Dienstag, 3. Mai 2016

UPDATE: 'Desert Trip' mit Young, Dylan und Stones bestätigt

Das Mega-Konzert mit den sechs Musikikonen Neil Young, Bob Dylan, Paul McCartney, The Rolling Stones, The Who und Roger Waters findet tatsächlich statt. Neil Young bestätigte heute als letzter die Teilnahme an dem Konzert der Giganten, nachdem die fünf anderen bereits am Wochenende entsprechende Videos mit der Botschaft "October" auf ihren Webseiten gepostet hatten. 

Die Veranstalter des jährlich im April statt­findenden Coachella­-Festivals, Golden­voice und AEG Live, präsentieren die sechs Musiker und ihre Bands am 7. bis 9. Oktober auf dem Coachella Festival­gelände in Indio, Kalifornien. Der dreitägige Event heiß nun offiziell "Desert Trip". Je zwei Acts werden an einem der drei Abende auf der Bühne stehen. Laut Veranstalter treten die Künstler in folgenden Kombi­nationen auf Rolling Stones/Bob Dylan am 7., Neil Young + Promise of the Real/Paul McCartney am 8. und The Who/Roger Waters am 9. Oktober.

Neil Youngs Manager Elliot Roberts hatte davon gesprochen, dass man vermutlich nie wieder eine Chance bekomme, eine Zusammenstellung wie diese zu sehen. Fest steht aber: die Mehrheit der beteiligten Künstler wird auch nie wieder eine Chance auf eine solche Einzelgage bekommen. Brachenexperten schätzen die Antrittsprämie auf  jeweils sieben Millionen Dollar.

UPDATE: Die Veranstalter vermarkten die Tickets für "Desert Trip" ab Montag, den 9. Mai hier über die "Desert Trip-Webseite". Die Preise starten bei 199 Dollar für einen Stehplatz an einem einzigen Tag bis zu 1.599 Dollar für reservierte Sitze an allen drei Tagen. Ein 3-Tage-Stehplatzticket liegt bei 399 Dollar. Pakete mit Shuttle-Service sind auch erhältlich [Weiter: Videos der 6 Bands/Künstler ...]
October

Montag, 2. Mai 2016

New Orleans: Regen, Schlamm und lange Songs

(c) Stacey Pfingsten
Neil Young rockt im Dauerregen
Die vierte und letzte Show der Rebel Content Tour in den US-Südstaaten stand auf des Messers Schneide. Heftige Gewitter und starker Regen hatten am bereits Samstag den Abbruch des Programms beim New Orleans Jazz & Heritage Festivals erzwungen. Das Festivalgelände stand zeitweilig komplett unter Wasser. Auch am Sonntag machten Wetterkapriolen und der Schlamm auf dem Gelände Probleme.

Neil Young + Promise of the Real zeigten dem Regen musikalisch den Stinkefinger und eröffneten das auf acht Songs verkürzte Festival-Set mit einem über 20-minütigem "Fuckin' Up". Auch das nachfolgende "Cortez The Killer" - ebenfalls über 20 Minuten lang - passte mit seinem "Dancing across the water" perfekt zur Seenlandschaft vor der Bühne. "Love And Only Love" mit 30 Minuten war ein weiterer überlanger Song im Regen (Setlist rechts im Radar).

Bereits am Freitag hatten Neil Young + Promise of the Real beim Beale Street Festival in Memphis ihr Set wegen wetterbedingter Verschiebungen komplett umgestellt. Neil Youngs akustischer Solo-Part entfiel und die Band eröffnete das Konzert elektrisch mit einer epischen, 35 Minuten langen Version von "Down By The River". Ein passender Song angesichts des vom Regen in eine Schlammwüste verwandelten Festivalgeländes.

Die letzte Show der US-Minitour ist am Sonntag in New OrleansAlle weiteren Tourtermine hier im Rusted-Moon-Tourkalender sowie auf der Tourlandkarte.

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Samstag, 30. April 2016

Revolution Blues: Mörder-Song nach 29 Jahren wieder live

Neil Young hat beim Konzert am 26. April in New Braunfels "Revolution Blues" vom Album "On The Beach" gespielt - das erste mal seit 29 Jahren (Video links).

1987 stand der Song ein einziges Mal in einer Show mit "Crazy Horse" auf der Setlist. Davor spielt er ihn 1983 ein paar Mal auf der "Solo Trans"-Tour und davor 1974 auf der "Doom"-Tour mit CSN&Y. Mit nur 39 Aufführungen rangiert der Song unter den seltenen Perlen in Youngs Werk.

Warum Neil Young "Revolution Blues" ausgerechnet im April 2016 aus dem Dornröschenschlaf weckte, ist bislang unbekannt. Die Taten der Manson-Family im August 1969, auf die der düstere Songtext Bezug nimmt, liegen 47 Jahre zurück. Allerdings rückten die sieben Morde vor kurzen wieder ins öffentliche Bewusstsein. Charles Manson, ursprünglich zum Tode verurteilt, verbüßt seit 1969 eine lebenslange Haftstrafe. Derzeit beschäftigt sich in Kalifornien ein Ausschuss mit dem erneuten Gnadengesuch einer seiner Mittäterinnen, Leslie Van Houten. Ihre Freilassung gilt diesmal als möglich. Zuvor war ein Gnadengesuch von Bruce Davis, einem weiteren Mitglied der Manson-Sekte, abgelehnt worden. Vor wenigen Tage wurden zudem die sterblichen Überreste einer kanadischen Studentin identifiziert, deren Leiche 1969 in der Nähe des Tatortes gefunden wurde, an dem der Mord an Sahron Tate geschah. Derzeit laufen Ermittlungen, ob die damals 19-jährige Studentin das achte Opfer der Manson-Family war. 

Neil Young war Chales Manson damals im Laurel Canyon persönlich begegnet. Der spätere Anführer der Mord-Sekte hatte als Musiker vergeblich versucht, Kontakte zu Plattenfirmen zu knüpfen und auch Neil Young um Unterstützung gebeten.
"Neil Young", "Revolution Blues"

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Freitag, 29. April 2016

Nashville-Show mit Pocahontas und Powderfinger

"Neil Young", Nashville, 2016
Neil Young ist am Donnerstagabend mit Promise of the Real in die Country-Metropole Nashville zurückgekehrt. Dort hatte er 1971 sein Album "Harvest" aufgenommen und 2005 den gleichnamigen Konzertfilm gedreht. Auch "A Letter Home", sein "Telefonzellen-Album", entstand 2014 in Nashville. Zusammen mit den Nelson-Brüdern stand Neil Young im Rahmen der Rebel Content Tour 2016 auf der Bühne des Ascend Amphitheatre. Gegenüber dem Tourauftakt am Dienstag in New Braunfels gab es in Nashville ein paar Änderungen in der Setlist.

Pocahontas" vom Album "Rust Never Sleeps" wurde erstmals auf der Rebel Content Tour gespielt. Andere Songs wie "Powderfinger" und "Fuckin' Up" dagegen standen schon im letzten Jahr in Neil Youngs Setlist mit Promise of the Real. Im Programm blieb auch "Okie from Muskogee" das Merle Haggard-Tribute - schließlich spielte man in Nashville (Vollständige Setlist rechts imRadar).

Bereits am heutigen Freitagabend spielt die Band in Memphis beim "Beale Street Festival". Alle weiteren Tourtermine hier im Rusted-Moon-Tourkalender sowie auf der Tourlandkarte.

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Donnerstag, 28. April 2016

Neil Youngs neues Album EARTH erscheint am 17. Juni

"Neil Young", Earth
Jetzt steht es fest: Neil Youngs neues Album heißt "EARTH" und erscheint weltweit am 17. Juni (in Deutschland vermutlich am 14. Juni). Das Album ist ab sofort als Doppel-CD, 3-fach-Vinyl und als Pono-Version in Neil Youngs Webstore und bei den üblichen Online-Händlern vorbestellbar. Das Albumcover sieht exakt so aus wie vor fünf Wochen von Rusted Moon enthüllt. Neil Young bietet in seinem Store limitierte Bundles mit jeweils einem Poster an. Die Doppel-CD mit Poster kostet 28,99 Euro, drei Vinyl-LPs mit Poster kosten 48,99 Euro. Die Vinyl-Version erscheint am 12. August.

Das Album enthält 13 Songs von Alben aus der gesamten Karriere Neil Young, angefangen von "After The Gold Rush" von 1970, über "Ragged Glory" von 1990 bis zu "The Monsanto Years" von 2015. Die Songs wurden live während der letztjährigen Rebel Content Tour mit Promise of the Real aufgenommen und im Studio mit Overdubs versehen. Es sind sowohl Songs des akustischen Solo-Sets, als auch Songs des elektrischen Sets enthalten.

Laut Pressetext wurden die Aufnahmen neben im Studio eingespielten Overdubs der Band auch mit Klangelementen der Erde wie Stadtgeräusche, Hupen, Insektenzirpen sowie Tiergeräusche von Bären, Vögeln, Grillen, Bienen, Pferden, Kühen angereichert. Dadurch soll "eine seltsame, aber wunderschöne Athmospähre" entstehen. Zwischen den einzelnen Songs ist keine Pause, sie gehen ineinander über. [Weiter: Tracklist ...]

Lukas Nelson über 'EARTH': Einzigartige Hörerfahrung

Neil Young - EARTH
Lukas Nelson hat ein weiteres Appetithäppchen des neuen Albums von Neil Young + Promise of the Real serviert. In einem Post auf seiner Facebook-Seite und auf Twitter schrieb er am Dienstag:
"Ich habe gerade unser neues Album "Earth" mit Neil Young angehört ... Eine der einzigartigsten Hörerfahrungen, die ich jemals hatte. Raucht ein paar 'Willies Reserve', lehnt Euch zurück und hört es an. Es ist, als wäre 'After The Gold Rush' nur ein Teil eines langen Liedes namens 'EARTH' .. Die Qualität der Live-Aufnahmen, im Mix mit der im Studio aufgenommenen Ebene, ist außergewöhnlich .. Und die Band .. mit Micah .. Es explodiert geradezu ...
Es ist, als liefe ein Ridley Scott Film im Kopf ab .. Oder als wenn man sich 'Starwars' oder 'Blade Runner' zum ersten Mal ansieht ... wenn ihr Musik mögt, werdet ihr diese Platte lieben! Es ist auch musikalisch das Relevanteste, was ich je gehört habe ... Was für eine Reise ... Es wird bald erscheinen .. Haltet danach Ausschau."
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Mittwoch, 27. April 2016

New Braunfels: Tourstart mit gleich drei Nelsons

"Willie Nelson", "Neil Young"
Willie Nelson, Neil Young 
Neil Young + Promise of the Real sind am Dienstagabend in Texas in die Konzertsaison 2016 gestartet. Beim ersten von vier Konzerten einer Mini-Tour in den US-Südstaaten standen Neil Young und die Band der beiden Nelson-Brüder im Whitewater Amphitheatre in New Braunfels auf der Bühne. Überraschend gesellte sich auch deren Vater Willie Nelson für zwei Songs dazu. Neben “Are There Any More Real Cowboys?“ spielten sie gemeinsam “Okie From Muskogee“ zu Ehren der kürzlich verstorbenen Country-Legende Merle Haggard.

Einen brandneuen Song gab es zum Tourstart nicht, dafür erneut das unveröffentlichte  "I Won't Quit". Zu den erstmals mit den Nelsons gespielten Klassikern aus Neil Youngs riesigem Fundus gehörten diesmal “Someday“ und “The Needle and the Damage Done“. Mit “Revolution Blues“ war außerdem wieder eine echte Rarität im Programm. Der Song vom Album "On The Beach" erklang live zuletzt vor 29 Jahren.

Das Konzept der Show mit diesmal insgesamt 19 Songs entsprach ansonsten dem der Rebel Content Tour des letzten Jahres. Nach einem akustischen Set folgten folkige Songs, ehe es elektrisch härter zur Sache ging. Auffällig: Von den Songs des letzten Albums war nur noch der Titelsong "The Monsanto Years" dabei.

Die nächste Show startet am Donnerstagabend im Ascend Amphitheatre in Nashville mit Singer-Songwriter Steve Earle im Vorprogramm. Alle weiteren Tourtermine hier im Rusted-Moon-Tourkalender sowie auf der Tourlandkarte.

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Dienstag, 26. April 2016

Neil Young + Promise of the Real starten die Toursaison 2016

Heute Abend werden Neil Young + Promise of the Real zum ersten Mal in diesem Jahr wieder bei einem öffentlichen Konzert auf der Bühne stehen. Vorher hatte die Band lediglich im Januar ein umstrittenes Privatkonzert in Paris gespielt. Im Whitewater Amphitheatre in New Braunfels, Texas startet jetzt eine Mini-Tour mit insgesamt vier Auftritten im Süden der USA, bevor es Anfang Juni zu einer ausgedehnten Tour nach Europa geht.

New Braunfels ist eine von deutschen Einwanderern gegründete Stadt, die vor allem für ihr traditionell im November stattfindendes "Wurstfest" berühmt ist. Vielleicht brät Neil Young am Dienstagabend in New Braunfels ja eine Extrawurst in Form einer Songpremiere. Mit Blick auf das für Juni angekündigte neuen Album "Earth", das angeblich nur bearbeitete Live-Aufnahmen bekannter Songs enthalten soll, wäre neues Songmaterial eine Überraschung. 

Im Vorprogramm tritt Lucinda Williams auf, die erst vor ein paar Tagen im Rahmen ihrer eigenen Tour zum neuen Album "Ghosts Of Highway 20" schon zwei Shows in New Braunfels spielte. Williams hat kürzlich neue Sommertermine in Europa bekannt gegeben. Nicht auszuschließen, dass sie auch dort hier und da im Vorprogramm Neil Youngs auftaucht.

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Montag, 25. April 2016

Neil Youngs Jungbrunnen: Happy Birthday Micah Nelson

"Neil Young", "Micah Nelson"
Neil Young & Micah Nelson im Juli 2015 - Foto (c) Howell Posner
Herzlichen Glückwunsch Jacob Micah Nelson! Einen Tag vor dem Start der Rebel Content Tour 2016 wird heute der jüngste Sohn von Country-Legende Willie Nelson 26 Jahre alt.

Kein runder Geburtstag und eigentlich auch kein Grund hier besonders erwähnt zu werden. Vor Beginn der Tour, die im Sommer nach Europa führt, sollte man sich dennoch die 44 Jahre Altersunterschied kurz vor Augen halten, die Micah Nelson und Neil Young trennen - auf der Bühne fällt das nämlich kaum auf.


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Freitag, 22. April 2016

'Human Highway' und 'Rust Never Sleeps' erneut verschoben

"Human Highway", "Rust Never Sleeps"
Die Veröffentlichung der restaurierten Fassungen von Neil Youngs Filmen "Human Highway" und "Rust Never Sleeps" verzögert sich erneut. Ursprünglich für den 22. April geplant, dann auf den 6. und später auf den 27. Mai verschoben, wird jetzt der 10. Juni als neuer Erscheinungstermin angegeben. Das Datum wurde inzwischen in Neil Youngs Webstore, als auch bei Online-Händlern wie Amazon angepasst.
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Dafür gibt es aber eine gute Nachricht für europäische Fans: Beide Filme erscheinen jeweils als Blu-Ray und auf DVD auch mit europäischem Regionalcode und im TV-Format PAL. Ein Import der nicht auf allen Playern abspielbaren amerikanischen NTSC-Fassung ist daher nicht notwendig. Amazon-Deutschland hat "Human Highway" und "Rust Never Sleeps" schon gelistet. UPDATE: Vorbestellungen sind schon möglich.

Mit "Human Highway" legt Neil Young seine Atom-Komödie von 1982 als Director's Cut in der ursprünglich vorgesehenen Schnittfassung vor. Der Konzertfilm "Rust Never Sleeps" mit Aufnahmen der gleichnamigen Tour von 1978 wurde digital remastert und mit einer neuen Tonspur im 5.1 Surroundmix versehen.

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Sonntag, 17. April 2016

Kein Konzert am Rhein: Neil Young ist für Bonn zu laut

Neil Young Live
Neil Youngs Rebel Content Tour hätte ihn und "Promise of the Real" auch in die Bonner Rheinaue führen können. Das erzählte der örtliche Veranstalter der Open-Air-Location Kunst!Rasen in Bonn, Ernst-Ludwig Hartz, jetzt dem Bonner General-Anzeiger. Am Ende scheiterte die Verpflichtung an den Lärmschutzauflagen der Stadt. „Neil Young hätten wir haben können, aber er ist einfach zu laut für unseren Platz“, so Hartz gegenüber der Zeitung. Die akustische Obergrenze in Bonn liege bei 93,3 Dezibel, doch der Kanadier drehe seine Gitarre gern etwas kräftiger auf. Jetzt macht die Rebel Content Tour in Deutschland in Leipzig und Berlin Station.

Der Artikel des General-Anzeigers gibt auch sonst interessante Einblicke in die geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze der Konzertveranstalter, die sich untereinander möglichst wenig ins Gehege kommen wollen. Auch die ungünstige Kostenstrukturen von Veranstaltern wie Harzt wird thematisiert. Temporäre Open-Air-Locations wie die Bonner Rheinaue müssen mit dem Aufbau der Bühne und der benötigten Infrastruktur wie Toiletten oder Zäune einen erheblichen Aufwand betreiben - und diesen dann auch refinanzieren. Nicht immer geht die Rechnung auf. So zahlte der Veranstalter von Neil Youngs Konzert auf dem Ulmer Münsterplatz 2014 ordentlich drauf. Die Einnahmen durch die Tickets deckten am Ende nicht die Kosten, die durch Garantiegage und die Herrichtung des Münsterplatzs als temporären Auftrittsort entstanden waren.

Veranstaltungsorte wie die Berliner Waldbühne, einer der beiden diesjährigen Stationen Neil Youngs in Deutschland, haben es da einfacher. Sie werden kontinuierlich bespielt und brauchen keine extra Aufbauten. Aber auch diese Bühne müssen sich an zahlreiche Auflagen halten, die kommunale Verordnungen, Landesimissionsschutzgesetze oder drohende Klagen von Anwohnern vorgeben. Neben Obergrenzen für die Lautstärke gehören dazu vor allem die örtlichen Sperrstunden. Deren Überschreitung geht allerdings zulasten des Künstlers. Auch Neil Young zahlt immer wieder fünfstellige Summen aus der eigenen Tasche, weil er durch eine Zugabe die örtliche Sperrstunde nur für ein paar Minuten überschreitet.

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Freitag, 15. April 2016

Mega-Konzert mit Neil Young, Rolling Stones und Bob Dylan

"Coachella", "Neil Young", "Rolling Stones", "Bob Dylan"
Neil Young könnte im Oktober bei einem wahren Gigantentreffen mit den "Rolling Stones", Bob Dylan, Paul McCartney, "The Who" und Roger Waters auf der Bühne stehen. Wie die Zeitung "The Los Angeles Times" heute berichtet, soll diese Mega-Lineup für die Veranstalter des Coachella Valley Music & Arts Festivals auftreten.

Der Zeitung zufolge stehen die Pläne der Konzertveranstalter offenbar kurz vor der Vollendung. Die "Los Angeles Times" zitiert Neil Youngs Manager Elliot Roberts: "Es ist in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes, weil man vermutlich nie wieder eine Chance bekommt, eine Zusammenstellung wie diese zu sehen. Es ist eine Show, auf die ich lange Zeit wie auf keine andere gewartet habe."

Diese besondere Coachella-Ausgabe, das reguläre Festival findet stets im April auf dem Empire Polo Field in Indio, Südkalifornien stattf, soll den Plänen nach am 7. Oktober mit den Auftritten der Stones und von Bob Dylan beginnen. Am 8. Oktober folgen dann Neil Young + Promise of the Real sowie Paul McCartney. Den Abschluss sollen am 9. Oktober "The Who" und Ex-"Pink Floyd" Bassist Roger Waters bilden.

Die sechs Ikonen der Rockmusik haben in dieser Kombination noch nie zusammen eine Bühne geteilt. Allerdings spielte Neil Young schon mit Bob Dylan, "The Who" und Paul MacCartney bei seinen Bridge School Benefitzkonzerten und anderen Gelegenheiten zusammen. Mit Roger Waters war er zuletzt wegen eines geplanten Auftritts in Israel aneinander geraten. Der "Pink Floyd"-Bassist hatte Young und andere Künstler zum Boykott wegen Israels Palästina-Politik aufgefordert.

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Donnerstag, 14. April 2016

Neil Young am 12. Juli beim Jazz Festival in Montreux

Neil Young Montreux 2016
Neil Young wird bei der 50. Ausgabe des traditionsreichen Montreux Jazz Festivals auftreten. Er spielt dort mit Promse of the Real am 12. Juli im Rahmen der Rebel Content Tour 2016. Zuletzt war Neil Young vor 15 Jahren mit "Crazy Horse" beim Festival am Genfer See, dessen brennendes Casino "Deep Purple" einst zu "Smoke on the Water" inspirierte. Karten für das Konzert sind ab sofort erhältlich.

Alle Tourtermine von Neil Young in der Übersicht hier im Rusted Moon-Tourkalender sowie in der Tourneelandkarte.

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Mittwoch, 13. April 2016

Vor 50 Jahren: Neil Young wird zum Indianer

"Neil Young", Indianer, 1966
Eine echte Stil-Ikone ist Neil Young nie gewesen. Außer vielleicht, man zählt Flanellhemden und Flickenjeans zu den wegweisenden modischen Errungenschaften. Der farbenblinde Musiker ist eher bekannt dafür, im Kleiderschrank gelegentlich kräftig daneben zu greifen. Auch seine Bühnenoutfits sind in der Regel eher schlichter Natur. Größere Mühe verwendet Neil Young vor allem darauf, welches Motiv auf der Brust seines T-Shirts prangt. Farbe, Passform oder Bügelgrad sind dabei eher zweitrangig. 

Vor ziemlich genau 50 Jahren, als Neil Young in Kalifornien mit der im April 1966 gegründeten Gruppe "Buffalo Springfield" seinen Durchbruch hatte, war das für kurze Zeit anders. Damals fiel der ansonsten notorisch hemdsärmelige Kanadier durch eine geradezu extravagante Bühnenkleidung auf: Neil Young mutierte auf der Bühne zum Indianer. Lederjacken mit Fransen, die fast bis zum Boden reichten, Lederhosen  und Indianerhalsschmuck wurden zu seinen Markenzeichen. Sein erstes Geld, das Neil Young mit "Buffalo Springfield" durch ein mehrwöchiges Engagement als Hausband im legendären Club "Whisky A-Go-Go" in West-Hollywood verdient hatte, investierte er in Kleidung. [Weiter: Neil Youngs Indianeroutfit ...]

Montag, 11. April 2016

Neues von EARTH: Album hat 13 Songs und dauert 98 Minuten

"Neil Young", "Earth"
Neil Young hat wieder ein paar Informationshäppchen zu seinem für Juni angekündigten Album "EARTH" präsentiert. In einem Post im Diskussionsforum seiner PONO-Webseite erzählt er davon, wie er jetzt das fertige Album auf seinem PonoPlayer über vollsymetrische Kopfhörer der Firma Audeze abhörte.

Neil Young (deutsch übersetzt): "98 ununterbrochene Minuten lang fließt EARTH als Zusammenstellung von 13 Songs aus meinem ganzen Leben. Songs, die ich über das Zusammenleben hier auf unserem Planeten geschrieben habe. Unser Tierreich ist auch gut im Publikum vertreten, und die Tiere, Insekten, Vögel und Säugetiere übernehmen tatsächlich manchmal den Vortrag der Songs. Mein Hörerlebnis im symmetrischen Modus offenbart die große Tiefe von EARTH wie es live mit Promise of Real eingespielt wurde."

Es folgt noch der Hinweis, dass Neil Youngs Firma PONO das neue Album zusammen mit PonoPlayern und vollsymetrischen Kopf- oder Ohrhörern als Bundle anbieten wird. Außerdem gehe es PONO gut, die Firma wachse in einem Tempo, das die notwendige Qualität garantiere. Der englische Markt komme als nächstes dran. Mit seinem Post lüftet Young also nicht das Geheimnis, was es mit den ominösen Tieren auf sich hat, die auf dem Album zu hören sein werden. Immerhin wissen wir nun, dass es 13 live mit "Promise of the Real" gespielte Klassiker aus seiner gesamten Karriere enthalten wird. Mit 98 Minuten Spielzeit ist zudem mit einer Doppel-CD zu rechnen. 

Samstag, 9. April 2016

Infografik: Die Abstände zwischen Neil Youngs Alben

Infografik, "Neil Young", Abstand, Alben
Alle zwölf Monate bringt Neil Young ein neues Album heraus - und das seit 50 Jahren. Das ist ist allerdings nur der statistische Mittelwert. Tatsächlich liegen zwischen den Veröffentlichungen der regulären Alben mal mehr, mal weniger als zwölf Monate. Manchmal hat Neil Young zwei Alben in einem Jahr vorgelegt, ein anderes Mal vergehen 34 Monate seit dem letzten Album. Und die Zeit zwischen seinen regulären Alben nutzte der Kanadier immer wieder für Projekte mit CSNY, für Archivalben oder Kompilationen. 

Rusted Moon hat in einer Infografik die 70 Alben seit dem Jahr 1966 aufgelistet und die Abstände zum jeweils vorhergehenden Album in Monaten (gerundet) aufgeführt. Als reguläre Alben gelten alle Solo-Alben, die Alben mit "Crazy Horse", "Pearl Jam", "Promise of the Real" sowie die ersten drei Alben mit "Buffalo Springfield". Als "Zwischenprodukte" gelten die Alben mit CSNY, Kompilationen wie "Decade" und "Greatest Hits", Projekte wie "Dead Man" sowie die Alben der Archivserien. Das Ergebnis ist ein echter "Produktivitätsmesser", der die jetzt 50-jährige Arbeitswut Neil Youngs anschaulich demonstriert. Noch nicht in der Grafik enthalten ist sein kommendes Album mit dem Arbeitstitel "Earth", das im Juni erscheinen soll - genau zwöf Monate nach dem letzten regulären Album "The Monsanto Years" und damit exakt im statistischen Mittel. [Weiter zur Infografik ...]