Der amerikanische Agrarkonzern Monsanto hat Neil Young systematisch überwacht und sogar juristische Aktionen gegen dessen 2015 erschienenes Album "The Monsanti Years" vorbereitet. Das deckte jetzt die britische Zeitung "The Guardian" auf, der interne Dokumente des Konzerns vorliegen.
Die Dokumente - firmeninterne E-Mails und Berichte - waren im Zusammenhang mit einem laufenden Gerichtsverfahren öffentlich geworden. Sie belegen, wie das im Juni 2018 vom Deutschen Bayer-Konzern übernommene US-Unternehmen mit geradezu geheimdienstlichen Methoden gegen seine Kritiker vorgegangen ist. Diese Aktivitäten seien in einer "Fusion Center" genannten Abteilung gebündelt worden.
Dort habe Monsanto unter anderem die Reuters-Journalistin Carey Gilliam überwachen lassen und sei systematisch gegen deren kritische Veröffentlichungen über den Monsanto-Unkrautvernichter "Roundup" und einen möglichen Zusammenhang mit Krebserkrankungen vorgegangen. Laut "The Guardian" habe Monsanto zum Beispiel Dritte dazu gebracht, negative Bewertungen über Gilliams Veröffentlichungen zu schreiben. Zudem sei Google von Monsanto dafür bezahlt worden, bei Suchergebnissen zu Gilliam, Monsanto und Glyphosat die negative Bewertungen über die Journalistin zuerst anzuzeigen. Auch habe das Unternehmen Druck auf den Arbeitgeber Gilliams, die Agentur Reuters ausgeübt. [Weiter: Monsanto hat auch Neil Young überwacht ...]







