Posts mit dem Label 1982 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 1982 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Februar 01, 2021

Neil Young Island In The Sun
Neil Young hat ein Release seines verschollenen Albums "Island in the Sun" von 1982 angekündigt. Es werde gerade unter dem neuen Titel "Johnny's Island" für eine Veröffentlichung auf seiner Archivseite vorbereitet, schreibt der Musiker in einer Mitteilung auf seiner Nachrich­tenseite - ohne allerdings einen konkreten Termin zu nennen.

"Johnny's Island" aka "Island in the Sun" war im Mai 1982 im Studio "Commercial Recorders" in Honolulu auf Hawaii entstanden. "Es war so eine Tropen-Geschichte, alles über Segeln, alte Kulturen, Inseln und Wasser", beschrieb Neil Young das Werk. Als Backingband hatte er sich Schlagzeuger Ralph Molina, die Gitarrist Ben Keith und Nils Lofgren, den Percussionsspieler Joe Lala von der "Stills-Young"-Band sowie "Buffalo Springfield"-Bassist Bruce Palmer ins Studio geholt.

Das Insel-Album sollte die erste Arbeit für sein neues Label "Geffen Records" werden, für das er im Jahr zuvor seine langjährige Zusammenarbeit mit Warner/Reprise gekündigt hatte. Allerdings stieß schon dieses erste Werk bei seinem neuen Boss David Geffen auf wenig Gegenliebe. "Sie rieten mir, es nicht zu veröffentlichen", erinnerte sich Neil Young 1988 in einem Interview mit dem Rolling Stone. "Weil es meine erste Platte für [David] Geffen war, dachte ich: 'Nun, das ist eine ganz frische, neue Geschichte. Er hat ein paar neue Ideen.' Ich merkte nicht so richtig, dass ich manipuliert wurde. Bis zur zweiten Platte. Dann wurde mir klar, dass es immer so ist. Egal, was ich mache, es ist nicht das, was sie wollen." [Weiter: die Songs auf "Johnny's Island ..."

Mai 08, 2018

Neil Young - Trans
Neil Young und Micah Nelson arbeiten an einem Trickfilm zum Album "Trans" von 1982. Das verriet der Musiker jetzt am Rande der "Crazy Horse"-Konzerte dem Internetportal Yahoo! Entertainment. Young hatte "Trans" nach der Geburt seines Sohns Ben aufgenommen und dabei mit Synthesizern und einem Vocoder experimentiert. Inspiration waren seine Versuche, mit Hilfe von elektronischem Equipment mit seinem Sohn zu kommunizieren, der mit zerebraler Lähmung zur Welt gekommen war. Musikalisch ließ er sich dabei von Bands wie "Kraftwerk" beeinflussen.

Bereits 1982 sollte das von vielen traditionellen Fans mit Befremden aufgenommene Album mit einem längeren Video herausgebracht werden. Darin wollte Young die Hintergründe der Musik und der Songs erklärt. "Es kam nicht heraus, weil Geffen Records die Finanzierung gestoppt hat, weil sie das Album nicht mochten", so Neil Young zu Yahoo. Ohne das Video sei das Album für ihn aber "wie ein halber Brief, in der Mitte gekürzt". Das Geffen Label verklagte später seinen eigenen Künstler auf Schadenersatz wegen "untypischer Musik".

Jetzt soll der 35-minütige "Trans"-Film doch noch entstehen und auf der Archiv-Webseite veröffentlicht werden. Neil Young: "Es wird eine sehr berührende und bewegende Geschichte über künstliche Intelligenz und Kommunikationsstörungen." Das von Musiker und Animationskünstler Micah Nelson gestaltete Video erzählt die ganze Geschichte von "Trans". Neil Young: "Jeder Song hat Charaktere; viele der Charaktere gehen von Song zu Song. Es gibt eine Fabrik, in der sie Menschen herstellen, sie machen Klone von Menschen und computerisierte Versionen. Wenn ich singe, bin ich es, aber nicht ich, sondern mein 'Neil 2', der 'Mr. Soul' und andere Lieder singt." Einen konkreten Zeitpunkt für die Veröffentlichung des "Trans"-Videos nennt Neil Young nicht. 

Ähnliche Artikel:
  1. Vor 30 Jahren: Vocoder-Album 'Trans' erschienen
  2. Micah Nelson: Mit Charango & Neil Young gegen Monsanto
  3. The Big Room - Neil Youngs gescheitertes Filmprojekt

Dezember 29, 2012

Am 29. Dezember 1982 - heute vor 30 Jahren - erschien Neil Youngs Album "Trans". Das Album mit seiner seltsamen Mischung aus überwiegend elektronisch verfremdeten Songs gehört bis heute zu den Kuriositäten im Werk des Musikers. Schon die Trans-Tour von 1982, auf der viele der neuen Songs und Neil Youngs Vocoder auf der Bühne zum Einsatz kamen, spaltete die Fans. Auch das Album erhielt überwiegend negative Kritiken.

Das Herz des Albumsounds war ein Vocoder der deutschen Marke Sennheiser: Das Modell VSM201. Mit Vocodern war es erstmals möglich, Sprache und Musik künstlich zu verformen und zu verfremden. Das ursprünglich für die militärische Sprachverschlüsselung entwickelte Gerät fand in den 70er Jahren seinen Weg in die Musikstudios. Der Sennheiser VSM201 aus Wennebostel bei Hannover kostete bei Markteinführung 1978 die stolze Summe von 16.000 Deutsche Mark.

Oktober 17, 2012

Am 18. und 19. Oktober jährt sich zum 30. Mal ein legendäres Konzert: Neil Young gastierte an beiden Tagen mit der "Trans Band" in der Berliner "Deutschlandhalle". Es war die letzte Station einer Tournee, die Neil Young durch halb Europa führte. Eine Tournee, die finanziell, organisatorisch und menschlich zu den größten Desastern in der Karriere Neil Youngs wurde. Auch viele Fans haben die damaligen Konzerte wegen der ungeliebten Vocoder- und Synthesizer-Einlagen in keiner guten Erinnerung.

Und trotzdem haben Trans-Tour und Abschlusskonzert in der Berliner "Deutschlandhalle" Geschichte geschrieben: Da ist zum Einen der Song "After Berlin", den Neil Young spontan vor Ort schrieb und in Berlin ein einziges Mal in seiner Karriere spielte. Das Lied ist ein musikalischer Hilferuf am Ende einer chaotischen Tour: "After Berlin", nach der letzten Tour-Etappe, kann alles nur besser werden ...

Da ist aber auch Neil Youngs Besuch an der Berliner Mauer. Die Grenzanlagen mit Mauer und Stacheldraht hatten Berlin damals noch in zwei Hälften geteilt. Neil Young bestieg eine Aussichtsplattform am Potsdamer Platz  und schaute ins abgeriegelte Ost-Berlin hinüber. An einer anderen Stelle schrieb er "Love is all you need", die berühmte Textzeile der Beatles, auf die Mauer.

"Rusted Moon" schrieb in "'Checkpoint Shakey' - Neil Young und die Berliner Mauer" alles über die Trans-Tour und Neil Youngs Mauer-Besuch.

Dezember 07, 2011

Neil Young und Kanadas Botschaft in Berlin
Kanada in Berlin - gestern u. heute
(click to enlarge)
Im Artikel "Checkpoint Shakey - Neil Young und die Berliner Mauer" wurde "Under The Rusted Moon" schon ausgiebig über die beiden Konzerte am Ende der Trans-Tour im Jahr 1982 berichtet. Damals kletterte Neil Young am Potsdamer Platz auf eine Besucherplattform und schaute über die Mauer und den Todesstreifen hinüber in das abgeriegelte Ost-Berlin.

Würde der gebürtige Kanadier Neil Young heute - fast 30 Jahre nach dem Mauerfall - an der gleichen Stelle stehen, er wäre wohl ziemlich überrascht: Wo sich 1982 noch eine leere Fläche mit Minenfeld und Stacheldraht hinter der Mauer erstreckte, steht nämlich heute die kanadische Botschaft. Ob sich Neil Young, der immer noch die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt, das jemals hätte träumen lassen?

Kanada
Keine 100 Meter trennen die Stelle, an der einst die Besucherplattform auf der Westseite der Mauer stand, vom Eingang der Botschaft (siehe Grafik oben). Sie steht auf der östlichen Seite der Ebertstraße, auf der damals die Grenzlinie verlief. Die Kanadier haben das Botschaftsgebäude, dass sich westlich zur Ebertsraße und südlich zum Leipziger Platz öffnet, 2005 eingeweiht.

Auch Peter M. Boehm, derzeitiger kanadischer Botschafter in Berlin, hätte wohl nicht gedacht, dass vor seinem Fenster einmal einer seiner berühmtesten Landsleute auf der andere Straßenseite stand und herüber blickte. Damals war die andere Straßenseite ja noch der Teil einer anderen Welt. Heute steht die kanadische Botschaft in Berlin (-> virtueller Rundgang) auch Besuchern offen. Es gibt viele öffentliche Räume, die über Kanada informieren. Es gibt sogar eine "Nord-West-Passage" mit der man das Gebäude durchqueren kann. "Keep On Rockin' in The Free World" ...

Ähnliche Artikel:
  1. Neil Young ist Kanadas Künstler des Jahres
  2. Neil Young erhält kanadischen Humanitarian Award
  3. Neil Young ist offiziell Rentner – Keine Auftritte in Deutschland mehr!

Dezember 04, 2011

DVD des Konzerts
Neil Young ist in Berlin zehn Mal und auf sechs verschiedenen Bühnen aufgetreten. Gleich sein erster Besuch 1982 wurde zur Legende. Das Doppelkonzert am 18./19. Oktober 1982 war damals der Abschluss der desaströsen Trans-Tour, die von Chaos, Streit und finanziellen Verlusten geprägt war. "Holt mich endlich nach Hause"- Neil Young packte seine Empfindung in den Song "After Berlin". Den schrieb er noch vor Ort und spiele ihn als allerletztes Stück am 19. Oktober - danach nie wieder.

Deutschlandhalle vorher/nachher
29 Jahre nach "After Berlin" wurde jetzt der damalige Auftrittsort, die Berliner "Deutschlandhalle", gesprengt. Am ersten Dezemberwochenende jagten 40 Kilogramm Sprengstoff das Dach der Halle in die Luft und beendeten eine Ära. Neben Neil Youngs Trans-Tour haben unzählige legendäre Künstler (Artikel in der MORGENPOST) in der 1935 gebauten Halle Station gemacht. Seitdem sind in Berlin viele größere und modernere Hallen entstanden. Auch Neil Young trat nie wieder in der alten "Deutschlandhalle" auf. An ihrer Stelle entsteht eine Messe-Kongresshalle.

Mehr über Neil Young, Berlin und das Konzert am 19. Oktober 1982 steht im Artikel "Checkpoint Shakey - Neil Young und die Berliner Mauer".

Warum Neil Young auch nach dem Mauerfall nie im ehemaligen Ostblock auf Tour ging, fragt der Artikel "Neil Young und die Mauer in den Köpfen".

Oktober 02, 2011

Neil Young schwarz rot gold
Der 3. Oktober ist "Tag der Deutschen Einheit". Der deutsche Nationalfeiertag - 21 Jahre nach der Wiedervereinigung - ist durchaus ein passender Anlass, einmal einen Blick auf Neil Youngs statistische Deutschlandbilanz zu werfen: 

Insgesamt verzeichnet die Datenbank auf SugarMountain.org für Deutschland 58 Auftritte. Im alten West-Deutschland trat Neil Young von 1976 bis 1990 insgesamt 22 Mal auf. Seit 1990 kamen dann noch 36 Aufritte im wiedervereinten Deutschland hinzu. Davon entfielen aber nur magere 5 Shows auf die Neuen Bundesländer: Je 2 Mal trat er in Leipzig und Erfurt auf. Auch den Auftritt 2009 in der Berliner O2-World kann man hier mitzählen, liegt diese Halle doch - im Gegensatz zu allen vorherigen Berliner Auftrittsorten Neil Youngs - im ehemaligen Ost-Teil der Stadt.

Überhaupt scheint die sprichwörtliche „Mauer in den  Köpfen“ auch bei Neil Young durchaus ein Thema zu sein: Denn außer einem einzigen Auftritt 1995 in Prag mit „Pearl Jam“ hat der Kanadier nie ein Konzert hinter dem ehemaligen „eisernen Vorhang“ gespielt. Während andere Kollegen wie Bruce Springsteen oder Bob Dylan sowohl vor als auch nach dem Mauerfall in Ost-Europa auftraten, macht Neil Young bis heute einen Bogen um diesen Teil der Welt.

Dabei ist die Fan-Basis und der Musikmarkt in Ländern wie etwa Polen, Ungarn oder Russland ökonomisch sicher nicht uninteressanter, als andere von ihm bediente Märkte wie Südamerika, Neuseeland oder Japan.

August 30, 2011

Checkpoint Shakey - Neil Young an der Berliner Mauer
'Checkpoint Shakey' - Plattform
am Potsdamer Platz
Die Berliner Mauer – das wohl bekannteste Teilstück des sogenannten „eisernen Vorhangs“ und Symbol für die Zweiteilung der Welt in der Zeit des kalten Krieges – wurde im August 50 Jahre alt. Damals, am 13.  August 1961 riegelte die DDR die Sektorengrenze zu West-Berlin in einer Nacht-und-Nebel-Aktion mit Steinen und Stacheldraht ab. In den folgenden Jahren wurde diese zunächst nur behelfsmäßige Mauer immer weiter ausgebaut und perfektioniert: Mit Vor- und Hinterlandmauer, Todesstreifen, Panzersperren und Wachtürmen zog sich bald ein unüberwindliches Monstrum um ganz West-Berlin.

Checkpoint Charly
'Checkpoint Charly'
in der Friedrichstraße
An kaum einer anderen Stelle waren Ausmaße und Auswirkungen dieser monströsen Grenzanlagen so sichtbar wie am Potsdamer Platz. Diese einst verkehrsreichste Kreuzung Europas, an der 1924 die erste Verkehrsampel in Deutschland aufgestellt wurde, war bis zum Fall der Mauer 1989 nur noch ein ödes, ummauertes Brachland, aus dem einige Hausruinen und die Wachtürme der DDR-Grenztruppen ragten.

Die Aussichtplattform neben dem stillgelegten U-Bahneingang auf der westlichen Seite des Potsdamer Platzes war bis 1989 ein beliebtes Ziel von Berlinern und Touristen. Auch Neil Young ließ sich 1982 die Gelegenheit nicht entgehen, einen Blick über die Mauer und auf die Grenzanlagen zu werfen. Fotograf Joel Bernstein machte dabei ein Foto, das Neil Young auf der Aussichtsplattform und vor der mit Graffities bemalten Westseite der Mauer zeigen. Das Foto auf der Plattform am Potsdamer Platz ist auch Teil der Bilder in Jimmy McDonoughs Biography „Shakey“.

Passgenau eingebettet in andere Fotos, die im Laufe der Zeit an dieser Stelle der Mauer gemacht wurden, ergibt sich ein interessantes zeitgeschichtliches Mosaik: Die Errichtung, der Ausbau und schließlich der Abriss und das Verschwinden der Berliner Mauer werden greifbar. Mitten drin – 21 Jahre nach ihrer Errichtung und 7 Jahre vor ihren Abriss – steht ein sichtlich beeindruckter Neil Young:


Das im Video enthaltene Mauer-Foto auf der Besucherplattform am Postdamer Platz entstand am Rande der beiden Konzerte, die Neil Young am 18. und 19. Oktober 1982 in der Berliner Deutschlandhalle gab.

/* Gallery */