Posts mit dem Label Amazon werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Amazon werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mai 13, 2026

Neil Young von Amazon zu DigitalOcean
Der Bruch ist endgültig: Neil Young hat die vollständige technische und wirtschaftliche Trennung von Amazon vollzogen. Wie das Team der „Neil Young Archives“ (NYA) jetzt mitteilte, wurde die Migration der umfangreichen Plattform von den Amazon Web Services zu DigitalOcean erfolgreich abgeschlossen. Damit endet ein Boykott, den Young seit Monaten öffentlich gegen den Konzern von Jeff Bezos führt.

Die Entscheidung für den Providerwechsel ist eng mit Youngs politischer Haltung verbunden. Seit Herbst 2025 ruft der Musiker immer wieder zum Boykott von Amazon und dessen Konzerntöchter auf. Im Zentrum seiner Kritik steht Bezos, dem Young eine opportunistische Nähe zu US-Präsident Donald Trump sowie problematischen Einfluss auf die Berichterstattung der "Washington Post" vorwirft. Noch 2020 hatte Neil Young Amazon wegen der hohen Audioqualität des Streaming-Angebots als Partner gewählt. Heute sieht er die USA jedoch am Beginn eines "Zeitalters der Unternehmenskontrolle". Mehrfach erklärte er, dass seine Musik nicht bei Amazon verfügbar sein werde, solange Bezos den Konzern kontrolliert – selbst wenn das finanzielle Nachteile für seine Plattenfirma bedeutet.

Die nun abgeschlossene Migration galt intern als technisch anspruchsvoll und kostspielig. Gemeinsam mit den Technikern von DigitalOcean habe das Team um Archivar Phil Baker eine neue Infrastruktur für Cloud-Speicher, Datenbanken und Server entwickelt, heißt es in der Mitteilung. Im Zuge des Umzugs sei außerdem der komplette Streaming-Workflow modernisiert worden, um Performance und Skalierbarkeit zu verbessern. Zentraler Bestandteil der neuen Architektur sei eine sogenannte „Hot Storage“-Ebene. Dabei werden besonders stark nachgefragte Audioinhalte temporär zwischengespeichert. Häufig gestreamte Titel ließen sich dadurch schneller ausliefern, ohne permanent auf den Langzeitspeicher zugreifen zu müssen. Für Mitglieder der Plattform bedeute das kürzere Ladezeiten, stabilere Streams und weniger Aussetzer bei hoher Auslastung.

Mit dem Wechsel zu DigitalOcean setzt Young bewusst auf einen Anbieter, der sich als entwicklerfreundliche und vergleichsweise kosteneffiziente Alternative zu AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud positioniert. Das seit 2021 börsennotierte Unternehmen aus Colorado konzentriert sich vor allem auf Start-ups und mittelständische Unternehmen. Den erfolgreichen Abschluss der Migration nutzt Young zugleich für einen politischen Appell. Andere Organisationen sollten seinem Beispiel folgen und ihre Abhängigkeit von AWS überdenken. Für ihn sei der Wechsel Teil einer größeren Bewegung: weg von der Dominanz weniger Technologiekonzerne, hin zu unabhängigen digitalen Diensten und stärkeren lokalen Strukturen.

Ähnliche Artikel:

  1. Neil Youngs vs. Amazon: Archives wechseln Server-Anbieter
  2. Neil Young vs. AMAZON geht in die nächste Runde
  3. Neil Young will Amazon boykottieren: Ziehe Musik zurück

April 06, 2026

Neil Young vs. Amazon
Neil Young verschärft seinen Konflikt mit dem Technologiekonzern Amazon und zieht nun auch auf technischer Ebene Konsequenzen. Wie NYA-Archivar Phil Baker jetzt auf Youngs Webseite mitteilte, hat das Team der "Neil Young Archives" eine umfassende Migration der Server-Plattform eingeleitet: Weg von Amazon Web Services (AWS), hin zum Cloud-Anbieter DigitalOcean mit Sitz in Colorado.

Dieser Schritt markiert eine weitere Eskalationsstufe in Youngs konsequent geführtem Boykott. Der Umzug des umfangreichen digitalen Archivs gilt als technisch anspruchsvoll und finanziell aufwendig. Laut Baker werde die Migration mehrere Monate in Anspruch nehmen, für Nutzer soll sie jedoch weitgehend unbemerkt bleiben. Das Ziel bestehe darin, den laufenden Betrieb der Plattform ohne Einschränkungen fortzuführen.

Mit dem Wechsel verabschiedet sich Young von einer Infrastruktur, die weltweit von unzähligen Unternehmen genutzt wird. Damit vollzieht er faktisch die vollständige geschäftliche Trennung von Amazon. Diese Entscheidung ist Teil eines größeren politischen Statements, das der Musiker seit Monaten öffentlich formuliert. Bereits zuvor hatte Young seine Musik von Amazon Music abgezogen und den Verkauf von Artikeln über den Konzern eingestellt. Im Zentrum der Kritik steht Jeff Bezos. Konkret wirft das Umfeld von Young dem Unternehmer unter anderem politische Einflussnahme sowie den Umgang mit der von ihm gekauften Zeitung "The Washington Post" vor. Auch die direkte Unterstützung von Donald Trump wird in den Stellungnahmen thematisiert.

Der Konflikt schwelt bereits seit geraumer Zeit und hat sich in mehreren öffentlichen Erklärungen zugespitzt. Bereits im Oktober 2025 rief Young zum Boykott von Amazon und der zum Konzern gehörenden Supermarktkette Whole Foods Market auf. Dabei warnte er vor einem "Zeitalter der Unternehmenskontrolle" und kritisierte den wachsenden Einfluss großer Konzerne auf Politik und Gesellschaft. Ende Januar 2026 bekräftigte Young seine Haltung erneut und stellte klar, dass seine Musik "niemals bei Amazon erhältlich sein" werde, solange das Unternehmen von Bezos geführt wird. Wirtschaftliche Nachteile nehme er dabei bewusst in Kauf. In seinen Appellen ruft Young seine Anhängerschaft dazu auf, alternative Wege zu unterstützen, etwa den Kauf von Musik über unabhängige Plattformen oder im lokalen Handel. Der Fokus liege darauf, kleinere Anbieter zu stärken und wirtschaftliche Strukturen jenseits der großen Technologiekonzerne zu fördern.

Ähnliche Artikel:

  1. Neil Young vs. AMAZON geht in die nächste Runde
  2. Neil Young will Amazon boykottieren: Ziehe Musik zurück
  3. Neil Young teilt Protestvideo 'As Time Explodes'

Januar 24, 2026

Neil Young vs. Amazon
Neil Young ruft erneut zum Boykott von Amazon auf. In einer Mitteilung auf seiner Website begründet er diesen Schritt damit, dass Amazon-Chef Bezos US-Präsident Trump unterstützt. Bereits im Oktober hatte Young den Rückzug seiner Musik vom Streaming-Dienst Amazon-Music durchgesetzt. Von physischen Medien wie CDs und DVDs werden durch die Plattform nur noch Restbestände abverkauft. Den Schaden für seine Plattenfirma nehme er in Kauf, so der Musiker, dem die damit gesendete Botschaft wichtiger sei. Hier die Mitteilung ins Deutsche übersetzt:

"Amazon gehört Jeff Bezos, einem milliardenschweren Unterstützer des Präsidenten. Die internationale Politik des Präsidenten und seine Unterstützung der ICE machen es mir unmöglich, seine Handlungen zu ignorieren. Wenn Sie genauso denken wie ich, empfehle ich Ihnen dringend, AMAZON nicht zu nutzen. Es gibt viele Möglichkeiten, AMAZON zu meiden und stattdessen einzelne Amerikaner und amerikanische Unternehmen zu unterstützen, die die gleichen Produkte anbieten. Ich habe das mit meiner Musik getan, und wer danach sucht, kann sie an vielen anderen Orten finden.

Plattenläden bieten alle meine Vinyls und CDs an, während es in der digitalen Welt viele alternative Möglichkeiten gibt, meine Musik zu kaufen, wenn sie Ihnen gefällt. Meine Musik wird niemals bei AMAZON erhältlich sein, solange es Bezos gehört. Meine Haltung ist leider auf kurze Sicht schädlich für meine Plattenfirma, aber ich halte die Botschaft, die ich damit sende, für wichtig und klar.

Vielen Dank, dass Sie Musik lokal oder bei unabhängigen digitalen Diensten kaufen.

NY"

Ähnliche Artikel:
  1. Neil Young will Amazon boykottieren: Ziehe Musik zurück
  2. Neil Young wechselt zu Amazon
  3. Amazon Music HD - Neil Young freut sich über Konkurrenz

Oktober 08, 2025

Neil Young vs. Amazon
Neil Young legt sich erneut mit einem Großkonzern an. Diesmal trifft es Amazon. In einer scharf formulierten Erklärung kündigte der Musiker an, dass seine Musik in Kürze nicht mehr über die Plattform verfügbar sein wird. In der am 8. Oktober 2025 auf seiner Website veröffentlichten Mitteilung fordert er dazu auf, nicht mehr bei Amazon sowie dessen US-Supermarktkette "Whole Foods" einzukaufen: "FORGET AMAZON AND WHOLE FOODS“.

Die Menschen sollten stattdessen "lokal kaufen" und "direkt kaufen". "Hört auf, bei den großen Konzernen zu kaufen", so Young.  Die Verbraucher sollten lieber ihre Gemeinschaft unterstützen und lokale Geschäfte aufsuchen. Das Ziel sei es, Amerika zurückzuerobern ("Take America Back“), indem man das Richtige tue und lokale Unternehmen unterstütze.

Young ermutigt seine Fans und die Öffentlichkeit, nicht zu den großen Unternehmen zurückzukehren. Er kritisiert, dass diese großen Unternehmen Amerika "verkauft haben" (sold out America). Er beschuldigt die Konzerne zudem, die US-Regierung lahmgelegt, das Einkommen der Menschen gefährdet, die persönliche Sicherheit untergraben sowie die gesundheitliche Absicherung von Familien gefährdet zu haben. Namentlich erwähnt Neil Young den Amazon-Boss Jeff Bezos, der die Trump-Regierung unterstütze. Amerika stehe am Beginn eines "Zeitalter der Unternehmenskontrolle“ (Corporate Control Age). Jeder müsse daher etwas aufgeben, um das Land zu retten. Er selbst ziehe daher seine Musik von Amazon zurück. Neil Young: "Bald wird meine Musik dort nicht mehr zu finden sein.“

Ähnliche Artikel:

  1. Neil Young verlässt aus Protest Facebook und Instagram
  2. SPOTIFY ade - Verzicht auf 60 Prozent Streaming-Umsätze
  3. Neil Young legt sich mit Google an

August 28, 2020

Neil Young Amazon
Neil Young setzt offenbar auf Amazon als künftigen Vertriebskanal. Am 18. September erscheint dort exklusiv die EP "The Times" als "Amazon Original". Die EP enthält die sieben Songs der Fireside Session vom 1. Juli (Setlist rechts im Radar). Die von Ehefrau Daryl Hannah mit einem Apple iPad aufgenommene Session hat der Musiker zusammen mit Produzent Niko Bolas für die Veröffentlichung aufbereitet.

"Ich bin bei Amazon Music, weil niemand einen besseren Klang für die Massen liefert", erklärt Young seinen Schritt. Amazon werde die EP auf seinem hochauflösenden Streaming-Dienst HD Music in 24bit/44kHz anbieten. Auch das Video der Session auf Neil Youngs Veranda in den Rocky Mountains werde ab dem 18. September als Video-on-Demand auf Amazon Prime verfügbar sein.

Neil Young hatte den Schritt hin zum weltgrößten Online-Anbieter bereits vor ein paar Wochen angedeutet. In einer Mitteilung an die Abonnenten seiner Archivseite sprach der 74-jährige damals davon, ein größeres Publikum erreichen zu wollen. "Uns ist klar, dass NYA nur eine Nische ist und dass uns das breite Publikum noch gar nicht kennt", schrieb Young. Der Öffentlichkeit werde daher einfacherer Weg eröffnet, die von der Archivseite angebotene Qualität zu bekommen. 

Mit Amazon HD Music scheint er dieser Weg nun gefunden zu haben. Neben der im Vergleich zur eigenen Webseite ungleich größeren Reichweite wird dabei auch eine Rolle gespielt haben, dass physische Medien und klassische Vertriebswege über den stationären Handel pandemiebedingt noch stärker unter Druck geraten sind. Neil Young, der allein in den kommenden vier Monaten einschließlich der EP noch vier Alben sowie das zweite Archiv-Boxset verkaufen will, musste reagieren - zumal einige der Alben zusätzlich auch als Blu-Ray erscheinen sollen und für 2021 noch viel mehr Archivalben auf der Veröffentlichungsliste stehen.

Ähnliche Artikel:

  1. Neil Young kündigt 4 Alben und ein Boxset für 2020 an
  2. 6. Kaminkonzert: Protestsongs auf der Veranda
  3. News-Update: Neil Youngs Sommerferienprogramm

September 17, 2019

Neil Young Amazon Music HD
Neil Young auf Amazon Music HD
Auch Amazon bietet ab heute hochauflösendes Musikstreaming an - und hat Neil Young als Werbebotschafter gewonnen. "Dies wird das größte Ereignis in der Musik seit der Einführung von digitalem Audio vor 40 Jahren", erklärt Young, der zahlenden Abonnenten über seine eigene Archiv-Webseite selber Musikstreams im hochauflösendem Format XStream anbietet. Davor hatte er schon mit dem dreieckigen Pono-Player erfolglos versucht, audiophile Pionierarbeit zu leisten und dem qualitativ schlechten MP3-Format Paroli zu bieten. 

Amazon Music HD setzt sich mit zwei neuen Stufen von seinem bisherigen MP3-Streamingangebot ab. Die Stufe "HD" bietet mit 16 Bit und 44,1 kHz CD-Qualität. Stufe zwei nennt sich "Ultra HD" und hat mit 24 Bit und 192 kHz dieselbe hohe Auflösung wie Neil Youngs XStream-Format. Amazon Music HD kostet für Neukunden 14,99 Euro im Monat. Wer schon Kunde von Amazon Music Unlimited oder Prime ist, zahlt monatlich 12,99 Euro. Kunden von Amazons Musikstreamings ohne HD-Qualität können für jeweils 5 Euro upgraden. Derzeit wird ein auf 90 Tage begrenztes kostenfreies Probeabo angeboten, mit sich die Qualität testen lässt. Amazon gibt an, dass in Music HD mehr als 50 Millionen Songs in verlustfreier HD-Qualität vorliegen. Millionen weiterer Songs sollen zudem in Ultra-HD-Qualität vorliegen, darunter fast alle Alben von Neil Young. 

Welche Auswirkungen Amazons Schritt auf Youngs eigenen Streaming-Dienst heben wird, ist derzeit schwer abschätzbar. Preislich liegt der Musiker mit 19,99 Euro für ein Jahresabo deutlich unter Amazons Preisen, die sich im Jahr auf bis zu 180 Euro summieren können. Dafür erhält man bei Amazon allerdings Zugriff auf nahe zu alle Musiker und Alben, während Youngs 20 Euro-Angebot nur Zugriff auf seine eigene Musik erschließt. Ausgleich schaffen zusätzliche Exklusivangebote wie Filme, Livestreams von Konzerten, Erstzugriff auf Tickets sowie aufwändig präsentierte Zusatzinformationen zu den Alben und Tracks. Update: Youngs Hi-Res Streamingservice  ist über die NYA- App auch per Mobiltelephon oder Tablet unterwegs nutzbar. Amazons HD Music dagegen nur über PCs oder kompatible stationäre Audiogeräte. Die Amazon Music-App kennt (noch) kein HD-Streaming. Ob Neil Young damit seine Abonnentenbasis von derzeit etwa 20.000 zahlenden Kunden halten oder gar steigern kann, bleibt abzuwarten. 

Ähnliche Artikel:
  1. Von Pono zu Xstream - Neil Young mit neuem Buch
  2. Neil Young: Nächste Tour erst 2020 - Vorrang für Filmprojekte
  3. Neil Youngs Archiv jetzt auch als App für Android
/* Gallery */