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Authentisches Neil Young Equipment und preiswerte Alternativen


Zugegeben, nicht jeder Neil-Young-Fan macht auch selber Musik. Und nicht jeder Musiker kann oder will mit dem gleichen Equipment spielen, das auch der Meister selber nutzt. Das würde auch gar nicht funktionieren, weil Neil Young mit wenigen Ausnahmen nur Vintage-Equipment und speziell angepasste Produkte verwendet. 

Aber auch Reissue-Modelle von Neil Youngs Gitarren oder Verstärkern sind nicht jedermanns Sache. Zum einen, weil auch eine neue Martin oder Gretsch eine ganze Stange Geld kostet. Zum anderen, weil der typische Neil-Young-Sound eben mehr ist, als die Summe aus Instrumenten und Verstärkern. Wie bei allen großen Musikern, spielen Kopf und Finger eine große Rolle. Und für eine bloße Annäherung braucht man ja nicht unbedingt Original-Equipment. Trotzdem können authentische Instrumente viel zum richtigen Feeling beitragen. Und Qualität kann auch nie schaden.

Hier ist eine Aufstellung der von Neil Young verwendeten Instrumente und seines Equipments sowie deren heute im Handel erhältlichen Nachfolgemodelle. Soweit möglich, ist immer auch eine preiswerte Alternative aufgeführt. Wer über die aufgeführten Produkte über den Direktlink bei AMAZON bestellt, unterstützt gleichzeitig die Webseite Rusted-Moon, die ein paar Prozentpunkte vom Einkaufswert gut geschrieben bekommt.

Stand: August 2017



Akustische Instrumente

Neil Youngs Martin D-28Martin D-28

Neil Young spielt unbezahlbare Vorkriegsmodelle von Martins Klassiker D-28: Ein Modell von 1941 (Hank Williams Gitarre!) und eines von 1946. Das aktuelle Serienmodell der D-28 hat immer noch die klassische Kombination aus Fichtendecke und Palisanderkorpus mit Mahagonihals und kostet derzeit ab 2.700 €.



Sigma SDR-28H
Preiswerte Alternative: Sigma DR-28V

Die Sigma DR-28V Herringbone ist eine preiswerte Kopie einer vintage Martin D-28 mit einer Fichtendecke aus massiven Holz. Auch Zargen und Boden sind massiv und wie beim Original aus Palisander. Wie die Martin, so kommt auch die Kopie mit dem typischen Herringbone-Binding - daher auch 28"H". Preis: ca. 570,- €.



Neil Youngs Martin D-45Martin D-45

Die Martin D-45 ist so etwas wie die Luxusvariante der D-28 - mit Perlmuttbinding und Goldhardware und einem stolzen Preis: knapp 9.500 € kostet dieses akustische Flaggschiff. Dafür bekommt man eine Gitarre, mit deren Modell von 1968 Neil Young sein erfolgreichstes Album "Harvest" einspielte. (Link: Alles über Neil Youngs D-45)


Sigma DR-45
Preiswerte Alternative: Sigma DR-45

Die Sigma DR-45 entspricht der Martin D-45 optisch fast zu 100% - inklusive der Permutteinlagen. Allerdings ist hier nur die Fichtendecke aus massiven Holz. Zargen und Boden sind aus gesperrtem Palisander. Trotzdem bescheinigen Tests der in China hergestellten Martin Kopie einen guten Klang. Der Kommt an das Original natürlich nicht heran. Aber das kann man für für 890,- € auch nicht verlangen.



Neil Youngs Martin D-18Martin D-18

Die Martin D-18 entspricht in etwa der D-28, hat aber statt des Palisanderkorpus einen Boden und Zargen aus Mahagoni - und damit einen dunkleren, wärmeren Sound. Neil Young hat sie angeblich seinem Manager geklaut. Wer keine solche Bezugsquelle hat, muss für das aktuelle D-18 Standard-Modell ca. 2.600 € berappen. (Link: Neil Youngs D-18)


Preiswerte Alternative: Sigma DR-18

Wer eine stilechte Martin Dreadnough spielen will, aber nicht gleich ein paar Monatsgehälter auf den Tisch legen kann, sollte sich die Sigma DR-18 näher anschauen. Sie sieht aus wie eine D-18 und klingt auch fast so - kostet mit ca. 400,- € aber auch nur einen Bruchteil. Die Decke ist trotz des Preises aus massiver Fichte.



Taylor 858 12-Saiter

Der breite, volle Sound einer 12-saitigen Akustik trägt epische Songs wie "Thrasher". Neil Young spielte in seinen Anfangsjahren in Toronto zunächst eine 12-saitige Gibson. Dann eine 12-saitige Guild, bevor er 1978 auf der Rust Never Sleeps-Tour eine der ersten 12-Saiter von Taylor präsentierte. Seine spezielle Taylor 855 kam so aber nie in den Handel. Ein passenden aktuelles Modell wäre die vollmassive Taylor 858  zum stolzen Preis von ca. 3.900 €. (Link: Neil Youngs 12-saitige Gitarren)



Preiswerte Alternative: Blueridge BR-40  12-Saiter

Preiswerte 12-Saiter gibt es als China-Schrott schon ab 100 €. Brauchbareres kostet ab 500 €, allerdings stimmt dann oft die Optik nicht. Wer eine eine Neil Young-artige 12-saitige Gitarre im Jumbo-Format sucht, sollte sich für unter 1.000 € eine Blueridge ansehen. De Hersteller hat eine guten Ruf und die BR-40 glänzt mit massiver Fichtendecke bei einem Preis von ca. 760,- €.



Neil Youngs Guild M-20Guild M-20

Seit dem Album "Le Noise" spielt Neil Young eine kleine Guild M-20 Mahagonigitarre, die ihm Produzent Daniel Lanois in die Hand drückte. Die M-20 ist eigentlich eine preiswerte Schülergitarre, deren Sound Young und Lanois mit einem LR Baggs M1 Schalllochtonabnehmer elektrisch verstärkten. Guild verkauft die Gitarre heute  als massives Mahagoni-Instrument für 1.300 €. (Link: Neil Youngs Guild M-20)



Der Tonabnehmer für die M-20 ist hochwertig und kostet knapp 179,- €. Er wird im Schallloch montiert. Neil Young geht damit übrigens direkt in seinen Fender Deluxe E-Gitarrenverstärker.




Neil Youngs Banjo6-String  Gitarren-Banjo

Neil Young spielt auf einigen Stücken ein Guitar Banjo von Gibson. Statt vier Saiten haben solche Banjos sechs, die zudem wie bei einer Gitarre gestimmt sind. Man muss sich als Gitarrist also nicht groß umstellen.

Ein erschwingliches Gitarren-Banjo gibt es mit dem Stagg BJM30 G 6 String Gitarren Banjo Deluxe für 209,- €.



Ukulele

Damit fing Neil Youngs Musikkarriere 1958 an. Seine Ukulele war damals aus Plastik und brachte ein Heftchen mit Cowboyliedern mit. 2016 stand Neil Young dann erstmals mit einer Ukulele auf der Bühne. In Leipzig spielte er damit den Song "Tumbleweed". Seine Ukulele war eine preiswerte KALA in Ananasform. Diese Mahagony-Ukulele kann sich jeder für knapp 70 € selber bestellen. (Link: Alles über Neil Youngs Ukulele)




Elektrische Gitarren

Neil Youngs Gibson Les PaulGibson Les Paul

Neils Hauptgitarre "Old Black" ist eine Gibson Les Paul Goldtop von 1953, die mit einem Bigsby B7, einem Firebird Mini-Humbucker und dem Hals einer Gibson SG verändert wurde. Außerdem wurde sie schwarz überlackiert und erhielt weitere Modifikationen der Elektrik. Eine vergleichbare Gitarre ist nicht im Handel. Wer sich sich hier annähern will, greift zur einer Gibson Les Paul Golttop mit P90 Pickups für etwas über 2.000 € und baut selber ein Bigsby Tremolo an. Wer sich das bei einem so teuren Instrument nicht traut, findent hier ein Bastelvorschlag für eine preiswerte Billig-Kopie.


Gretsch White Falcon

Neil Youngs Gretsch White Falcon"Walk with Me" - Der Song auf dem Album "Le Noise" wurde mit der White Falcon eingespielt und hat einen symbolischen Titel: Mit der riesigen weißen Gretsch ging Neil Young seit den Tagen von Crosby, Stills, Nash & Young einen langen Weg. Young spielt gerne eine Stereo-Variante 6137 mit vier Toggle-Switches, hat aber auch die normale 6136 in Gebrauch. Ein aktuelles Modell kostet derzeit gut 3.700 €.




Preiswerte Alternative: Gretsch 5422TG Electromatic

Die "White Falcon des armen Mannes". Die preiswerte Doublecut-Gitarre aus der Electromatic-Serie von Gretsch eine schöne weiße Lackierung, zwei Filtertron-ähnliche Pickups und ein Bigsby-Vibrato, dazu Gold-Hardware . Einzig die schwarze Kopfplatte stört etwas die Optik. Dafür wird man mit knapp 930,- € auch nicht gleich arm.


Neil Youngs Gretsch 6120Gretsch 6120

Die orangefarbene Gretsch Chet Atkins war schon 1963 Neil Youngs Gitarre bei "The Squires" und später bei Buffalo Springfield, dort aber ohne Schlagbrett. Wer durch die Buffalo Springfield-Reunion wieder auf den Geschmack gekommen ist, kann für knapp 3.500 € das passende Instrument erwerben. (Link: Alles über Neil Youngs Gretsch 6120)



Preiswerte Alternative: Gretsch G2420 Streamliner

Eine White Falcon, ob Single- oder Double Cut, und eine Chet Atkins sind nicht unter 3.000 € zu haben. Viel Geld für Gitarren, die nicht gerade für breite Einsatzzwecke geeignet sind. Mit der Streamliner-Serie hat Gretsch eine preiswerte Alternative im Programm. Bei Pickups, Tremolo und Holz muss man Abstriche machen, der Sound ist aber typisch Gretsch. Für um die 480,- € ist man dabei.




Neil Youngs Gibson Flying VPreiswerte Alternative: Gibson/Epiphone Flying V

Auf dem Live-Album "Time Fades Away" von 1973 spielte Young eine Gibson Flying V mit Goldhardware und in Natur-Lackierung. Nur eine Episode wie die Gibson Explorer auf der Trans-Tour oder eine blonde Telecaster. Wer wie Neil Young auch mal fremdgehen will, kann das preiswert mit einer Flying-V-Kopie von Gibson-Tochter Epiphone tun. Die Epiphone Flying V 58 Korina kommt der Original Gibson von damals optisch sehr nahe und kostet derzeit ca. 470 € - nicht zuviel, um gelegentlich mal für Aufsehen zu sorgen.



Preiswerte Alternative: Gibson/Epiphone 1958 Explorer

Auf der Trans-Tour 1982 spielte Neil Young einen weiteren Exoten von Gibson. Die Explorer kam wie ihre Schwester Flying V 1958 ins Programm, floppte im Verkauf und verschwand 1959 schon wieder. 1979 brachte Gibson eine leicht veränderte Neuauflage. Auch von der Explorer hat Epiphone eine preiswerte Kopie im Angebot, mit der man auf Neil Youngs Trans-Pfaden wandeln kann. Sie ist aus Korina-Holz und kommt im authentischen Look - leider mit schwarzen Pickguard - für nur knapp 490,- €.



Preiswerte Alternative: Fender/Squier Telecaster Blond

Für alles mit sechs Saiten bevorzugt Neil Young Gibson und Gretsch. Die Marke Fender hat bei ihm Röhren und dient eigentlich nur zum Verstärken. Eine Ausnahme bildet eine blonde Fender Telecaster, mit der er einige Male auftrat. Wer auch mal ins gegnerische Gitarrenlager wecheln möchte, kann das preiswert mit einem Modell der Fendertochter "Squier" tun. Der Name Squier passt historisch ohnehin gut zu Neil Young. Squier hat zwei Modelle in "Butterscotch Blonde" mit schwarzem Schlagbrett im Programm. Die preiswertere "Affinity" kostet nur 200 €. Das bessere Instrument ist die "Classic Vibe 50's" für 460,- €.



Verstärker

Fender '57 Deluxe

Neil Youngs elektrische Ton wird entscheidend von seinem Fender '59 Deluxe Amp geprägt. Er hat viele davon, aber nur nur einer produiziert diesen speziellen Ton. Laut Techniker Larry Craigg spielen dabei ein unterdimensioniertes Netzteil und alte Jensen-Speaker eine wichtige Rolle. Fender hat mit dem '57 Deluxe eine handverdrahtete Version dieses Röhren-Verstärkertyps im aktuellen Programm. 12 Watt, zweimal Volume, einmal Tone - aber "den" Ton hat er natürlich nicht. Mit knapp 2.300 € auch nicht billig - und nicht immer lieferbar.




Fender '57 Champ

Der "kleine Bruder" des Deluxe. Mit 5 Watt und kleinem 8 Zoll Speaker eher was für kleine Räume oder Zuhause. Dafür ist er natürlich auch früher am Limit und bietet die gewünschte Endstufenverzerrung. Auch er ist ein handverdrahteter Vollröhrenverstärker und bietet schöne Tweed-Optik. Preis: ca. 1.150,- € - falls lieferbar.




Fender Mini '57 Twin

Das ganz kleine Besteck für unterwegs oder als netter Partygag. Läuft per Netzteil oder Batterie. Hat nur ein Transistor-Watt aber zwei 2 Zoll Mini-Lautsprecher und sieht mit Tweed und Ledergriff cool aus. Mit 40 € auch ein nettes Geschenk für Gitarristen.




Zubehör


MXR 169 Carbon Copy Analog Delay

Ein MXR Analog Delay wird auch über Neil Youngs rotes Effektbrett gesteuert. Sein Effektgerät ist aus einer nicht mehr hergestellten Serie, wie alle anderen Effektegeräte auch. Hier ein Nachfolgegerät des gleichen Herstellers für 190,- €.





Boss BF-3 Flanger

Ein weiterer Effekt in Neil Youngs Effektkette ist ein alter Boss BF-2 Flanger. Der aktuelle BF-3 ist der Nachfolger des BF-2 und bietet neben den alten Flanging-Effekten einige neue. Den Boss BF-3 gibt es für 120,- €.




Neil Youngs MundharmonikaHohner Marine Band Mundharmonika

Neil Young spielt den Klassiker der Folk- und Bluesmusik, die Hohner Marine Band. Die diatonische Mundharmonika hat einen Kanzellenkörper aus Holz und kostet als 33 €, als Deluxe-Modell sogar 49 . Da kommt bei mehreren Tonarten schon was zusammen.




Preiswerte Alternative: Classic Cantile Mundharmonika-Set

Einsteiger und Preisbewusste greifen zum 12-Set der Thomann-Hausmarke Harley Benton. Die HB Blues Harp ist ein Hohnernachbau, hat aber mit einem Kanzellenköper aus Kunstoff eine einfachere Konstruktion. Das Set deckt alle Tonarten ab und kostet nur 39 €.




K&M Mundharmonikahalter

Harmonikas muss man zum Spielen mit beiden Händen halten, da bleibt zum Klampfen keine Hand mehr frei. Wer beides gleichzeitig will, braucht daher einen Mundharmonikahalter. Der sollte verstellbar sein und keine Nackenschmerzen verursachen. Gute Qualität liefert K&M. Hier ein Halter in Schwarz für 12,50 €.






ACE Peace & Dove Gitarrengurt Neil Young

Wie das Original mit Peace-Zeichen und Friedenstaube. und mit knapp 34 € sehr preiswert.







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