Im September 2026 jährt sich der Start der "Live From A Rusted Out Garage"-Tour zum 40. Mal. Mit "Crazy Horse" als Backingband bestritt Neil Young vom 15. September bis Ende November insgesamt 41 Shows in Nordamerika. Im darauffolgenden Frühjahr wurde die Tour mit 28 Shows in Europa fortgesetzt. Das besondere an dieser Tour: Gilt Young heute als kompromissloser Verfechter analoger Technik, so gehörte der Musiker in jener Phase Mitte der Achtzigerjahre zu den experimentierfreudigsten Anwendern digitaler Musiktechnologie im Rockgeschäft.
Und ausgerechnet mit "Crazy Horse", einer Band, die seit den späten Sechzigern für spontanen, ungeschliffenen Garagenrock steht, wagte Neil Young damals ein technisches Abenteuer, das seiner Zeit voraus war. Kaum eine andere Tournee seiner Karriere steht deshalb heute so sehr für Widersprüche: Auf der einen Seite die rohe, ungeschliffene Kraft einer legendären Rockband. Auf der anderen Seite ein hochkomplexes Netzwerk aus Computern, Synthesizern, MIDI-Controllern und digitalen Workstations.
Rückblickend wirkt die Vorstellung fast schon surreal: Neil Young, der später zu einem der prominentesten Kritiker digitaler Klangformate werden sollte, experimentierte Anfang und Mitte der Achtziger mit Technologien, die damals noch wie Zukunftsmusik wirkten. Zwar hatte er elektronische Instrumente wie den Vocoder und das Synclavier bereits zuvor verwendet. Während der Arbeiten an Alben wie "Re-Ac-Tor" und "Trans" erkundete er elektronische Klangwelten und brache sie während der Tourneen 1982 und 1983 auch auf die Bühne. Die Vernetzung einer kompletten Band über den damals noch jungen MIDI-Standard stellte jedoch eine neue Dimension dar. Die Jahre 1986 und 1987 markieren deshalb eine einzigartige Phase in Youngs Schaffen – eine Zeit, in der "Crazy Horse" eher einem digitalen Forschungslabor als einer Rockband glich. [
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Die MIDI-Experimente fielen in eine turbulente Phase in Neil Youngs Karriere. Nach den stilistischen Umwegen der frühen Achtziger mit Elektropop, Rockabilly und Country sowie dem öffentlich ausgetragenen Konflikt mit seinem neuen Plattenlabel Geffen Records wollte Young wieder zurück zum Rock. Das Ergebnis war das im Juli 1986 veröffentlichte Album "Landing On Water". Die Platte – aufgenommen mit Drummer Steve Jordan und Gitarrist Danny Kortchmar, der zugleich als Produzent fungierte – unterschied sich radikal von allem, was Young zuvor veröffentlicht hatte. Massive, typisch achtzigerhafte Drums, digitale Effekte, Synthesizerflächen und eine stark von moderner Studiotechnik geprägte Produktion an Stelle des vertrauten Klangs von Akustikgitarren und verzerrten Verstärkern. Hinzu kamen ungewöhnlich düstere Texte. Und ausgerechnet dieses Album sollte mit "Crazy Horse" auf einer Tour durch die USA und in Europa promotet werden.
MIDI-Guru Bryan Bell
Die Antwort auf die Frage nach der Live-Umsetzung dieses synthetischen Sounds hieß Bryan Bell. Der 1953 in New Orleans geborene Audio-Ingenieur und MIDI-Pionier war bereits durch seine Arbeit mit technologischen Vorreitern wie Herbie Hancock bekannt geworden. 1983 hatte er mit "Synth-Bank" die erste Online-Datenbank für Musiksounds und Daten gegründet und damit den kommerziellen Vertrieb von Klängen über das Internet vorweggenommen.
1985 holte ihn Neil Young als MIDI- und Computer-Spezialist in sein Umfeld. Bells Aufgabe bestand darin, das Unmögliches zu realisieren: den synthetischen Studiosound von "Landing On Water" live mit einer Band aufzuführen, die traditionell auf Instinkt statt auf Technik setzte. Deren Begeisterung hielt sich dann auch in Grenzen. "Plötzlich wurden wir in diesen voll ausgeprägten MIDI-Elektro-Techno-Quatsch hineingeworfen, von dem wir keine Ahnung hatten", wird Poncho in der Young-Biographie "Shakey" zitiert. "Was mich am meisten genervt hat, war, dass wir versucht haben, den Stil dieser anderen Typen nachzuahmen – Ralph spielte wie Steve Jordan, ich versuchte, wie Danny Kortchmar zu spielen. Was für ein Witz."
Bryan Bell hatte für die Tourneen 1986 und 1987 ein System entwickelt, das selbst aus heutiger Sicht beeindruckend wirkt. Ein Apple Macintosh mit Sequenzer-Software fungierte als zentrale Schaltstelle. Über mehrere MIDI-Patcher wurden Synthesizer, Sampler, Controller und Instrumente miteinander verbunden. Das gesamte Netzwerk verfügte über Dutzende Ein- und Ausgänge sowie zahlreiche Submixer. Besonders bemerkenswert war dabei die Grundidee des Systems: Bell wollte nicht einfach einzelne Instrumente digitalisieren. Vielmehr sollten sämtliche Musiker auf die gesamte Klangpalette der Band zugreifen können. Theoretisch konnte jedes Bandmitglied die Klangerzeuger der anderen Musiker ansteuern. Für eine Band wie "Crazy Horse" war das eine kleine Revolution.
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| Bryan Bell (r.) in "Rusted Out Garage" |
Bell baute aber nicht nur als Techniker das MIDI-System auf. Neil Young verpflichtete ihn auch für den Bühnendienst: Auf der Tour 1986 wuselte er, in einen weißen Kittel gekleidet, als einer der "Scientists" zwischen der Bühnendekoration herum. Außerdem bediente er im Wechsel mit Larry Cragg und Joel Bernstein bei einigen Songs einen der vielen Synthesizer. Im Konzertfilm "In A Rusted Out Garage" ist er sogar als Schauspieler zu sehen: Mit einem übergroßen Dezibelmessgerät überzeugt er einen protestierenden Nachbarn und einen Polizisten von der angeblich vertretbaren Lautstärke der Band. "Neil ist einer dieser Typen, die wollen, dass du voll und ganz dabei bist. Du machst einfach, was auch immer er will“, beschrieb er
in einem Interview die Zusammenarbeit mit Young auf der Tour.
Ihre Verbindung ging jedoch weit über die Musik hinaus. Neil und Pegi Young holten Bryan Bell aufgrund seiner technischen Expertise auch für ihr Bridge-School-Projekt an Bord, das ebenfalls 1986 erste Gestalt annahm. Als technischer Beirat suchte er ehrenamtlich nach neuen Wegen, wie die Computertechnologie den Kindern der Schule helfen könnte. Für seine langjährige Arbeit berief Pegi Young ihn später sogar in den Vorstand der Bridge School, wo er die Position des Finanzdirektors übernahm.
Die Verwandlung von „Old Black“
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| Old Black & Takamine mit MIDI |
Besonders spektakulär war die Digitalisierung von Youngs altehrwürdiger Gibson Les Paul "Old Black". Bryan Bell installierte einen hexaphonischen MIDI-Tonabnehmer des Kramer-Pitchrider-7000-Systems direkt auf dem Instrument. Anders als ein herkömmlicher Pickup erfasste dieses System jede Saite einzeln, analysierte die jeweils gespielten Töne und wandelte sie in digitale MIDI-Daten um. Diese wurden anschließend an einen Synthesizer weitergeleitet. Auf diese Weise konnte Young Synthesizer-Sounds direkt über sein Gitarrenspiel auslösen.
Für Fans, die Neil Young als Rockgitarristen mit Faible für Vintage-Instrumente kannten, war das ein ungewohnter Anblick. Seine berühmte "Old Black" wurde zeitweise zu einem Controller für elektronische Klanglandschaften. Auch Youngs Takamine-Akustikgitarre, eine japanische Martin-Kopie, die bereits auf der "Trans"-Tour 1982 zum Einsatz gekommen war, erhielt eine MIDI-Ausstattung. Und selbst sein altes Upright-Piano wurde von Bryn Bell modifiziert, damit es MIDI-Daten senden konnte. Die Grenze zwischen traditionellen Instrumenten und digitaler Technologie begann zu verschwimmen.
Die „Human Clock“ – Mensch gegen Maschine
Die größte Herausforderung bestand jedoch nicht darin, Klänge digital zu erzeugen, sondern diese im Bandgefüge zu synchronisieren. In den meisten MIDI-Systemen bestimmte damals ein Computer das Tempo. Die Musiker mussten einem starren Klicktrack folgen. Für "Crazy Horse" wäre das allerdings kaum vorstellbar gewesen. Für sie entwickelte Bell deshalb eine alternative Lösung. Er integrierte ein seinerzeit brandneues Gerät des Herstrellers Kahler namens "Human Clock". Diese "menschliche Uhr" wandelte den Schlagzeugrhythmus von Ralph Molina in MIDI-Timing-Signale um. Für die Umsetzung bekam Molina zwei elektronische Simmons-Drumpads als Snare und Tom in sein Ludwig-Drumset eingebaut. Die Idee dahinter war ebenso einfach wie ambitioniert: Die Band sollte das Tempo bestimmen und die Elektronik folgen – nicht umgekehrt.
Was ist eigentlich MIDI?
Heute gehört MIDI wie selbstverständlich zur modernen Musikproduktion. Mitte der Achtziger war die Technologie jedoch noch relativ neu. MIDI – die Abkürzung für „Musical Instrument Digital Interface“ – überträgt keine Audiosignale, sondern Steuerdaten. Vereinfacht gesagt sendet ein MIDI-Instrument Informationen darüber, welche Note gespielt wird, wie laut sie erklingt und wie lange sie gehalten wird. Die eigentliche Klangerzeugung übernimmt anschließend ein Synthesizer oder Computer.
Für Neil Young eröffnete dies völlig neue Möglichkeiten. Plötzlich konnten Gitarren Synthesizer steuern, Keyboards complexes Sample-Bibliotheken abrufen und Computer automatisch Klangwechsel durchführen. Was heute selbstverständlich erscheint, war 1986 technologisches Neuland.
Die Idee war brillant. Die Realität erwies sich jedoch als deutlich schwieriger. Bandmitglieder berichteten später, dass die "Human Clock" regelmäßig die Synchronisation verlor. Frank "Poncho" Sampedro erinnerte sich, das System sei häufig "in einer anderen Zeitzone" gewesen. Was als Befreiung der Musiker gedacht war, führte oft zu Frustration und technischen Problemen. Dennoch zeigt das Konzept, wie weit Bell und Young bereit waren zu gehen, um digitale Technologie mit menschlicher Spontaneität zu verbinden.
"Crazy Horse" lernen Computer
Für die Mitglieder von "Crazy Horse" bedeutete die MIDI-Phase eine enorme Umstellung. Billy Talbot spielte zeitweise Keyboard-Bass-Linien auf einer Roland Axis-1 Keyboardgitarre, die ihm eher das Aussehen eines New-Wave-Musikers als eines Garagenrockers verlieh. Ralph Molina musste mit elektronischen Drum-Komponenten arbeiten. Frank Sampedro verwandelte sich von einem klassischen Rockgitarristen in einen Bediener komplexer Synthesizer-Systeme. Zu seinem beeindruckenden Arsenal auf der Bühne gehörten die Synthesizer Yamaha DX7, Oberheim Matrix 12 und AKAI AX80. Dazu musste er bei bestimmten Songs noch zu einer futuristisch aussehenden Steinberger GL2T-GR MIDI-Gitarre greifen.
Viele Jahre später sollte sich diese Erfahrung überraschend auszahlen. Sampedro entwickelte sich zu einem anerkannten MIDI-Spezialisten und arbeitete später für die Studioband der "Tonight Show". Mitte der Achtziger empfanden jedoch viele Beteiligte die Situation als Belastung. Die Band hatte zunehmend das Gefühl, die Spielweise fremder Studiomusiker imitieren zu müssen, statt ihren eigenen Stil auszuleben.
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| Ponchos Keyboards und MIDI-Gitarre |
Rein technisch betrachtet war das MIDI-System der Tour ein Meisterwerk. MIDI-Magier Bryan Bell verwaltete bis zu vierzig MIDI-Kanäle und 96 Eingänge gleichzeitig, arbeitete mit gleich drei NAD Synclavier-Systemen und nutzte frühe Apple Macintosh-Programme zur zentralen Steuerung zahlreicher Geräte. Samples für die Live-Songs wurden direkt von den "Landing On Water"-Masterbändern erstellt, um die Studioklänge möglichst originalgetreu auf die Bühne zu bringen.
Doch die technische Komplexität hatte auch ihren Preis. Der Aufbau der Anlage kostete die Roadies einen ganzen Tag harter Arbeit. Die Fehleranfälligkeit war hoch. Jede zusätzliche Verbindung bedeutete eine weitere potenzielle Schwachstelle. Gleichzeitig stand der enorme technische Aufwand im Widerspruch zu jener Stärke, die "Crazy Horse" über Jahrzehnte ausgezeichnet hatte: der einzigartigen Chemie, die entsteht, wenn vier Musiker spontan miteinander interagieren.
Die Europa-Tour 1987
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| Ralph Molina mit Simmons Drum-Pad |
Obwohl Neil Youngs Europa-Tour mit "Crazy Horse" 1987 oft als direkte Fortsetzung der "Live From A Rusted Out Garage"-Tour von 1986 betrachtet wird, unterschieden sich beide Tourneen in mehreren wichtigen Punkten. Äußerlich verband sie zwar das gleiche Grundkonzept – Neil Young und "Crazy Horse" präsentierten eine Mischung aus Songs von "Landing On Water", neuem Material und Klassikern aus Youngs Werkkatalog – , doch hinter den Kulissen hatte sich die technische und musikalische Ausrichtung deutlich weiterentwickelt. Wohl auch aus logistischen Gründen verschwand zudem das aufwändige Bühnenbild einer zugerümpelten Garage mit ferngesteuerten Kakerlaken und als Mäuse verkleideten Roadies.
Die Nordamerika-Tour 1986 mit ihren 41 Stationen war vor allem ein Experiment, um herauszufinden, ob sich die stark synthetischen Studioproduktionen von "Landing On Water" überhaupt live umsetzen ließen. Das von MIDI-Spezialist Bryan Bell entwickelte System befand sich da vielerorts noch in einer Art Testphase. Computer, Synthesizer, Sampler und digitale Controller wurden erstmals in großem Umfang mit "Crazy Horse" vernetzt. Viele technische Lösungen entstanden "on the road". Die Musiker mussten lernen, mit einer Technologie umzugehen, die für eine traditionelle Rockband völliges Neuland war.
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| Roland Keytars auf Tour 1987 |
Bis zur Europa-Tour 1987 mit ihren 28 Stationen hatte Bell das System dann weiter ausgebaut und verfeinert. Er hatte Youngs Crew auch darin schulen können, es auf Tour weitgehend selber zu bedienen. Gleichzeitig versuchte man, die Erfahrungen der US-Tour zu nutzen, um die zahlreichen technischen Herausforderungen besser in den Griff zu bekommen. Wirklich gelungen ist das allerdings nie. Auch die Anzahl der Synthesizer-Songs wurde während der Europa-Tour deutlich reduziert, gegenüber der US-Tour 1986 sogar nahezu halbiert. Dennoch belasteten technische Probleme, teilweise enttäuschende Besucherzahlen, abgesagte oder in kleinere Venues verlegte Konzerte die Tour. Hinzu kam die zunehmende Frustration innerhalb der Band. Frank "Poncho" Sampedro erinnerte sich später kritisch an jene Zeit, in der "Crazy Horse" seiner Ansicht nach eher wie Bediener eines Computersystems als wie eine Rockband agierte. Neil Young hielt die chaotische Europatour schließlich im Film "Muddy Track" fest.
Von MIDI zum Blues
Bei der anschließenden Fortsetzung der 1987er Tour in den USA trat die MIDI-Technik dann noch weiter in den Hintergrund. Die Tour sollte eigentlich das im Juni 1987 erschienene letzte Geffen-Album "LIFE" promoten. Das enthielt überwiegend Live-Mitschnitte der auf der 1986er-Tour erstmals präsentierten Songs - im Studio mit zusätzlichen Overdubs aufgepimt. Aber nur vier davon wurden letztlich auf der der US-Tour 1987 auch live gespielt. Der Grund: Neil Young hatte bereits die nächste seiner typischen Wandlungen im Blick. Ben Keith am Saxophon ergänzte "Crazy Horse", und erste Blues-Stücke tauchten in den Setlisten auf – ein Vorgeschmack auf das Jahr 1988, als Young sich mit den "Bluenotes" wieder einmal neu erfand. Statt Synthesizer über MIDI-Gitarren anzusteuern, spielte er seine "Old Black" dann über einen alten Silvertone-Kaufhausverstärker. Der Weg führte von High-Tech zurück zum Retrosound.
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| Apple Macintosh als Sequencer |
Heute werden "Landing On Water" und die dazugehörigen Tourneen weiterhin kontrovers diskutiert. Die meisten Fans bevorzugen nach wie vor die rauen, analogen Aufnahmen anderer Schaffensphasen. Dennoch verdient die MIDI-Ära eine Neubewertung. Vierzig Jahre nach Beginn der "Live From A Rusted Out Garage"-Tour wirkt sie weniger als Irrweg denn als mutiges Experiment. Wie so oft in seiner Karriere versuchte Neil Young auch hier nicht, Trends hinterherzulaufen. Vielmehr wollte er herausfinden, wie weit sich Technologie nutzen lässt, ohne die menschliche Komponente der Musik aufzugeben. Nicht alles funktionierte. Manche Ideen scheiterten spektakulär, andere waren ihrer Zeit voraus.
Wenn sich 2026 der Start von "Live From A Rusted Out Garage" zum vierzigsten Mal jährt, lohnt sich deshalb ein Blick zurück auf jene Jahre, in denen Neil Young versuchte, eine Garagenband mit der Zukunft zu verkabeln. Das Ergebnis war chaotisch, widersprüchlich, gelegentlich frustrierend – und genau deshalb unverwechselbar Neil Young.
Das von Neil Young & Crazy Horse eingesetzte MIDI-Equipment
Neil Young:Frank "Poncho" Sampedro:
Billy Talbot:Ralph Molina:Sonstiges:
Die MIDI-Songs der beiden Tourneen und die verwendeten Instrumente
1986 USA Garage-Tour
Mr. Soul
Young: Old Black mit MIDI-PU, Talbot: Roland Keytar, Sampedro: AX80-Synthesizer
1987 Europe-Tour
Mr. Soul
Young: Old Black mit MIDI-PU, Talbot: Bass statt Keytar, Sampedro: AX80-Synthesizer
1986 USA Garage-Tour
Inca Queen
Young: Takamine Akustikgitarre mit MIDI-PU, Talbot: Roland Keytar, Sampedro: DX7-Synthesizer
1987 Europe-Tour
Inca Queen
Young: Takamine Akustikgitarre mit MIDI-PU, Talbot: Roland Keytar, Sampedro: DX7-Synthesizer
1986 USA Garage-Tour
Opera Star
Young: Old Black mit MIDI-PU, Bernstein: Synclavier
1986 USA Garage-Tour
Sample And Hold
Young: Old Black mit MIDI-PU & Headset, Sampedro: Headset, Cragg: Synclavier, Bernstein: DX7-Synthesizer
1987 Europe-Tour
Sample And Hold
Young: Old Black mit MIDI-PU, Cragg: Synclavier, Bernstein: AKAI AX80-Synthesizer
1986 USA Garage-Tour
Computer Age
Young Old Black mit MIDI-PU (zeitweise), Sampedro: Steinberger-MIDI-Gitarre, Bernstein: AX80-Synthesizer, Cragg: Synclavier, Bryan Beil: unbekanntes Device
1987 Europe-Tour
Computer Age
Young: Old Black mit MIDI-PU, Sampedro: reguläre E-Gitarre, Cragg: MIDI-Piano
1986 USA Garage-Tour
Violent Side
Young: Old Black mit MIDI-PU, Bernstein: Synclavier (Chor-Samples)
1986 USA Garage-Tour
Mideast Vacation
Young: Old Black mit MIDI-PU, Talbot: Roland Keytar, Sampedro: DX7-Synthesizer
1987 Europe-Tour
Mideast Vacation
Young: Old Black mit MIDI-PU, Talbot: Roland Keytar, Sampedro: DX7-Synthesizer
1986 USA Garage-Tour
Long Walk Home
Young: Piano, Sampedro: DX7-Synthesizer
1986 USA Garage-Tour
When Your Lonely Heart Breaks
Young: Old Black mit MIDI-PU, Sampedro: Oberheim-Synthesizer, Cragg: Synclavier
1987 Europe-Tour
When Your Lonely Heart Breaks
Young: Old Black mit MIDI-PU, Sampedro: Oberheim-Synthesizer
1986 USA Garage-Tour
Touch The Night
Young: Old Black mit MIDI-PU, Talbot: Roland Keytar, Sampedro: AX80-Synthesizer
1986 USA Garage-Tour
Around The World
Neil Young: Old Black mit MIDI-PU, Sampedro: Gitarre & Oberheim-Synthesizer
1986 USA Garage-Tour
Bad News Beat
Young: Old Black mit MIDI-PU, Sampedro: Synthesizer
1986 USA Garage-Tour
Hippie Dream
Young: Old Black mit MIDI-PU, Talbot: Roland Keytar, Sampedro: Gitarre, Unknown: Syntheseizer
1986 USA Garage-Tour
Powderfinger
Bernstein: Synclavier
1986 USA Garage-Tour
Prisoners Of Rock'n'Roll
Young: Old Black mit MIDI-PU, Bernstein: DX7-Synthesizer
1987 Europe-Tour
Prisoners Of Rock'n'Roll
Young: Old Black mit MIDI-PU, Bernstein: DX7-Synthesizer
Quellen: Konzertfilm "In a Rusted Out Garage", TV-Broadcast Neil Young in Milano, RAI, YouTube-Videos von 1986 und 1987
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Danke für diesen unglaublich gut recherchierten Bericht! Hochinteressant, auch in technischer Hinsicht.
AntwortenLöschenObwohl es die 70-er und danach die 90-er Jahre waren, in denen Young seinen musikalischen Zenit erreichte (meine Meinung), waren die 80-er rückblickend nicht nur erstaunlich lebhaft und experimentierfreudig, sondern auch bedeutend für ihn als Mensch und für seine gesamte Karriere.
Viele grosse Musiker aus den 60-er und 70-er haben sich in den "schrägen" 1980 Jahren etwas verirrt, und manche haben sich regelrecht verloren; Neil Young, denk ich, hat's in der Zeit ganz einfach genossen, sich kompromisslos ausgetobt und ist sich damit treu geblieben. Sein ROTER FADEN war stets hörbar - das alleine finde ich schon bemerkenswert, aber auch exemplarisch für sein Schaffen.
Übrigens: ich liebe Landing on Waters!...seit 40 Jahren schon ;-)
Gruss - R.B.
Mein Gott, Ralf, wie lange hast Du denn an diesem Monsterbeitrag gesessen? Hast Du ja schon mehrfach gemacht. Da können sich die Jungs von TW echt ne Scheibe von abschneiden.
AntwortenLöschenIm übrigen war ich 1987 beim Konzert von Neil in Köln. Und empfand es über weite Strecken als große Enttäuschung. Der Funke sprang auch bei vielen anderen in der Kölner Sporthalle einfach nicht über. Das schlechteste NY Konzert, das ich gesehen habe.
Sensationeller und hochinteressanter Beitrag!
AntwortenLöschenVieln Dank dafür!!!
mic