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Juli 16, 2017

Seit 1978 spielt Neil Young zwei 12-saitige Taylor 855 Gitarren. Dieses Gitarrenmodell ist vor allem durch den Konzertfilm "Rust Never Sleeps" bekannt geworden, in dem die Songs "Thrasher", "I Am A Child" und "Sugar Mountain"  auf einer der beiden Taylors gespielt wurden. 

Gitarrenbauer Bob Taylor hatte 1978 gerade erst angefangen, 12-saitige Instrumente herzustellen und wurde laut eigener Erinnerung erst mit Erscheinen des Konzertfilms drauf aufmerksam, dass Neil Young eines seiner Modelle spielte. Die oft gehörte Darstellung, Taylor habe eigens für Young Prototypen angefertigt, ist nicht korrekt. Neil Young kaufte eine der beiden Taylors regulär in einem Laden in Florida, als er dort auf seiner Segelyacht "WN Ragland" Urlaub machte. Er war vom Klang begeistert und rief über Bordtelefon seinen Techniker Larry Cragg an, der ihm noch ein zweites Exemplar besorgen sollte.

Die beiden Taylor 855 unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre Hardware: eine hat vergoldete Tuner, bei der anderen sind sie verchromt. Neil Young hat meist beide Gitarren auf der Bühne stehen, wenn er Solokonzerte gibt. Seit der Tour 1999 pappt auf der Taylor mit goldener Hardware ein Aufkleber mit dem Buchstaben "E". Es ist nicht bekannt, ob damit unterschiedliche Stimmung der beiden Gitarren kenntlich gemacht wird, oder ob der Aufkleber lediglich der besseren Unterscheidung dient.
Neil Young - Taylor 855 12-string

Neil Youngs Taylor 855 12-string Gitarren als 3D-Modelle




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Mai 31, 2014

Bunny Dolly Parton 1978
'Bunny' Dolly Parton, 1978
In wenigen Wochen, am 7. Juli, starten Neil Young & Crazy Horse ihre "Alchemy Tour 2014" in Europa. 18 Shows in 14 Ländern stehen bislang fest. Unklar ist aber immer noch, welche Vorband die Konzerte eröffnen wird. Bei der im letzten Jahr abgebrochenen Tournee standen "Los Lobos" und später die deutsche Band "Okta Logue" als Opening Act auf der Bühne.

Im Laufe der vielen Jahrzehnte haben unzählige Bands und Künstler den Anheizer für Neil Young gespielt, darunter auch große Namen wie Linda Ronstadt, Joni Mitchell oder die "Eagles". Eine echte Überraschung hätten beinahe die Fans bei der legendären "Rust Never Sleeps Tour" im Herbst 1978 erlebt: Damals hatte Neil Young niemand geringeren als Country-Star und Busenwunder Dolly Parton ausgesucht, seine bis dahin aufwändigste Bühnenshow zu eröffnen.

Neil Young hatte sich 1978 sehr kurzfristig entschieden, seine für September/Oktober jenen Jahres angesetzte Herbsttour mit "Crazy Horse" anders als üblich ablaufen zu lassen: Während eines Segeltörns auf der Hochzeitsreise mit seiner gerade angetrauten Frau Pegi ersann der Musiker ein Bühnenbild mit übergroßen Verstärkerattrappen und einem Riesenmikrofon. Die Roadies und Techniker sollten Kostüme tragen und Teil der Show sein. Sein Manager Elliot Roberts war entsetzt, als er im August - nur wenige Woche vor dem Start der Tour - von Youngs Plänen erfuhr. Der Musiker setzte sich gegenüber dem Manager durch. Die "Rust Never Sleeps"-Tour, der spätere Konzertfilm darüber, das Album gleichen Namens sowie das nachgeschobene Live-Album "Live Rust" wurden schließlich zu Meilensteinen in Neil Youngs Karriere. Warum damals aber ausgerechnet Dolly Parton 14 Shows dieser Tournee eröffnen sollte, bleibt wohl Neil Youngs Geheimnis. [Weiter mit Dolly Parton & Neil Young ...]

März 14, 2014

Comes A Time
Neil Youngs Dachschindel
Nach New York, Los Angeles und Dallas wird Neil Young auch in Chicago mit einer akustischen Solo-Show auftreten. Das hat der Musiker in einem Interview mit dem "Rolling Stone" bekannt gegeben. Ein genaues Datum oder nähere Einzelheiten stehen derzeit aber noch nicht fest.

Das Interview mit Gavin Edwards fand während des Presse-Marathons auf dem roten Hotelsofa im Rahmen der Pono-Präsentation in Austin statt. Dem "Rolling Stone" sagte Young außerdem, er sei bei PonoMusic nicht für das Geschäft zuständig: "Ich bin nur das Maskottchen - die Kühlerfigur."

Zum Album "A Letter Home" verriet Neil Young dem Magazin, dass das gesamte Album in Jack Whites alter Voice-o-Graph-Kabine von 1947 aufgenommen wurde. Das Projekt sei "aus dem Nichts" und ohne Ziel entstanden. "Keiner weiß, warum", so der Musiker. "A Letter Home" wird "sehr bald" erscheinen und er sei schon gespannt, wenn die Leute es bekommen - besonders im Lichte dessen, was er gerade tue.

Von Edwards auf die alte Anekdote angesprochen, wie er 1978 die 200.000 falsch gemasterten Erstpressungen von "Comes A Time" per Schrotgewehr unbrauchbar machte, warte Neil Young mit einer neuen Version auf: "Nein, nein, ich hab ein Scheunendach daraus gemacht. Ich habe sie als Dachschindeln benutzt."


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März 10, 2011

Und wieder mal ein Ranking: Die Redaktion des Online-Magazins bei gibson.com hat jetzt "die zehn spektakulärsten Bühnenrequisiten der Rockgeschichte" zusammengestellt. In diesem Top-10-Ranking findet sich auch Neil Young mit der „Rust Never Sleeps Tour“ von 1978 wieder.

Gibson.com führt vor allem die in Kutte und Kapuze gehüllten „RoadEyes“, die mit ihren rotglühenden Augen an die JAWAS aus den Star-Wars-Filmen erinnern, als Begründung an. Auf den übrigen neun Plätzen des Rankings finden sich teilweise tierische Bühnen-Acts von Alice Cooper (Schlange), ZZ Top (Texas Tiershow), Pink Floyd (Das fliegende Schwein), The Rolling Stones (Aufblasbarer Phallus) oder Mötley Crüe (Rotierendes Schlagzeug mit 360-Grad-Rolle).

Ob Neil Youngs Rust-Tour nun zu den größten Bühnenshows der Geschichte gehörte oder nicht, sei dahingestellt. Ein Highlight der langen Karriere des Kanadiers war sie aber allemal – nicht nur weil die mit fünf Wochen sehr kurze Tournee durch die 1979 erschienen Alben „Rust Never Sleeps“, „Live Rust“ und den Konzertfilm „Live Rust“ einen hohen Stellenwert im Gesamtwerk einnimmt. Es war auch seine erste komplett durchgestylte Bühnenshow.

Neil Young selbst hatte das Konzept mit den übergroßen Attrappen von Verstärkern, Koffern, Mikrophon und Stimmgabel, den geheimnisvollen „RoadEyes“ bis hin zu den eingespielten Woodstock-Durchsagen und den rot-blauen „Rust-O-Vision“-Brillen ausgearbeitet und seinem Manager präsentiert. Der hatte ihn dafür zunächst für völlig verrückt erklärt.

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