Mai 13, 2018

Neil Youngs Archiv kostet ab Juni 1,99 Dollar monatlich

Neil Young Archives Preise
Neil Young hat die Preise für das Abonnement seiner Archive-Webseite offiziell bekanntgegeben: Ab dem 1. Juni kostet die Mitgliedschaften 1,99 US-Dollar pro Monat oder 19,99 Dollar pro Jahr. Ob die Preise für Europa zum Tageskurs umgerechnet werden oder eins zu eins in Euro gelten, ist bislang nicht klar.

Die Archivseite sei "der Ort, an dem ich im Internet lebe", erklärt Neil Young in einer seiner gewohnt blumigen Mitteilungen. "Ich werde mit meiner neuen und alten Musik auf NYA sein. Ich werde auf der Timeline sein. Jeden Tag werde ich das Lied des Tages wählen. Ich werde dort schreiben, nachdenken und herwandern. Wir haben eine Zeitung ("The Times-Contrarian") voller Updates, Projekte und anstehender Veranstaltungen rund um meine Musik."

Außerdem seien alle alten und die künftig erscheinenden Alben auf der Archivseite für Abonnenten in hochauflösendem Format zu hören. Neil Young: "Alle meine neuen Platten sind dort zuerst zu hören, bevor sie irgendwo anders veröffentlicht werden. Neue unveröffentlichte Alben aus dem Archiv, alte unveröffentlichte Alben aus dem Archiv werden immer zuerst dort zu hören sein." Jeder Song werde mit umfangreichem Archivmaterial und Informationen zu seiner Entstehung, zu Songwriting und Mitwirkenden hinterlegt. Abonnenten sollen außerdem exklusiv als erste Zugriff auf die Tickets der kommenden Konzerte erhalten. Ausgewählte Konzerte würden zudem auf der Webseite für Abonnenten gestriemt, wie zuletzt das "Crazy Horse"-Reunionkonzert.

Wer trotz aller Vorteile kein Abo für das Archiv abschließt, soll dennoch weiterhin auf Teile des Materials zugreifen können. Neil Young hatte schon vorher in Interviews berichtet, dass die mit den Plattenfirmen geschlossenen Verträge die kostenlose Nutzung für nur sechs Monate gestatten. Nach Start der Archivseite im Dezember endet diese Phase im Juni. Die Verträge sehen aber auch vor, dass auf die zehn beliebtesten Alben Neil Youngs auch künftig kostenlos zugegriffen werden kann. [Weiter: Preiswerter als die Konkurrenz ...]

Mit dem jetzt vorgestellten Preismodell liegt Neil Young deutlich unter dem, was etablierte Streamingdienste wie Spotify, Deezer, Amazon Prime oder Apple Music für ein Abo verlangen. Abgesehen von den kostenlosen, weil eingeschränkten oder werbefinanzierten Varianten, werden Kunden dort mit Kosten ab 9,99 Euro pro Monat zur Kasse gebeten - bekommen dafür aber natürlich auch Zugriff auf alle Künstler und deren Alben  - nicht nur auf Neil Young. Dafür punktet Neil Youngs eigener Abo-Service mit dem klar besseren Sound. Hochauflösende Musik in 24bit/192kHz bietet keiner der Wettbewerber. Auch mit der auf den NY-Archives verfügbaren Hintergrundinformationen, Dokumenten, Fotos und Memorabilia können die herkömmlichen Streamingdienste nicht mithalten. Von Filmen oder Live-Konzerten gar nicht zu reden.

Ab Herbst soll die Archiv-Seite außerdem auch als App auf mobilen Geräten wie Handys und Tablets  - und damit unterwegs - verfügbar sein. Bislang war das Angebot technisch auf Desktop-PCs oder Notebooks beschränkt. Auch im Vergleich zur 2009 erschienenen ersten Archiv-Ausgabe erscheint der Abo-Preis ein Schnäppchen: legt man den damaligen Kaufpreis der Blu-Ray- oder DVD-Ausgabe um auf neun Jahre Nutzung seit Erscheinen, liegt man bei jährlichen Kosten von 27 bis 33 Euro - und das nur für Material von 1963 bis 1972.

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