Sonntag, 21. Dezember 2014

Weihnachten mit Neil Young, Vol. 4: Weihnachtshund Elvis

Hunde spielten in Neil Youngs Leben immer eine große Rolle. Der zweite Band seiner Memoiren sollte ursprünglich sogar "Cars & Dogs" heißen und außer von Autos auch von seinen Hunden handeln.

Einen Hund nannte er nach seinem musikalischen Idol aus Kindertagen: "Elvis" war ein Weihnachtsgeschenk seiner Frau Pegi und lag als Welpe in einem Karton unter dem Tannenbaum. Neil Young bekam "Elvis" zu einer Zeit, in der Rock 'n' Roll und Rockabilly eine Rolle seiner Karriere spielten. Die Shocking Pinks-Tour und das Album "Everybody's Rockin'" stammen aus jener Phase. In "Special Deluxe" schreibt Neil Young über das lebende Weihnachtsgeschenk:

"Noch ein anderer Hund hinterließ seine Duftmarke in dem 1947er Buick Roadmaster Estate Wagon. Sein Name war Elvis, ein großartiger Hund, den ich von Pegi in den frühen 80ern bekam. Als ich Elvis zum ersten Mal sah, lag er in einem Karton unter dem Weihnachtsbaum. Sein kleiner Kopf guckte über den Rand. Er war wunderschön. Was für ein gefühlvoller Hund. Elvis war ein Tennessee Bluetick, und davon ein tolles Exemplar - schon als Welpe mit einem guten Geheul. Ben Keith hatte Elvis für Pegi in Tennessee besorgt. (...) Ich hatte Elvis für viele Jahre."

Andere bekannte Hunde Neil Youngs waren unter anderem: "Skippy", sein Hund aus den Kindertagen in Omemee, "Winnipeg", der auf dem Cover des Albums "Everybody Knows This Is Nowhere" zu sehen ist, "Art", verewigt in "Love Art Blues" sowie Jagdhund "Old King", über den Neil Young ein gleichnamiges Lied auf dem Album "Prairie Wind" schrieb.

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Samstag, 20. Dezember 2014

Poncho über Billy Talbots Bass, Neil Youngs Bus, Storytone

Frank "Poncho" Sampedro
Frank "Poncho" Sampedro
Das britische Musikmagazin UNCUT hatte in seiner aktuellen Januarausgabe eine Titelstory über Neil Young mit einem Rückblick auf 2014 veröffentlicht. Autor Michael Bonner interviewte dazu "Poncho" Sampedro, Niko Bolas und anderen Weggefährten Neil Youngs. "Rusted Moon" hatte schon am 1. Dezember hier eine Zusammenfassung des Artikels in deutscher Sprache veröffentlicht.

In der Online-Ausgabe von UNCUT erschien jetzt nachträglich eine vollständige Fassung des Interviews mit "Poncho" Sampedro. Die meisten Passagen waren bereits in der Titelstory enthalten. Dennoch lohnt sich auch die Lektüre dieser - englischsprachigen - Langfassung. Der "Crazy Horse"-Gitarrist erzählt offenherzig von der Sommer-Tour in Europa, über Neil Young, Rick Rosas und Billy Talbot. Dabei bringt er unter anderem die Bedeutung des wegen eines Schlaganfalls ausgefallenen Billy Talbots für den typischen Sound von "Crazy Horse" auf den Punkt: 
"Billys Beat ist unerbittlich - von Anfang bis Ende. Das ist es, was ich vermisse. Wir vermissten diese Intensität und was er einbringt. Die Leute sagen immer, Billy macht diesen Fehler, Billy macht jenen Fehler. Nicht, weil er kein guter Spieler wäre oder keine Ahnung von Musik hat, sondern weil er sich so hineinsteigert in jeden einzelnen Teil davon. Er bläst es so in seinem Kopf auf, dass er irgendwie vergisst ,wie es weitergeht. Er verliert sich in der Musik. Das ist es, was wirklich passiert. Das ist ein Grund, warum unsere Musik so aufregend ist. Wir können jede Sekunde abstürzen! Wir wissen, wenn wir da oben spielen und jemand einen Fehler macht, frisst er sich durch die ganze Band wie Krebs. Es ist wie Bang, Boom, Boom, Boom - und dann kämpfen wir. Oh, Mann. Es ist intensiv. Und das erhöht noch die Intensität." [Weiter: Über Neil ...]

Freitag, 19. Dezember 2014

Vor 30 Jahren erschienen: Scott Young - Neil and Me

Neil Young, Scott Young
Neil Young hat seine Memoiren 2012 und 2014 in zwei Bänden veröffentlicht. Zusammen mit "Being Young", dem 2008 erschienenen Buch seiner Halbschwester Astrid, gibt es jetzt vier Veröffentlichungen aus der Feder der Familie, die sich mit dem Leben und der Karriere von Neil Young befassen. Den Anfang machte Neil Youngs Vater Scott Young. Der Schriftsteller und Sportjournalist (1918-2005) veröffentlichte vor 30 Jahren, in der Weihnachtszeit 1984, sein Buch "Neil And Me".

Das Projekt stand zunächst unter keinem guten Stern. Scott Young beklagte in einem Zeitungsinterview, dass sein kanadischer Verlag McClelland & Stewart die Hardcover-Erstausgabe in viel zu geringer Auflage herausgebracht hatte. Selbst im größten Buchladen Torontos, Wohnort des landesweit bekannten Journalisten und Geburtsstadt von Neil Young, habe er vor den Feiertagen 1984 gerade einmal drei kümmerliche Exemplare vorgefunden. Erst die im Frühjahr 1985 nachgeschobene Paperback-Ausgabe verkaufte sich dann besser. [Weiter: Alles zu "Neil And Me" ...]

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Neil Young und der Winter: 9 Videos - 9 Songs

Neil Young im Winter
In wenigen Tagen ist astronomischer Winteranfang, In Zeiten der globalen Erwärmung vom Winter zu sprechen, ist aber gar nicht so einfach. In manchen Gegenden toben die Schneestürme schon im November und legen ganze Landstriche lahm. Anderswo vermiesen noch Ende Dezember frühlingshafte Temperaturen jede Winter- und Weihnachtsstimmung.

SchneemannIn Neil Youngs Jugend war das noch anders. Da hatte Väterchen Frost ganz Kanada spätestens ab Ende Oktober fest im Griff. Mit seinen ersten Bands musste der junge Musiker oft genug auf eisigen Straßen und tief verschneiten Landstraßen zum nächsten Gig fahren. Die harten kanadischen Winter haben auch Niederschlag in seinen Texten gefunden. Zur Einstimmung in den Winter hat "Rusted Moon" alle Songs aufgelistet, in denen die kalte Jahreszeit eine Rolle spielt. Hier sind neun Videos mit Neil Youngs Wintersongs: [Weiter ...]


Dienstag, 16. Dezember 2014

Grammy-Ehrung: 'Harvest', 'Autobahn' und Hank Williams

Neil Young Harvest Grammy Hall of Fame
Neil Youngs Album "Harvest" gehört zu den 27 Alben, die 2015 in die "GRAMMY Hall Of Fame" aufgenommen werden. das gab die "Recording Academy" heute bekannt. In die "GRAMMY Hall Of Fame" werden jährlich Alben und Singles aller Genres aus der Zeit ab 1909 bis in die 1980er Jahre aufgenommen, die mindestens 25 Jahre als sind und eine musikhistorische Bedeutung besitzen. 

Neben "Harvest" werden diesmal unter anderem "Autobahn" von Kraftwerk, Bob Dylans "Blood On The Tracks", "Walk On The Wilde Side" von Lou Reed" und "Never Mind The Bollocks" von den "Sex Pistols" sowie eine Single von Hank Williams aufgenommen. Neil Young ist bereits mit seinem Album "After The Gold Rush" in der "GRAMMY Hall Of Fame" vertreten, das im letzten Jahr aufgenommen wurde.

Für die eigentliche Grammy-Verleihung am 8. Februar im Staples Center in Los Angeles war Neil Youngs "A Letter Home" Vinyl-Boxset bereits in der Kategorie "Boxed Or Special Limited Edition Package" nominiert worden. Den ersten und letzten eigenen Grammy erhielt Neil Young im Jahr 2011 in der Kategorie "Best Rock Song" für "Angry World" vom Album "Le Noise".

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Sonntag, 14. Dezember 2014

Weihnachten mit Neil Young, Vol. 3: Das Fahrrad von 1954

Neil Young Fahrrad 1954
(Klick ins Bild zum Vergrößern)
Im Jahr 1954 war die Familie Young von Omemee in Ontario für etwa ein Jahr nach Winnipeg, Manitoba gezogen. Dort versuchten Neil Youngs Eltern ihre bereits kriselnde Ehe wieder in den Griff zu bekommen. Der 9-jährige Neil lernte damals, dass sich zu Weihnachten nicht immer alle Wünsche erfüllen - und dass sich auch unerwartete Geschenke als Glücksfall erweisen können. In seinem Memoirenband "Special Deluxe" erinnert sich Neil Young an das Weihnachtsfest von 1954:

"Es gab einen Laden an der Ecke in der Nähe unseres Hauses, wo ich ein kleines Segelboot im Schaufenster sah. Ich ging jeden Tag nach unten und schaute es an. Es erinnerte mich an die Freiheit, die ich während des Spielens auf dem Fluss oder am See damals in Ontario gespürt hatte. Es wuchs in mir heran - bis ich wusste, dass ich es haben musste. Wie ein Vorbote der Obsessionen, die ich später im Leben hatte, träumte ich jede Nacht davon.

Als Weihnachten kam, habe ich das Segelboot nicht bekommen, aber ich bekam ein Werlich Fahrrad von meinem Opa Bill Ragland! Es kam in einem großen Karton und Papa baute es zusammen mit einem Schraubendreher und einer Zange, dann ging ich auf meine erste Fahrt. Draußen war es kalt und auf den Rasenflächen war noch etwas Schnee - aber die Bürgersteige und die Straßen waren leer. Nachdem ich einige Mal auf der Straße fuhr und hinfiel, hatte ich den Dreh raus. Der Wind wehte durch mein Haar, ich war frei!"

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Freitag, 12. Dezember 2014

Buch: Neil Youngs "Harvest" - Ablästern auf der Toilette

Die Aufnahmen zu Neil Youngs aktuellem Album "Storytone" waren bekanntlich nicht die ersten mit einem großem Symphonieorchester. Schon 1971 nahm Neil Young mit dem London Symphony Orchestra (LSO) zwei Songs für sein Album "Harvest" auf. Damals hatte Jack Nitzsche die Orchesterarrangements geschrieben und wollte den weltberühmten Londoner Klangkörper eigentlich auch dirigieren. Die Credits zum Album weisen aber David Meecham als Dirigenten aus.

in English
in English
Der britische Produzent und Toningenieur Glyn Johns, der damals am Mischpult saß und der mit vielen berühmten Bands arbeitete, enthüllte jetzt einige interessante Details der Orchester-Session für "Harvest" in der Londoner Barking Town Hall. Im November ist gerade seine Autobiografie "Glyn Johns - Sound Man" im Verlag "Blue Rider Press" erschienen - dem gleichen Verlag, der auch Neil Youngs Memoiren veröffentlichte. Glyn Johns schildert darin, warum am Ende nicht Jack Nitzsche, sondern der unbekannte Geiger Meecham aus der zweiten Reihe des Londoner Orchesters am Dirigentenpult stand und die beiden Songs "A Man Needs a Maid" und "There's A World" dirigierte.

"Rusted Moon" hat die Passage zu "Harvest" ins Deutsche übersetzt. Dabei kann man auch Nachlesen, welche Rolle ein Gespräch während einer Pinkelpause auf der Herrentoilette spielte: [Weiter zur Buchpassage ...]

Donnerstag, 11. Dezember 2014

ZDF-Video: 'Pinkeln in the Free World'

Mal was ganz anderes ... Die beiden Kabarettisten Rainald Grebe und Matthias Egersdörfer mit einer Nummer über die Abzocke mit den Sanifair-Toiletten auf deutschen Autobahnraststätten - musikalisch begleitet von der Chemnitzer Band "Kraftklub" (YouTube-Video links).

Der Text von Grebe über die privatisierten Pinkelpausen für 70 Cents liegt über Neil Youngs "Rockin' In The Free World" mit einem kurzen Ausflug in "Helpless". Der unterhaltsame Ausschnitt stammt aus der ZDF-Sendung "Die Anstalt" vom 9. Dezember.

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Mittwoch, 10. Dezember 2014

Video: Das technische Innenleben von Pono

Der Kanadier Mike Beauchamp hat auf seiner Webseite mikebeauchamp.com einen der gelben PonoPlayer geöffnet und das elektronische Innenleben von Neil Youngs neuem Audiogerät für hochauflösende Musikdateien analysiert.

In seinem technischen Artikel (auf Englisch) erklärt er alle wesentlichen Bauteile und die verwendeten Komponenten. Dazu präsentiert er viele detailreiche Fotos des sezierten Gerätes. Beauchamp hat auch ein informatives Video (links) von seiner Erforschung der Pono-Innenwelt erstellt.
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Dienstag, 9. Dezember 2014

Erscheint 'Mixed Pages Of Storytone' am 19. Dezember?

Mixed Pages Of Storytone
"Mixed Pages Of Storytone", Neil Youngs kommende neue Variante seines aktuellen Albums, wird es offenbar nicht nur auf Vinyl geben. Der australische Onlinehändler  getmusic.com.au listet jetzt auch einen MP3-Download des Albums, der ab dem 19. Dezember verfügbar sei.

Für "Mixed Pages Of Storytone" hat Neil Young die Orchesterfassungen und die akustischen Solofassungen der zehn Songs neu zusammengemischt. Zusätzlich wurde auch die Reihenfolge der Songs neu zusammengestellt (Tracklist unten). Die "gemischten Seiten" vereinen laut Neil Young "das Beste aus beiden Welten" und sind offenbar eine Reaktion auf die eher schlechten Kritiken und geringen Verkaufszahlen von "Storytone". Andere Händler listen das Album bislang allerdings nicht. Auch ist noch kein offizielles Datum für den Release bekannt.

Neue Tracklist:
01. Like You Used To Do (Mixed Pages)       06. All Those Dreams (Mixed Pages)
02. When I Watch You Sleeping (Mixed Pages) 07. Say Hello To Chicago (Mixed Pages)
03. I Want To Drive My Car (Mixed Pages)    08. Tumbleweed (Mixed Pages)
04. Plastic Flowers (Mixed Pages)           09. Who's Gonna Stand Up? (Mixed Pages)
05. Glimmer (Mixed Pages)                   10. I'm Glad I Found You (Mixed Pages)

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Montag, 8. Dezember 2014

Official Release Series Discs 1-14 zu Weihnachten auf Pono

Ankündigung (Klick zum Vergrößern)
Weihnachtsüberraschung für Pono-Besitzer: Neil Young hat im Forum der Pono-Community bekannt gegeben, dass seine ersten 14 Alben als "Official Release Series Discs 1-14" am 23. Dezember verfügbar sein werden. Die Downloads werden als hochauflösende Versionen in 24-bit und 192kHz oder 176kHz veröffentlicht. Bei den Alben handelt es sich um alle offiziell erschienen seit "Neil Young" von 1968 bis "Re-ac-tor" von 1981. Die meisten davon sind erstmals digital in hoher Auflösung erhältlich, einige davon  aber bereits früher als DVD-A veröffentlicht. Auf Vinyl sind in der "Neil Young Official Release Series" bislang lediglich die Alben 1 bis 8 erschienen. Die letzten vier gerade im November.

Neil Young reagiert mit der Ankündigung auf die Kritik von Pono-Kunden. Bislang sind in der Beta-Version des Pono-Stores alle Alben Neil Youngs und der meisten anderen Künstler nämlich nur in der Standard-CD-Auflösung von 16-bit/44,1kHz enthalten. Damit wird das "Pono-Versprechen - Musik in der besten verfügbaren Auflösung zu bieten - derzeit nicht erfüllt. Die Plattenfirmen, erklärt Neil Young die Lage, hätten die höher auflösenden Formate nicht an Pono geliefert. Man werde sie aber weiter dazu drängen. Für Pono-Kunden außerhalb der USA und Kanada spielt das Formatproblem ohnehin keine Rolle, da der Webstore erst im Laufe des kommenden Jahres auf andere Länder ausgeweitet werden soll.

Neil Young Official Release Series Discs 1-14 Pono
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Sonntag, 7. Dezember 2014

Weihnachten mit Neil Young, Vol. 2: Krippenspiel von 1957

Neil Young 1957
Neil Young als Schafhirte (Fotomontage)
Zu Weihnachten 1957 lebte die Familie Young in Brock Road bei Pickering, Ontario. Der kleine, ländlich geprägte Ort entlang einer Straße hatte nicht viel bieten. Neil Young züchtete Hühner und trug Zeitungen aus. Immerhin schaffte er es dort auch auf die Bühne - bei einem Krippenspiel der örtlichen Schule. Neil Youngs Vater Scott schrieb darüber in seinem 1984 erschienenen Buch "Neil And Me":

"Er war zwölf Jahre alt, als er für eine Sprechrolle als Schafhirte beim Weihnachtskonzert der Brock Road School in Pickering verpflichtet wurde. Seine Mutter warf sich in einer Mischung aus Murren und künstlerischer Begeisterung in die Herstellung unseres Hirtenkostüms, bestehend aus Baggy-Hosen, Stoffschuhen und einer kapuzenartigen Kutte, nicht unähnlich den Kutten der Road-Eyes seiner großartigen "Rust Never  Sleeps"-Tour mehr als zwanzig Jahre später. Aber als wir in die Schule kamen, bemerkten wir, dass die anderen Mütter viel weniger aktiv gewesen waren. Sie hatten sich mit ein wenig Gesichtsbemalung durch angekokeltem Kork zur Ergänzung der üblichen Gummistiefel und Jeans begnügt.

Neil stach unter der bunten Schar von Hirten hinter der Bühne wirklich heraus. Wissend, wie es einige Kinder hassen, anders zu sein, schlich ich mich an und sagte: "Schau, stört es dich, dass du der einzig mit einem echten Kostüm bist?" "Na und", sagte er achselzuckend. "Ich bin ein eben ein reicher Hirte."

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Freitag, 5. Dezember 2014

Boxset von "A Letter Home" für Grammy 2015 nominiert

A Letter Home Vinyl Boxsets
Neil Youngs langjährige Artdirectoren Gary Burden und Jenice Heo sind für die Gestaltung des "A Letter Home Vinyl Boxsets" für einen Grammy nominiert worden. Sie treten bei der 57. Grammy-Verleihung am 8. Februar 2015 in der Kategorie "Boxed Or Special Limited Edition Package" gegen vier weitere Nominierte an. 

Sollten die beiden den Preis gewinnen, wäre es bereits ihr zweiter Grammy-Award: Schon 2010 wurden sie für die Gestaltung des "Neil Young Archives Vol. 1 Boxsets" ausgezeichnet.

Das Boxset von "A Letter Home" war im Mai erschienen. Es enthält neben zwei Vinyl- und CD-Fassungen des Albums, eine DVD, ein Booklet sowie alle Songs als einzelne 6-Zoll Singles auf durchsichtigem Vinyl".

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'Tonight's The Night' mit Frauenstimme

Neil Youngs dunkler Klassiker "Tonight's The Night" aus dem Jahr 1975 von einer Frau gesungen - so eine Coverversion ist selten.

Die kanadische Band "Mississippi Bends" veröffentlicht am 6. Dezember ihre gleichnamige Debut-EP, die genau so ein Cover enthält. Die eindrucksvolle Stimme stammt von Sängerin und Gitarristin Mary Simon. Carrie Ashworth als zweite Frau steht am Upright Bass, Andrew Aldridge spielt E-Gitarre und Robin Pirson das Schlagzeug, das laut Band von 1930 stammt.

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Donnerstag, 4. Dezember 2014

Waddy Wachtel - Neil Youngs neuer Pedal Steel Gitarrist

Waddy Wachel - Storytone
Gitarrist Waddy Wachtel hat jetzt dem Onlinemagazin des Gitarrenbauers Gibson ein Interview gegeben. Im Mittelpunkt der Fragen stand Wachtels 1960er Les Paul mit Bigby-Vibrato, die Gibson jetzt als "Collector's Choice"-Modell für 7.300 Dollar anbietet. Waddy Wachtel hat seine Original Les Paul 1968 in Los Angeles von Stephen Stills gekauft und über viele Jahre bei Aufnahmen für Bob Dylan, Warren Zevon, Keith Richards, Joe Walch und viele andere gespielt.

Wachtel erzählt in dem Interview auch von seiner Mitarbeit an Neil Youngs neuem Album "Storytone":  "Ich bekam den Anruf, ging hin und da ist diese Bigband, die Swing Blues spielt. Was zum Teufel ist das?" Weil er Neil Young nicht sofort sah, stöpselte er einfach seine Gitarre ein und spielte mit einem cleanen Sound zur Bigband. Da sei Produzent Niko Bolas gekommen und habe gefragt: "Wo ist der echte Waddy mit dem dreckigen Sound?" Wachtel hatte gedacht, er solle eine Art Swing spielen. 

Eine Woche später sei er für die zweite Session mit dem großen Orchester in den Sony Sound Stage Studios gebucht worden. "Sie wollten, dass ich das spiele, was ich meine 'phoney steel guitar' nenne", erzählt der Gitarrist (Video unten). Damit meint er seine 1960 Les Paul und ein Volume Pedal. "Ich habe damit schon früher viele Gigs in L.A. bekommen. Die Les Paul mit Bigsby plus Volume Pedal - ich kann damit klingen wie eine Pedal Steel Gitarre." Sieht aus, als habe Neil Young, der nach Ben Keiths Tod eigentlich nie wieder mit Pedal Steel Gitarre aufnehmen wollte, nun Ersatz gefunden. [Weiter zum Video ...]

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Weihnachten mit Neil Young, Vol. 1: Die Ukulele von 1959

Neil Young Weihnachten 1958
Weihnachten mit Banjo-Ukulele (Fotomontage)
Neil Young hat zu Weihnachten 1959 von seiner Mutter eine Banjo-Ukulele geschenkt bekommen. Damals lebte die Familie schon getrennt vom Vater in Toronto. Es war sein zweites Instrument - nach der Plastikukulele, die er ein Jahr zuvor bekam und auf der ihm zu Weihnachten 1958 sein Vater vorspielte. Seine erste Gitarre kaufte sich Neil Young erst 1960 in Winnipeg. In "Special Deluxe", dem zweiten Band seiner Memoiren, schreibt er über Mutter Rassys Weihnachtsgeschenk:

"An diesem Weihnachten schenkte mir Rassy eine Banjo-Ukulele, die ich im Musikladen gesehen hatte. Sie hatte einen richtigen Folksound. Ich hörte eine "Kingston Trio"-LP, die mein Bruder Bob gekauft hatte, und versuchte dazu zu spielen. Es gab einen Song namens "They Call the Wind Maria", den ich halbwegs lernte. Er hatte eine Menge Moll-Akkorde und ich mochte ihren Klang. Das war wohl sogar meine erste Berührung mit den Moll-Akkorden, die ich so sehr mag und mein ganzes Leben lang benutzt habe."

"They Call the Wind Maria" erschien auf "...From the Hungry i", dem zweiten Album des "Kingston Trios" Anfang 1959. Auf dem YouTube-Video unten kann man sich den Song, den Neil Young damals auf seiner Banjo Ukulele lernte, anhören. Erst 55 Jahre später spielte Neil Young erstmals eine Ukulele auf einem Album - den Song "Tumbleweed" auf der akustischen Bonus-CD von "Storytone". [Weiter zum Video ...]