April 06, 2026

Neil Youngs vs. Amazon: Archives wechseln Server-Anbieter

Neil Young vs. Amazon
Neil Young verschärft seinen Konflikt mit dem Technologiekonzern Amazon und zieht nun auch auf technischer Ebene Konsequenzen. Wie NYA-Archivar Phil Baker jetzt auf Youngs Webseite mitteilte, hat das Team der "Neil Young Archives" eine umfassende Migration der Server-Plattform eingeleitet: Weg von Amazon Web Services (AWS), hin zum Cloud-Anbieter DigitalOcean mit Sitz in Colorado.

Dieser Schritt markiert eine weitere Eskalationsstufe in Youngs konsequent geführtem Boykott. Der Umzug des umfangreichen digitalen Archivs gilt als technisch anspruchsvoll und finanziell aufwendig. Laut Baker werde die Migration mehrere Monate in Anspruch nehmen, für Nutzer soll sie jedoch weitgehend unbemerkt bleiben. Das Ziel bestehe darin, den laufenden Betrieb der Plattform ohne Einschränkungen fortzuführen.

Mit dem Wechsel verabschiedet sich Young von einer Infrastruktur, die weltweit von unzähligen Unternehmen genutzt wird. Damit vollzieht er faktisch die vollständige geschäftliche Trennung von Amazon. Diese Entscheidung ist Teil eines größeren politischen Statements, das der Musiker seit Monaten öffentlich formuliert. Bereits zuvor hatte Young seine Musik von Amazon Music abgezogen und den Verkauf von Artikeln über den Konzern eingestellt. Im Zentrum der Kritik steht Jeff Bezos. Konkret wirft das Umfeld von Young dem Unternehmer unter anderem politische Einflussnahme sowie den Umgang mit der von ihm gekauften Zeitung "The Washington Post" vor. Auch die direkte Unterstützung von Donald Trump wird in den Stellungnahmen thematisiert.

Der Konflikt schwelt bereits seit geraumer Zeit und hat sich in mehreren öffentlichen Erklärungen zugespitzt. Bereits im Oktober 2025 rief Young zum Boykott von Amazon und der zum Konzern gehörenden Supermarktkette Whole Foods Market auf. Dabei warnte er vor einem "Zeitalter der Unternehmenskontrolle" und kritisierte den wachsenden Einfluss großer Konzerne auf Politik und Gesellschaft. Ende Januar 2026 bekräftigte Young seine Haltung erneut und stellte klar, dass seine Musik "niemals bei Amazon erhältlich sein" werde, solange das Unternehmen von Bezos geführt wird. Wirtschaftliche Nachteile nehme er dabei bewusst in Kauf. In seinen Appellen ruft Young seine Anhängerschaft dazu auf, alternative Wege zu unterstützen, etwa den Kauf von Musik über unabhängige Plattformen oder im lokalen Handel. Der Fokus liege darauf, kleinere Anbieter zu stärken und wirtschaftliche Strukturen jenseits der großen Technologiekonzerne zu fördern.

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