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Februar 21, 2026

Neil Youngs Amp Dekorationen
Die Angewohnheit, Regale, Simse und Kommoden mit kleinen Figuren oder Souvenirs zu füllen, ist ein kulturelles Phänomen, das weit über einen rein ästhetischen Zweck hinausgeht. Aus wohnpsychologischer Sicht ist dieses Verhalten ein elementarer Teil der räumlichen Aneignung: Durch das Platzieren persönlicher Gegenstände wird ein neutraler Raum in ein vertrautes Zuhause transformiert. Diese oft liebevoll als „Nippes“ oder „Stehrümchen“ bezeichneten Objekte fungieren als biografische Anker und externe Speicher für Erinnerungen in einer dynamischen Außenwelt. Sie bieten visuellen Halt und emotionale Sicherheit.

Für Musiker, deren Arbeitsumgebung durch Tourneen ständigen Veränderungen unterworfen ist, gewinnt diese Praxis eine besondere Bedeutung. Durch gezielte Dekoration wird die Bühne nicht nur zur Plattform der Darbietung, sondern auch zu einem privaten Refugium, das Distanz abbauen und Intimität schaffen soll. Neil Young ist ein Paradebeispiel für diesen Ansatz. Seine Bühnenpräsentation ist eine komplexe Inszenierung, in der Requisiten und technische Artefakte zu Akteuren einer „Konzert-Fantasie“ werden. Viele dieser Requisiten nutzt Young seit Jahrzehnten immer wieder, wodurch er sich eine vertraute Bühnenumgebung schafft. Einige der Dekostücke hatten eine Erinnerungsfunktion, andere wurden mit einem Augenzwinkern platziert.

Besonders deutlich wird dies an der Art und Weise, wie Young seine Verstärker über Jahrzehnte hinweg dekorierte und personalisierte. Nachfolgend eine Auswahl der Dinge, die im Laufe der Jahre auf seinen Verstärkern standen. [Weiter: Alle Neil Young-Amp-Dekos 1973-2008 ...]

März 17, 2019

Neil Youngs Gitarrensound ist un­ver­wechselbar. Die Komponenten, die dafür verantwortlich sind, stehen seit Jahr­zehnten nahezu un­ver­ändert auf der Bühne. Dabei sah sein Equip­ment in den Anfangstagen ganz an­ders aus. Und auch der Gitar­renton hatte damals noch längst noch nicht diese enorme Durch­schlags­kraft, für die Neil Young heute berühmt ist.

Auch mit seiner Weigerung, Werbung zu machen, war es seinerzeit nicht lange her. Schon mit seiner Band "Buffalo Springfield" warb er für Verstärker der Marken "Acoustic" und "Sunn". 1969, in den frühen Tagen mit "Crazy Horse", machte Neil Young Reklame für Equipment des US-Herstellers "Altec Lansing". Der hatte gleichzeitig auch "Crosby, Stills & Nash" unter Vertrag. In einer 1970 erschienenen Zeitungsanzeige (Foto unten rechts) wird der Aktivlautsprecher Modell 1205A und eine Mixerkonsole als Ausrüstung von Neil Young, CSN&Y, sowie des Country-Musikers Merle Haggard und von Jazz-Trompeter Don Ellis vorgestellt. Altec Lansing sprach damit gleich mehrere Musikgenres an. Neil Young & Crazy Horse sind in der Anzeige sogar mi Foto abgebildet, das man bei Altec Lansing als Poster anfordern konnte. [Weiter: Bühnentechnik für Kinosäle ...]

Oktober 21, 2018

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Juni 02, 2018

Der amerikanische Ver­stär­ker­­her­­steller Magnatone hat ein Video mit Lukas Nelson veröffentlicht. Darin besucht der Gitarrist die Magnatone-Fabrik in St. Louis und er­zählt, was ihm für seinen Sound und sein Spiel wichtig ist. Dabei bezieht er sich auch auf Neil Young, der ebenfalls Gitarrenverstärker von Mag­na­tone in seinem Setup hat.

Zitate von Lukas Nelson: "Der Ton kommt aus den Fingern, wie Neil [Young] und Billy [Gibbons] sagen würden. Leute wie sie können auf jedem Verstärker spielen und würde immer wie sie selber klingen, es liegt daran wie sie spielen." "Bei Neil Young dreht sich alles nur um den Sound. Ich glaube, er hat mit den besten Sound, in der Geschichte des Sounds". "Neil Young hat diesen 'Down By The River'-Sound, der ist so trocken und so direkt in die Fresse, da fühle ich mich sofort zu Hause." "Ich habe von Neil und den Leuten, mit denen er zusammen ist, gelernt: benutze den Verstärker, nicht die Effektpedale."

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Oktober 20, 2017

Neil Youngs berühmter "Whizzer" bekommt bald einen kleinen Bruder aus Deutschland. Die Dresdener Ver­stär­ker­schmiede "Ritter Amplifi­cation" arbeit derzeit an einem Nach­bau für Jedermann, der im Früh­jahr 2018 auf den Markt kommen soll. Auch Neil Youngs rotes Floorboard, mit dem der "Whizzer" und verschiedene Effekt­pe­da­le bedient wird, soll als Replika aus Sachsen herauskommen.

"Wir sind hier große Neil-Fans und ar­bei­ten seit ca. zwei Jahren am Whizzer", erläutert Tilman Ritter von "RITTER Amplification" auf Anfrage von Rusted Moon. Der Dresdener Whizzer funktioniert nach den gleichen Prinzip wie das von Rick Davis Anfang der 1990er Jahre für Neil Young konstruierte Gerät: Die beiden Volume- und der Tone-Regler des Fender Deluxe-Verstärkers werden vom Whizzer mittels dreier Gleichstrommotoren mechanisch auf die möglichen Einstellungen von jeweils 0 bis 12 gedreht (Video oben). Sechs verschiedene Sound­kombinationen, die sich aus den Einstellung der drei Regler ergeben, können per Knopfdruck als Preset im Whizzer gespeichert und später wieder abgerufen werden. Über das Floorboard sind auch kombinierte Verstärker-Presets mit bis zu sechs Effektgeräten möglich. Die Effekte werden in einer als Option erhältlichen Variante des Floorboards über eine Looper eingebunden. [Weiter: Auch Paket mit Whizzer und Verstärker geplant ...]

August 24, 2017

Neil Young - Amps And Only Amps
Alle Verstärker Neil Youngs, die je bei ihm auf der Bühne standen, auf einem Bild: Vom allerersten Harmony H305, den er 1961 als Schüler spielte (unten, 2. v.l.), bis zum Magnatone Twilighter Stereo von der letzten Rebel Content Tour (2. Reihe, Mitte).

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Februar 24, 2017


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November 08, 2015

Neil Young Sears Silvertone amp
Am 13. November erscheint Neil Youngs Archivalbum "Bluenote Café", auf dem die Club-Tour mit seiner Band "The Bluenotes" in den Jahren 1987 und 1988 dokumentiert ist. Neil Young hatte damals wieder einen seiner berühmt-berüchtigten, abrupten Genrewechsel vollzogen - diesmal hin zu Rhythm & Blues mit Soul- und Jazz-Elementen. Sein damaliger Bühnensound war dabei stark von einer fünfköpfigen Bläsergruppe geprägt, in der unter anderem Ben Keith und Larry Cragg am Saxophon mitwirkten und die Songs - eine Mischung aus uralten Titeln der "Squires", eigens für die Tour geschriebenen Stücken sowie ein paar "verbluesten" Klassikern - mit Bläsereinsätzen und Soli aufpeppten.

Neil Young selber griff damals auf seine bewährte Gibson Les Paul "Old Black" und Mundharmonika zurück - nahm allerdings beim Gitarrenverstärker eine ziemlich radikale Änderung an seinem Setup vor: Anstelle seines berühmten kleinen 1959er Fender Deluxe mit Whizzer-Aufsatz, der über Magnatone 280 und Baldwin Exterminator zusätzlich hochverstärkt wird, stellte er sich einen billigen Versandhaus-Verstärker der Marke "Silvertone" auf die Bühne.

Videobilder und Fotos der Tour belegen, dass es sich dabei entweder um das Modell "Silvertone 1484 Twin Twelve" oder "Silvertone 1485 Six Speakers" von Mitte der 1960er Jahren handelte - gut zu erkennen an dem für diese Modelle typischen schwarzen Hintergrund der unteren Frontplatte des Verstärkerkopfteils. Das verwendete Lautsprecherkabinet wurde den Fotos nach mit zwei Mikrophonen abgenommen, was eher für die 2 x 12" Box des Modells 1484 spricht. Dennoch kommt auch das optisch gleiche 120-Watt Schwestermodell 1485 mit seiner 6 x 10" Box in Betracht. [Weiter: Alles über die beiden Silvertone Amps & Video ...]

September 26, 2013

Neil Young Setup 1960-1961
Sommer 1960 bis Oktober 1961
Harmony Monterey / Seebreaze Plattenspieler
Wie muss man sich Neil Youngs Setup mit Gitarre und Verstärker in den frühen Jahren eigentlich vorstellen? Für viele der ersten Stationen in Neil Youngs Karriere gibt es nämlich nur wenige oder gar keine Fotos.

Durch Neil Youngs Interviews, seine Memoiren, einige Bücher anderer Autoren sowie Webseiten sind die Gitarrenmodelle und Verstärker zwar meist meist überliefert. In einigen Fällen aber fehlen auch heute noch detaillierte Typenbezeichnungen und Modelljahre.

Damit man sich trotzdem ein ungefähres Bild von Neil Youngs frühem Equipment machen kann, präsentiert "Rusted Moon" sieben Fotocollagen mit den Setups der Jahre 1960 bis 1966 - basierend auf den bekannten Daten & Fakten und mit Portraits des Musikers aus der jeweiligen Zeit. Die Gitarren und Verstärker orientieren sich so weit wie möglich an den Originalen.

Am Seitenende gibt es Links zu Hintergrundartikeln, mit weitere Informationen zu den damalige Stationen auf Neil Youngs Weg zum Weltstar.



September 19, 2013

Neil Young Gretsch Ampeg Echo Twin 1963
Neil Young, Gretsch & Echo Twin 1963
Vor 50 Jahren, am 20. September 1963, trat Neil Young mit seiner damaligen Band "The Squires" in einem Keller der St. Mary's Church in Winnipeg auf. Die Tanzveranstaltung wurde vom "CYO", der katholischen Jugendorganisation der St. Mary's Gemeinde organisiert. "The Squires", damals mit Neil Young an der Lead-Gitarre, Allan Bates an der Rhythmus-Gitarre, Ken Koblun am Bass und Ken Smyth am Schlagzeug, erhielten für den Auftritt stolze 52 kanadische Dollar.

Das Besondere an diesem 20. September 1963: Neil Young spielte bei diesem Gig zum allerersten Mal öffentlich seine Gretsch 6120 Chet Atkins Gitarre. Eine Gitarre, die er fortan bis zur Auflösung der "Squires" und danach - durch ein anderes Exemplar gleichen Baujahrs ersetzt - bis heute spielt.

Die Gretsch 6120 hatte Neil Young damals gebraucht von Johnny Glowa, einem ehemaligen Mitglied einer bekannten Band aus Winnipeg gekauft, in der auch Neil Youngs damaliges Vorbild Randy Bachman spielte - ebenfalls mit einer Gretsch 6120. Neil Youngs alte Les Paul Junior, mit der er nur wenige Wochen zuvor noch seine erste Single "The Sultan" aufgenommen hatte, war wegen eines Defekts ausgemustert worden.

Alles über Neil Youngs wichtigste elektrische Gitarre neben "Old Black" zum Nachlesen im ausführlichen Artikel: "Neil Youngs "Orange Periode" - Die Gretsch 6120".

Neben der Gretsch 6120 gehörte auch ein Ampeg "Echo Twin" Verstärker zum Setup des damals 17-jährigen Neil Young. Den Amp hatte er sehr wahrscheinlich 1962 zu Weihnachten geschenkt bekommen. Im Begleitbuch zu "Neil Young Archives Vol.2" ist ein Foto abgedruckt, das den 17-jährigen Weltstar in spe vor einem in Geschenkpapier verpackten Verstärker zeigt. Neil Youngs Mutter Rassy hatte zu dem Foto notiert, es sei der Verstärker, um den es in der Familie so viele Debatten gegeben hatte. [Weiter mit dem "Echo Twin" ...]

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