Freitag, 28. September 2012

Toblerone für die Ohren - Neil Young stellt "Pono" vor

Neil Young and Pono Player
Neil Young bei David Letterman
Neil Young nutzt die Publicity rund um seine Memoiren, um sein Audioprojekt "Pono" weiter voranzutreiben. Nachdem gestern der Rolling Stone in einem Artikel über die Pläne für Youngs hochauflösendes Audioformat als Alternative zu MP3 berichtete, betätigte sich der Kanadier abends als Werber in eigener Sache: In David Lettermans TV-Show präsentierte der 66-jährige Musiker und Jungschriftsteller einen Prototypen des tragbaren "Pono"-Players.

Das gelbe Gerät - in einer von der Schokoladenmarke "Toblerone" bekannten dreieckigen Form - spielt laut Neil Young alle bekannten digitalen Formate ab. Hauptzweck sei aber die Wiedergabe des neuen, von ihm entwickelten und zum Patent angemeldeten "Pono"-Formats.

In seinen Memoiren "Waging Heavy Peace" (deutscher Titel "Ein Hippie-Traum") schreibt Neil Young, dass die Geräte nicht nur Audiodateien mit der derzeit üblichen Studioauflösung von 24bit/192 kHz abspielen können. Zukünftig sei sogar eine Auflösung von 384 kHz möglich. Angeblich wollen alle großen Plattenfirmen das neue "Pono"-Format unterstützen und ihre Musikbestände entsprechend umwandeln. Die Warner Music Group habe dies laut Rolling Stone für seine 8.000 Albumtitel bereits getan.

Pono: von Schokolade inspiriert?
Bei den Geräten sollen neben dem tragbaren Player auch stationäre Geräte für Zuhause erscheinen. Neil Young arbeitet dazu mit dem britischen Hersteller Ninn zusammen, der bereits Hi-Res- und streamingfähige Abspielgeräte herstellt. Neil Youngs Ziel ist es, das bislang hochpreisige Equipment für Musikliebhaber massenmarkttauglich zu machen.

In seinen Memoiren schreibt der Musiker, man habe den ursprünglichen Namen "PureTone" in "Pono" umbenannt. Das Wort stamme aus dem Hawaiianischen und bedeute "gerecht und gut". Auch der Titel der Memoiren geht laut Rolling Stone übrigens auf das "Pono"-Audioprojekt zurück: Gefragt, ob er einen Krieg mit Apple und dessen iTunes anzetteln wolle, soll Neil Young geantwortet haben, er wagt einen schweren Frieden (englisch: Waging Heavy Peace).

UPDATE: Inzwischen hat Neil Youngs auch die Webseite www.mypono.com online gestellt. Hier kann man sich in einen Newsletter eintragen und künftig weitere Informationen über das Projekt abrufen.

Im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass sich Neil Young im Zusammenhang mit dem Audioformat zahlreiche Markennamen und Warenzeichen hat schützen lassen. Darunter neben "PonoTone" und "SQS" auch "Ivanhoe". Der Name "Toblerone" war ja bekanntlich nicht mehr frei ...


Video: Neil Young bei David Letterman




Ähnliche Artikel:
    1. Ivanhoe - Neil Youngs Kreuzzug für besseres Audio
    2. Der Produzent als Konkurrent - Elliot Mazer gegen Pono
    3. PONO kommt im Juni - Neil Young kündigt Marktstart an

      0 Kommentare :

      Kommentar veröffentlichen