Die italienische Pop- und Rockmusik besitzt einen hohen Grad an Eigenständigkeit. Wie auch in anderen romanischen Ländern ist der angelsächsische Einfluss auf die Musik weniger prägend, als die jeweils eigene musikalische Tradition. Italien hat mit dem stark gesangsorientierten „Italo-Pop“ sogar eigene musikalische Akzente setzen können. Interpreten wie Umberto Tozzi, Eros Ramazzotti oder Toto Cutugno sind auch außerhalb Italiens bekannt.
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| Album "Storie e confessioni" (1973) |
Aber natürlich kam auch die italienische Musikwelt Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre nicht an Rock’n Roll und Beat vorbei. Wie überall in der Welt schossen Top-40-Band aus dem Boden, die Titel der Beatles, der Stones und anderer Musiker nachspielten - teils mit italienischen Texten. Und natürlich geriet auch Neil Young in das Blickfeld italienischer Musiker.
Zwei sehr frühe italienische Coverversionen von Songs aus Neil Youngs Feder sind „Noi Soli“ und „Che Farei“ der Band „i Dik Dik“ aus dem Jahre 1973. Die Titel bedeuten übersetzt „Wir allein“ und „Was tun“ und sind Italo-Versionen von Neil Youngs „Birds“ und „Tell Me Why“ von dessen 1970er Album „After The Gold Rush“. Es sind zwei geradezu idealtypische Fassungen italienischer Coversongs: fast schon übertrieben pathetischer, schmachtender als das kanadische Original. Eine Musik, die deutlich nach San Remo und Rimini klingt ...