Freitag, 20. Januar 2017

Video: Neil Youngs TV-Auftritt vor 50 Jahren

Heute vor 50 Jahren stand Neil Young zum dritten Mal in seiner Karriere in einem TV-Studio. Am 20. Januar 1967 zeichnete der Sender ABC die 27. Folge der 4. Staffel seiner Unter­haltungs­sendung "Hollywood Palace" auf. Neben den Comedy-Größen Mel Brooks und Carl Rainer traten die "Kim Sisters" und "Buffalo Springfield" als Musikacts auf. Dabei stellten sie ein Medley aus ihrem damals aktuellen Hit "For What It's Worth" und Neil Youngs "Mr. Soul" vor.

Wie in der Sendung üblich, spielten die Musiker nicht live, sondern simulierten zum Vollplayback. Dafür hatte die Band die beiden Songs in den Gold Star Studios zusammengemischt. "For What It's Worth" geht nach nur 35 Sekunden in "Mr. Soul" über, das für die nächste Single der "Buffalos" vorgesehen war. Neil Young hatte für das Medley die nur wenige Tage zuvor in New York eingespielte Aufnahme mit neuen Gitarrensolos überspielt.

Neben der ungewöhnlichen Fassung von "Mr. Soul" überrascht der TV-Auftritt auch durch die Abwesenheit von Bassist Bruce Palmer. Der war zuvor New York wegen Drogenbesitzes verhaftet worden. Bei den TV-Aufnahmen ersetzt ihn Dickie Davis, ein Handlanger der Band. Davis, der überhaupt nicht Bass spielen konnte, sitzt deshalb mit dem Rücken zum Publikum und wird am Ende von Moderator Tony Martin per Handschlag begrüßt. Die Ausstrahlung der Sendung erfolgte am 8. April 1967.
Neil Young Hollywood Palace TV 1967

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Donnerstag, 19. Januar 2017

Neil Young fordert neues Wahlrecht in Kanada

Neil Young Kanada
Neil Young mischt sich wieder in die Politik seines Heimatlandes Kanada ein. Der Musiker gehört zu einer Reihen von Aktivisten, Künstlern und Wissenschaftlern, die sich in einer Petition an Kanadas Premierminister Justin Trudeau mit der Forderung nach einer Wahlrechtsreform gewandt haben. In dem Schreiben erinnert die Gruppe um Neil Young Kanadas Staatschef daran, dass dessen liberale Partei sich 2015 selber für die Abschaffung des geltenden relativen Mehrheitswahlrechtes eingesetzt habe. Jetzt solle Trudeau Taten folgen lassen und sich für die Einführung eines Mehrheitswahlrechts bis zur nächsten Parlamentswahl im Jahr 2019 einsetzen.

Beim relative Mehrheitswahlrecht, das auch in Großbritannien Anwendung findet, wird in jedem Wahlbezirk nur der Kandidat mit den meisten Stimmen ins Parlament gewählt. Das "first-past-the-post" (Deutsch: "Der erste, den den Zielpfosten passiert") genannte System bewirkt, dass die Stimmen für alle anderen Kandidaten bei der Verteilung der Parlamentssitze keinerlei Berücksichtigung finden. Das Wahlsystem führt damit zur Verzerrung der Stimmenergebnisse zugunsten der großen Parteien.

Obwohl Neil Young seit 50 Jahren in den USA lebt, hat er seine kanadische Staatsbürgerschaft nie abgegeben und ist in seinem Heimatland wahlberechtigt. Der Rockmusiker wurde 2009 mit dem "Order of Canada", Kanadas höchstem Orden für Zivilpersonen ausgezeichnet. Im Vorfeld der amerikanischen Präsidentschaftswahlen hatte Neil Young angekündigt, bei einem Sieg Donald Trumps nach Kanada auswandern zu wollen.

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Samstag, 14. Januar 2017

Bitte anschnallen: Alles über Neil Youngs Gitarrengurt

Neil Young Guitar Strap
Neben der schwarzen Gibson "Old Black" gehört der breite Gitarrengurt mit den auffälligen weißen Peace-Zeichen und Friedens­tauben zu den wohl bekanntesten Marken­zeichen Neil Youngs. Den Gurt, der 2017 sein 40-jähriges Bühnenjubiläum feiert, verbinden viele Fans ausschließlich mit "Neil Young & Crazy Horse". Dabei sind Herkunft und die vielen Veränderungen dieses Gitarrengurts so komplex und verworren wie die lange Karriere Neil Young selbst - "There is more to the picture than meets the eye ..."

Der Gurt war zwar immer an Neil Youngs Gibson Les Paul "Old Black" befestigt - aber keineswegs zu jeder Zeit und auf jeder Tour. Er stammt auch nicht direkt aus der "Rust Never Sleeps"-Ära mit "Crazy Horse", sondern kam zuvor bereits bei zwei anderen Bands zum Einsatz. Und im Verlauf seiner nun 40-jährigen Verwendung kam er in die Änderungs­schnei­derei und durchlebte wundersame Metamorphosen. Mit seinem zerfetzten und fadenscheinigen Äußeren sieht der Gitarrengurt heute aus, als hätten ihn Archäologen in den staubigen Überresten einer untergegangenen Rockmusik-Arena ausgegraben. Wer das auseinander­fallende Stück Textil auf der letzten "Rebel Content Tour" live gesehen hat, wundert sich, dass es die schwere Gibson-Gitarre überhaupt noch halten kann.

Höchste Zeit also, die Geschichte des legendären Gurts einmal ausführlich zu beleuchten. "Rusted Moon" hat dazu alle Daten & Fakten zu dem wohl berühmtesten Gitarren­gurt der Rockgeschichte recherchiert und stellt seine Herkunft, den Einsatz in Neil Young verschiedenen Karriere­abschnitten sowie seine zahlreichen Veränderungen detailliert da. [Weiter: Die Geschichte von Neil Youngs Gitarrengurt ...]

Mittwoch, 11. Januar 2017

Eddie Vedder spielt Neil Young zu Obama-Abschied

Pearl Jam-Frontmann und Young-Kumpel Eddie Vedder hat am Dienstag auf einer Veranstaltung in Chicago zur Verabschiedung von US-Präsident Obama Neil Youngs Klassiker "Rockin' In The Free World" in einer akustischen Version gespielt.

Zu Beginn der Veranstaltung, auf der Obama seine Abschiedsrede hielt, trat Vedder mit Mitgliedern des Chicagoer Kinderchores auf. Vedder spielte neben Neil Youngs Song und anderem noch Patti Smiths Hymne "People Have The Power". Präsident Obama, Eddie Vedder und Patti Smith stammen alle aus Chicago.

Pikant: Obamas Präsidentschaft endet mit demselben Song, mit dem vor eineinhalb Jahren Amtsnachfolger Donald Trump seine Präsidentschaftskandidatur angekündigt hatte. Trump löste damals heftige Reaktionen bei Neil Young und in den Medien aus. Für die Nutzung von "Rockin' In The Free World" hatte Trump zuvor keine Genehmigung des Musikers eingeholt. Später beschwerten sich auch zahlreiche andere Künstler über die ungefragte Verwendung ihrer Songs in der Trump-Kampagne. In der Folge hat der neue US-Präsident jetzt Probleme, Musiker für einen Auftritt bei den Feierlichkeiten zu seiner Amtseinführung am 20. Januar zu finden.
Eddie Vedder

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Sonntag, 8. Januar 2017

Bilanz bei den Coverversionen 2016: Ein schwaches Jahr

Neil Young Coversongs 2016
Nachdem es in den letzten Jahren statistisch wieder langsam aufwärts ging, gab es 2016 einen herben Rückschlag: Nur 23 Coverversionen fanden im abgelaufenen Jahr Ihren Weg auf ein offizielles Album anderer Musiker. Insgesamt verzeichnet die Rusted Moon-Coverdatenbank diesmal nur 20 Alben, auf denen Einzelkünstler oder Bands einen Song von Neil Young interpretiert haben. Zum Vergleich: 2015 waren es noch 41 Coverversionen.

Zu den bekanntesten Cover-Künstlern gehörte 2016 Norah Jones, die auf ihrem neuen Album "Day Breaks" Neil Youngs sehr persönlichen Song "Don't Be Denied" coverte und dabei den Schauplatz von Winnipeg nach Alasaka verlegte. Stilistisch waren auch 2016 alle relevanten Genres vertreten: Von Jazz (Karl Latham, Ralf Sturm), über Folk (u.a. Matthew Barber & Jill Barber), Country, und Pop. Neil Youngs Songs machen dabei stets eine gute Figur.

Mit "Tumbleweed" und "Who's Gonna Stand Up?" vom 2014er Album "Storytone" sind diesmal auch einige sehr junge Coversongs dabei. Ansonsten wurden auch 2016 überwiegend wieder  Neil Youngs Klassiker aus den 1970er Jahren interpretiert. [Weiter: Vollständige Cover-Statistik für 2016 ...]

Dienstag, 3. Januar 2017

Vor 50 Jahren: Die zehn Tage im New Yorker Ondine Club

Buffalo Springfield, Ondine, 1967
Foto (C) Thomas Monaster
Vor 50 Jahren, in den ersten Januartagen des Jahres 1967, spielte Neil Young mit "Buffalo Springfield" für mehr als eine Woche im New Yorker Club "Ondine". Nach einem Gig im "Night Owl Café" im Greenwich Village am 30. Dezember wurde die Band aus Los Angeles im "Ondine" für zehn Shows, von Sylvester bis zum 9. Januar 1967, als Vorband von "Mitch Ryder & the Detroit Wheels" verpflichtet.

Es war Neil Youngs erste Rückkehr nach New York, nachdem er dort ein Jahr zuvor erfolglos für das ELEKTRA-Label vorspielte und vergeblich nach Stephen Stills suchte. Damals fand er nur Richie Fury in Stills Apartment vor und machte sich ein paar Wochen später mit Bassist Bruce Palmer von Toronto nach Kalifornien auf. Nur ein dreiviertel Jahr nach Gründung von "Buffalo Springfield" standen nun genau diese vier - Neil Young, Bruce Palmer, Stephen Stills und Richie Furay, ergänzt um Drummer Dewey Martin - auf der Bühne des kleinen, aber angesagten Clubs auf der New Yorker East Side. Es war der erste Auftritt der Band an der Ostküste überhaupt.

Die zehn Tage im "Ondine" gingen aus gleich mehreren Gründen in die Geschichte der Band ein. Zum einen, weil an einem Abend Soul-Sänger Otis Redding auf die Bühne kam und mit ihnen "In the Midnight Hour" spielte. Später tauchte Redding auch bei einer Aufnahmesession in den New Yorker Atlantic Studios auf. "Buffalo Springfield" nahmen dort direkt nach dem "Ondine"-Engagement unter anderem mehrere Versionen von Neil Youngs Song "Mr. Soul" auf. Angeblich wollte Otis Redding den Song sogar für sich selber haben - als Nachfolger seiner erfolgreichen Version des Stones-Klassikers "Satisfaction". Neil Young verweigerte aber laut Dewey Martin seine Zustimmung. Otis Redding starb im darauf folgenden Dezember bei einem Flugzeugabsturz. [Weiter: Schlägerei mit Stephen Stills ...]

Samstag, 31. Dezember 2016

Frohes Neues Jahr - Happy New Year - Bonne Année 2017


Neil Young 2017

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Montag, 26. Dezember 2016

Jahresrückblick 2016: Tierstimmen und Enkelgeschrei

Neil Young Rückblick auf 2016
"Can't Stop Workin'" - kann nicht aufhören zu arbeiten. Der Songtitel vom im Dezember erschienenen Album "Peace Trail" könnt auch als Motto für das gesamte Neil Young-Jahr 2016 herhalten. Wie immer reichten die 52 Wochen eines Jahres kaum aus für die vielen Aktivitäten des inzwischen 71-jährigen Musikers, der in diesem Jahr auch erstmals Großvater wurde.

46 Konzerte gab es insgesamt, davon 26 während der Europatour im Sommer. Zwei in Deutschland. Vier Shows spielten Neil Young & Promise of the Real beim Multi-Millionen-Dollar-Event "Desert Trip" in der kalifornischen Wüste. Insgesamt gab bei diesen Konzerten 91 verschiedene Songs zu hören, davon neun neue. Die Neuen landeten schließlich auf  "Peace Trail", dem zweiten in 2016 erschienen Album. Das erste im abgelaufenen Jahr war die Doppel-CD "EARTH", dessen Live-Aufnahmen mit allerlei Tierstimmen angereichert wurden. Das wohl skurrilste Album in Youngs Karriere. 

Über das alles - und was bei Neil Young sonst noch im Jahr 2016 geschah - hat Rusted Moon in 220 Artikeln ausführlich berichtet. Als Jahresrückblick zum Jahresende hier als Übersicht noch einmal das Wichtigste zum Nachlesen und sich Erinnern. [Weiter zum großen Neil Young-Jahresrückblick 2016 ...]

Samstag, 24. Dezember 2016

Frohe Weihnachten - A Merry Christmas - Joyeux Noël


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Donnerstag, 22. Dezember 2016

Deutsch übersetzt: Die restlichen 3 Songs von 'Peace Trail'

Sieben der neuen Songs vom Album "Peace Trail" hatte Rusted Moon bereits im Oktober ins Deutsche übersetzt. Damals präsentierte sie Neil Young gerade live bei der Aufwärm-Tour für das Desert Trip-Festival. Die sieben Songs können hier in Folge 1 und hier in Folge 2 in der Übersetzung nachgelesen werden.

Die deutsche Übersetzung der restlichen drei Songs des Albums werden jetzt in dieser Folge 3 nachgeliefert. "Can't Stop Workin'", "My Pledge" sowie "My New Robot" spielte Neil Young bislang nicht live. Bei "My Pledge" und "My New Robot" wird das wohl an der starken Nachbearbeitung im Studio gelegen haben. In beiden Songs bringt Neil Young extensiv Overdubbs und Auto-Tune zum Einsatz. Bei "My New Robot" setzt er sogar den seit dem Album "Trans" nicht mehr verwendeten Vocoder ein. [Weiter: Songlyrics & Übersetzungen ...]

Dienstag, 20. Dezember 2016

"Pearl Jam" in die Ruhmeshalle - Neil Young bei Zeremonie?

Pearl Jam
"Pearl Jam" werden 2017 in die "Rock & Roll of Fame" aufgenommen. Die Band ist eine von insgesamt sechs Neuaufnahmen, die von Historikern, Vertretern der Musikindustrie und Künstlern unter Musikern ausgewählt wurden, deren Erstveröffentlichung mindestens 25 Jahre zurückliegt. Die Liste der Neuaufnahmen wurde heute bekannt gegeben.

Die 1990 gegründete Band um Frontman Eddie Vedder brachte 1991 ihr Debütalbum "Ten" heraus und wurden neben Nirvana zu den bekanntesten Vertretern des Grunge. "Pearl Jam" waren seit ihrer Gründung auch stets Neil Young eng verbunden, dessen Songs sie coverten. Anfang Februar 1995 nahmen sie mit ihm das gemeinsame Album "Mirror Ball" auf, nachdem sie zuvor schon einige Live-Gigs gespielt hatten - erstmals 1993 bei den MTV Music Awards. "Mirror Ball" erschien im Juni 1995 und wurde im August desselben Jahres von Neil Young und "Pearl Jam" auf einer Europatournee mit insgesamt elf Stationen beworben. Bei der Tour fehlte aber Frontmann Eddie Vedder.

Der hielt dafür die Rede bei der Einführungzeremonie, als Neil Young 1995 selbst in die "Rock & Roll Hall of Fame" aufgenommen wurde. Gut möglich also, dass Neil Young sich revanchiert und seinen alten Freund, der über Jahre das Bridge School Projekt unterstützte, bei der Zeremonie am 7. April 2017 in Brooklyn ebenfalls mit einer Rede ehrt. Zuletzt hatte Neil Young 2011 Tom Waits in die Ruhmeshalle eingeführt.

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Sonntag, 18. Dezember 2016

Weihnachtsgewinnspiel: Neil Young in der eigenen Wohnung

Neil Young Old Black augmented reality
Neil Youngs "Old Black" daheim auf dem Klo? Kein Problem. Seine Gretsch White Falcon vor dem Weihnachtsbaum? Nur zu. Den berühmter Whizzer samt Fender Deluxe in der eigenen Küche? Alles machbar. Die Sache hat natürlich einen modernen Haken: Alles ist nur virtuell. Wem in der bitteren Realität das nötige Kleingeld für Neil Youngs Vintage-Equipment fehlt, dem bleibt eben nur die "Augmented Reality". Aber immerhin.

Möglich wird das Ganze durch die detaillierten 3D-Modelle aus Rusted Moons "Neil Young Technikmuseum" und die Smartphone-App qrVR von Kubity. Damit kann man die 3D-Modelle von Neil Youngs Verstärkern und Instrumenten in die reale Umgebung der eigenen vier Wände einblenden - oder wo auch immer man will. Ein Spaß für große und kleine Rusties. Und der ideale Zeitvertreib für die bevorstehenden langen Feiertage.

Deshalb feiert Rusted Moon die Einführung des neuen Services auch mit einem richtigen Weihnachtsgewinnspiel. Die originellsten und kreativsten Fotos aus der "Augmented Rustie Reality" werden prämiert. Also: Die qrVR-App für iPhone oder für Android-Phones herunterladen und frisch ans Werk. [Weiter zur Anleitung ...]

Freitag, 16. Dezember 2016

Tätowierter Neil Young bittet um Gnade

Neil Young - Leonard Peltier - Tatoo
Neil Young wirbt mit Tattos für eine Kampagne zur Begnadigung des indianischen Aktivisten Leonard Peltier. Ein auf der Webseite der Amplifier Foundation veröffentlichtes Foto, das Neil Young mit vollständig tätowierten Armen zeigt, hat der Musiker am Donnerstag über seine Facebook Seite geteilt. Dort fordert er auch dazu auf, einen Aufruf zur Begnadigung Peltiers an US-Präsident Obama zu senden.

Leonard Peltier wurde 1977 zu zweifach lebenslanger Haft wegen Mordes an zwei FBI-Agenten verurteilt. Das nur auf Indizien gestützte Urteil über den Aktivisten des American Indian Movement (AIM) wird von Bürgerrechtsorganisationen angezweifelt und als politisches Urteil bewertet. Das Verfahren wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach neu aufgerollt, eine Revision des Urteils, Begnadigung oder vorzeitige Haftentlassung aber stets abgelehnt. Peltiers Fall wurde auch in mehreren Kinofilmen und Songs thematisiert.

Neil Youngs Tätowierung auf dem Foto sind übrigens nicht echt. Es handelt sich um ein von Cheyenne Randall bearbeitetes Foto ihm Rahmen seiner Serie #TATTOOEDFORPELTIER, für die sich auch andere Künstler und Schauspieler wie Brad Pitt haben ablichten hatten. Der Künstler Cheyenne Randall ist bekannt für seine Arbeiten, bei denen er ikonische Fotos prominenter Persönlichkeiten mit nachträglich eingefügten Tätowierungen versieht.

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Mittwoch, 14. Dezember 2016

Zitat der Woche: Neil Young ist auch Feminist

Neil Young Zitat "Ich war immer schon mit meiner feministischen Seite in Verbindung.
Ich habe immer versucht, das zu pflegen."

Neil Young (übersetzt) im Interview mit dem "Rolling Stone" über die Textzeile zu Frauenrechten in seinem Song "Show Me" vom neuen Album "Peace Trail"

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Dienstag, 13. Dezember 2016

Neil Young 2017: Album, Buch und eventuell "Crazy Horse"

Neil Young Ausblick 2017
Wer geglaubt hat, Neil Young würde es nächstes Jahr ruhiger angehen lassen, sieht sich getäuscht. Der Kanadier hat jetzt in einem Interview mit dem Magazin "Rolling Stone" seine Pläne für 2017 weiter konkretisiert. Und die haben es in sich: Sein kommendes Album, mit dem er bereits vor Veröffentlichung seines gerade erst erschienenen Albums "Peace Trail" begann, sei "schon halb fertig". Und er nimmt es mit mit "Promise of the Real" im Studio auf. Das neue Werk soll sofort erscheinen, wenn es fertig ist. Auf branchenübliche Veröffentlichungsintervalle wie ein Jahr könne er keine Rücksicht nehmen. Neil Young: "Ich habe keine Zeit mehr, so lange zu warten."

Young bestätigte dem "Rolling Stone", dass es im nächsten Jahr wohl keine Tour geben wird. Er habe anderes zu tun. Außer an der Fertigstellung seines neuen Albums, arbeite er an einem neuen Buch - einem Roman - sowie an einem Fernsehfilm über seine USA-Durchquerung mit dem Hybrid-Auto LincVolt. Eine Reunion mit CSN&Y schließt Neil Young ebenso wenig aus, wie eine Wiederbelebung von "Crazy Horse".

Auch mit seinem Pono-Musikservice hat der 71-jährige Musiker noch einiges vor. Mit einem Partner in Singapur arbeite er an Hi-Res-Streaming. Außerdem will er mit Pono, dessen Vertrieb nach der Insolvenz von Partner Omniphone derzeit stilliegt, auch auf Mobiltelefonen Fuß fassen.

Das Interview mit dem Rolling ist hier als Podcast abrufbar ( auf Englisch).

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Sonntag, 11. Dezember 2016

Neil Young im Interview: Neues Album schon in Arbeit

Neil Young
Neil Young hat der linksliberalen amerikanischen Zeitschrift "Mother Jones" ein Interview gegeben. In einem Telefongespräch mit Autor Jacob Blickenstaff spricht der Musiker über sein neues Album 'Peace Trail', die Hintergründe seiner Entstehung und über die aktuelle politische Lage.

Dabei erklärt Neil Young auch, warum er das neue Album nicht mit Lukas und Micah Nelson und deren Band aufgenommen hat: "Ich fing an, 'Peace Trail' hier in Colorado zu schreiben, dann ging ich zurück nach Kalifornien. Da spukten noch ein paar andere Melodien in meinem Kopf herum, und so hatte ich ein paar von ihnen nach einigen Tagen fertig. Und dann wollte ich ins Studio gehen. Ich gehe gern sofort rein, sobald ich etwas habe. Ich rief die Jungs von 'Promise of the Real' an, mit denen ich gespielt habe, und sie waren alle unterwegs auf Tour."

Neil Young weiter: "Gleich nachdem ich das Telefon aufgelegt hatte, schrieb ich noch ein Lied und fing an, ein anderes zu schreiben, und ich so 'Hey, ich kann nicht warten, ich sollte das jetzt tun!' Meine Erfahrung sagt mir, wenn es da ist, ist es da, und man kann es nicht warten lassen. So nahm ich Jimmy Keltner und Paul Bushnell, zwei gute Jungs, und ging rein und machte diese Platte." [Weiter: Neues Album schon in Arbeit ...]