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Januar 11, 2015

Harvest-Bassist Tim Drummond mit 74 Jahren verstorben

Tim Drummond 1940 - 2015
Der amerikanische Bassist Tim Drummond ist tot. Der Musiker starb nach Angaben seiner Weggefährten Karl T. Himmel und Lonnie Mack im Alter von 74 Jahren. Timothy Lee Drummond, wie er mit vollem Namen hieß, war der letzte Überlebende der "Stray Gators", Neil Youngs Backingband der Harvest-Ära. Der Legende nach war der Bassist 1971 eher zufällig in die Aufnahmesessions zu "Harvest" in Nashville geraten. Drummond arbeitete dort als Sessionmusiker, nachdem er zuvor unter anderem mit Lonnie Mack und James Brown spielte. Nach dem Wechsel nach Kalifornien war sein Bass auf Alben vieler bekannter Künstler zu hören, darunter Bob Dylan, Ry Cooder, J.J. Cale, The Beach Boys, Crosby, Stills & Nash.

Bei Neil Young war Tim Drummond der am häufigsten beschäftigte Bassist nach Billy Talbot und dem im letzten Jahr verstorbenen Rick Rosas. Außer auf "Harvest", ist Drummonds Bass noch auf neun weiteren Alben Neil Youngs zu hören. Er war mit Young als Mitglied der Bands "The Stray Gators", "The Shocking Pinks", "The International Harvesters" sowie mit CSN&Y auf Tour und stand mit ihm insgesamt 180 Mal auf der Bühne. Im letzten Sommer war mit "CSNY 1974" ein Boxset der berühmten Welttournee von 1974 erschienen, auf deren remasterten Tracks und Videos Tim Drummond zu hören und zu sehen ist. Auch die kürzliche Wiederveröffentlichung des Live-Abums "Time Fades Away" nach 41 Jahren rückte den Bassisten noch einmal in den Fokus.

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Juli 01, 2014

Billy Talbot & Co. - Neil Young und seine vielen Bassisten

Der Ausfall von Billy Talbot für die kommende Tour mit "Crazy Horse" und die Wahl von Rick Rosas als Ersatz haben auf einen Schlag die Rolle der Bassisten in Neil Youngs Bands in den Mittelpunkt gerückt. Im Internet wird darüber diskutiert, ob "Crazy Horse" ohne Billy Talbot noch "Crazy Horse" ist, oder ob Neil Young mit Rick Rosas anders klingt, als mit anderen Bassisten. Dabei wird übersehen, dass es DEN Neil Young-Sound gar nicht gibt - und schon gar nicht DEN Neil Young-Bassisten.

Tatsächlich hat der Kanadier in den über 50 Jahren seit Aufnahme der ersten Single mit unzähligen Bassisten gearbeitet. Alle haben dabei ihren Teil zum Sound einer der vielen musikalischen Phasen beigesteuert, die Neil Young jeweils durchlebte. Klar, Billy Talbot sorgt für das Fundament im "Crazy Horse"-Sound. Aber für viele ist Neil Young auch der Musiker der Harverst-Ära - und da spielte Tim Drummond den Bass. Rick Rosas wiederum ist eine Art verbindendes Element. Er hat fast alle Songs aller musikalischen Phasen gespielt. 

"Rusted Moon" hat für die aktuelle Bassisten-Debatte alle Musiker aufgelistet, die je bei Neil Young die vier Saiten zupften - entweder live auf Tournee oder auf den Alben. Klarer Spitzenreiter ist Billy Talbot, der in 46 Jahren bei 624 Shows auf der Bühne stand und auf 21 Alben zu hören ist. Rick Rosas stand in 26 Jahren insgesamt 281 Mal mit Young auf der Bühne und hat bei acht Alben mitgewirkt. Tim Drummond kommt auf 180 Live-Einsätze und zehn Alben. Dicht gefolgt von Donald 'Duck' Dunn, der es immerhin auf 171 Bühnenshows und drei Alben brachte. Corey McCormick kommt auf 74, Bruce Palmer auf 36, Joe Allen auf 33 und Gregory Reeves auf 30 Shows. Hier ist eine vollständige Übersicht aller Bassisten in Neil Youngs Karriere [Weiter zur Liste ...]