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Mai 07, 2026

Neil Young - Sony vs. Warner
Neil Young könnte bald zwischen zwei Welten stehen: Während der Musiker mit seinem Labeldeal bei Reprise weiterhin fest an die Warner Music Group gebunden ist, liegen zentrale Rechte an seinem Songkatalog künftig womöglich vollständig bei der Sony Music Group. Hintergrund ist die geplante Übernahme der Recognition Music Group – einem der weltweit wichtigsten Verwalter von Musikrechten –, über die Sony Medienberichten zufolge derzeit exklusiv verhandelt. Mit einem geschätzten Volumen zwischen 3,5 und 4 Milliarden US-Dollar wäre die Transaktion einer der größten Deals, die der globale Musikmarkt je gesehen hat. Im Zentrum des Milliardenpokers steht ein Katalog mit mehr als 45.000 Songs, darunter Werke von Justin Bieber, Shakira und als besonderes Prestigeobjekt die Rechte an Rocklegende Neil Young.

Vorangetrieben wird die Übernahme durch ein im Januar 2026 gegründetes Joint Venture zwischen Sony und dem singapurischen Staatsfonds GIC. Die Konstruktion erlaubt es Sony, die enormen Investitionssummen zu stemmen, ohne die eigene Bilanz übermäßig zu belasten, während GIC langfristig Kapital bereitstellt. Für Sony wäre der Deal der nächste Schritt auf dem Weg zur weiteren Dominanz im internationalen Musikgeschäft: In den vergangenen Jahren investierte der Konzern bereits Milliarden in die Kataloge von Queen, Bruce Springsteen und Bob Dylan. Die Verhandlungen mit dem aktuellen Eigentümer Blackstone sollen sich bereits in der finalen Phase befinden, eine Einigung wird bis Mitte Mai erwartet. [Weiter: Neil Youngs Songrechte schon mehrfach weiterverkauft ...]

Januar 30, 2026

Neil Young - Donald Trump - Warner Music
Neil Young macht ernst. Aus Wut über die Trump-Administration ruft der Musiker zum Boykott aller Unternehmen auf, die den US-Präsidenten unterstützen. Auf seiner Website veröffentlichte er eine Liste dieser Firmen inklusive der Kontaktadressen ihrer Eigentümer, damit Bürger ihrem Ärger Luft machen können.

Young selbst hat seine Musik bereits von Amazon abgezogen und plant, aus Protest seinen Mobilfunkanbieter Verizon zu wechseln. Auch auf neue Apple-Computer will der Musiker künftig verzichten. Apple-CEO Tim Cook wirft er vor, die Premiere des Melania-Trump-Films im Weißen Haus besucht und damit "Trumps Hintern geküsst" zu haben. Zudem beteiligte er sich am "National Shutdown" – einem landesweiten Streik am 30. Januar gegen die Tötung zweier US-Bürger durch ICE-Kräfte –, indem er an diesem Tag seinen offiziellen Webstore schloss.

Auf seiner Homepage kündigte Neil Young zudem an, sich sukzessive von allen Unternehmen zu distanzieren, die das seiner Meinung nach "faschistische Trump-Regime" unterstützen. Dabei macht er womöglich nicht einmal vor seinem eigenen Plattenlabel halt. "Und was ist mit meiner großartigen Plattenfirma Warner Bros. Records? Ich halte euch auf dem Laufenden", schrieb der 80-Jährige, der – mit Ausnahme eines kurzen Intermezzos bei Geffen Records – seit fast 60 Jahren mit Warner zusammenarbeitet. [Weiter: Warner Music & Trump ...]

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