammen mit anderen Songs dieser "Fireside Session - Porch Episode", darunter auch auf das Bob Dylan-Cover "The Times They Are A-Changing", wird er am 18. September auf der EP "The Times" erscheinen.

Hier ist eine deutsche Übersetzung von "Lookin' For A Leader 2020" zu lesen. Die für Neil Young ungewöhnliche Gitarre, eine preiswerte Ibanez Concord F-360 aus den 1980er Jahren, gehört seiner Frau Drayl Hannah. Weitere Infos zu Neil Youngs Ibanez sowie ein 3D-Modell gibt es hier.

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August 04, 2020

Neil Young vs. Donald Trump
Neil Young macht ernst. Auf seiner Archivseite hat er jetzt angekündigt, rechtliche Schritte gegen US-Präsident Trump einzuleiten, um die Nutzung seiner Musik bei dessen Wahlveranstaltungen zu verhindern. Der Musiker hat dazu Dokumente veröffentlicht, mit denen die New Yorker Anwaltskanzlei Silverstein & Saperstein in seinem Namen Klage an einem Bezirksgericht in New York einreicht.

Die Klage wird mit der Verletzung des US-Urheberechts begründet. Sie richte sich aber ausdrücklich nicht gegen amerikanische Bürger, die frei einen Kandidaten ihrer Wahl unterstützen können, heißt in dem Klageschreiben. Neil Young könne aber nicht guten Gewissens erlauben, dass seine Musik als "Titelsong" für eine spaltende, un-amerikanische Kampagne voller Ignoranz und Hasses genutzt werde. [Weiter: Neil Youngs Klagebegründung ...]

Juli 31, 2020

Neil Youngs Sommerprogramm
Rusted Moon ist aus der Sommerpause zurück. Die hat Neil Young genutzt und über den Juli allerlei Nachrichten produziert und Aktivitäten entwickelt. Für alle, die sich in den letzten  Wochen ebenfalls "On The Beach", am "Sugar Mountain" oder irgendwo im "Country Home" vom Corona-Wahnsinn erholten haben, hier ein erstes Update mit den wichtigsten Entwicklungen:

Neil Young überlegt nun doch, gerichtlich gegen US-Präsident Trump vorzugehen. Der hatte erneut Songs gegen den Willen des Musikers für Wahlkampfzwecke genutzt. Nachdem der 74-Jährige zunächst mit einer Portion Sarkasmus reagierte, überlegt er nun, den Präsidenten auf Unterlassung zu verklagen. Hintergrund ist die Anordnung Trumps, Militär gegen protestierenden Bürger einzusetzen. "Stellt euch vor, wie es sich anfühlt, 'Rockin' In The Free World' zu hören, nachdem der Präsident gesprochen hat, als wäre es sein Titelsong. Ich habe ihn nicht dafür geschrieben", teilte Neil Young auf seiner Webseite jetzt mit. [Weiter: Neue Alben und Filme ...]

Juli 07, 2020

Neil Young, Donald Trump
Neil Young hat auf die Provokation von US-Präsident Trump reagiert, der kürzlich auf einer umstrittenen Kundgebung am Mount Rushmore-Nationaldenkmal drei Songs von Neil Young gespielt hatte.  Dabei hatte ihm der Musiker, wie viele andere Künstler und Bands auch, die Nutzung seiner Werke untersagt.

Auf seiner Archivseite hat Neil Young jetzt einem offenen Brief an Donald Trump veröffentlicht. Respektvoll in der Form - aber mit deutlich sarkastischem Untertönen. Darin kündigt er einen Verzicht auf eine Klage an, um den Präsidenten nicht von seiner Rettungsarbeit in der Corona-Krise abzuhalten. Statt dessen schlägt er Trump vor, er möge doch seinen neugetexteten Song "Lookin' For A Leader" bei der nächsten Kundgebung spielen.

Diesen Song vom Anti-Präsident-Bush-Album "Living With War" aus dem Jahr 2006 hatte Neil Young bei seinem letzten Kaminkonzert zu einem Anti-Trump-Song gemacht. Darin greift er den Präsidenten scharf an und ruft dazu auf, in abzuwählen. Rusted Moon hat den Brief an Trump und den neuen Text von "Lookin' For A Leader" ins Deutsche übersetzt. [Weiter: Neil Youngs Brief und Song auf Deutsch ...]

Juli 04, 2020

Neil Young - Donald Trump
Der Kleinkrieg zwischen Neil Young und US-Präsident Donald Trump spitzt sich weiter zu. Zwei Tage, nachdem der Musiker den Präsidenten bei seiner "Fireside Session" mit einem umgetexteten "Lookin' For A Leader" erneut scharf angriff, legte Trump nach. Bei seinem Auftritt vor dem Mount Rushmore Nationaldenkmal am Vortag des amerikanischen Nationalfeiertags am 4. Juli wurden gleich drei Neil Young-Songs gespielt: "Rockin' In The Free World", "Like A Hurricane" und "Cowgirl In The Sand".

Die nicht autorisierte Verwendung dieser Songs stellt gleich in mehrfacher Hinsicht eine Provokation dar: Wie viele andere Musiker hatte Neil Young nämlich die Nutzung seiner Songs bei Auftritten Trunps ausdrücklich untersagt, nachdem "Rockin' In The Free World" vor vier Jahren zum Start von dessen Wahlkampagne erklang. Zudem wird Trumps Auftritt am Mount Rushmore von vielen als Affront gegenüber den amerikanischen Ureinwohnern gewertet. Das Nationaldenkmal mit den aus dem Felsen gehauenen, monumentalen Köpfen von vier amerikanischen Präsidenten (Washington, Jefferson, Roosevelt, Lincoln) steht auf einem Gebiet, dass der Lakota-Stamm der Great Sioux Nation für sich beansprucht. Das Land war ihnen während eines Goldrauschs im 19. Jahrhundert unter Bruch eines bestehenden Vertrages weggenommen worden. Aktivisten hatten hatten deshalb das Denkmal 1971 besetzt und in "Mount Crazy Horse“ umbenannt. 

Neil Young, der sich immer für die Rechte der amerikanischen First Nations eingesetzt hatte, reagierte über seinen offiziellen Twitter-Kanal auf Trumps Provokation. Er teilte dort Videos der Veranstaltung und kommentierte: "Ich stehe in Solidarität mit den Lakota Sioux. Das ist für mich nicht OK."

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