Januar 05, 2014

Joni Mitchell mit 'Heart of Paper' in der Carnegie Hall

Joni Mitchell Carnegie Hall 1969
Bereits zwei Jahre vor Neil Young, am 1. Februar 1969, gab dessen kanadische Landsfrau Joni Mitchell ihr Debüt in der berühmten New Yorker "Carnegie Hall". Dabei wurden einige erstaunliche Parallelen zu Neil Youngs Debüt in der legendären Halle am 4. und 5. Dezember 1970 sichtbar. Diese Gemeinsamkeiten der beiden Konzerte unterstreichen noch einmal, wie seelenverwandt die beiden kanadischen Musikikonen sind. Und sie machen auch deutlich, welch große Bedeutung damals ein Auftritt an diesem legendären Auftrittsort in New York City hatte. Ein Debüt in der "Carnegie Hall" kam einem karrieretechnischen Ritterschlag gleich.

Foto: www.jonimitchell.com
Joni Mitchell mit Eltern
Wie später bei Neil Young, waren auch für Joni Mitchells Konzert beide Eltern angereist, um die Show der Tochter zu sehen. Während aber Mutter und Vater Anderson (Joni Mitchells Mädchenname) aus Kanada kamen und das Konzert gemeinsam besuchten, gingen Neil Youngs zehn Jahre zuvor geschiedene Eltern auch in New York getrennte Wege.

Vater Scott Young kam mit seiner zweiten Ehefrau Astrid aus Toronto nach Manhattan und besuchte die Abendshow am Freitag, 4. Dezember. Er schrieb über das Konzert in der Zeitung "Toronto Telegram" und später im Buch "Neil & Me". Mutter Rassy reiste aus Florida an und bekam von ihrem Sohn eine Karte für dessen Mitternachtsshow am Samstag, den 5. Dezember. Gesehen haben sich Neil Youngs Eltern nicht. [Weiter mit Details zu Joni Mitchells Show in der Carnegie Hall ...]

Setlist auf die Gitarre geklebt

Fotos: Joel Bernstein
(Klick in Foto zum Vergrößern)
Ebenso wie Neil Young, hatte auch Joni Mitchell ihre Setlist für das Konzert auf die Zarge ihrer Martin-Gitarre geklebt. Neil Youngs Liste, auf Briefpapier des "Gorham Hotels" gekritzelt, klebte noch Jahre später auf seiner Martin D-45. Ein Beleg dafür, wie wichtig ihm der Auftritt in der renommierten "Carnegie Hall" war.

Wie 1970 bei Neil Young, reagierte auch schon 1969 bei Joni Mitchell das New Yorker Publikum euphorisch. Allerdings bekam Mitchell ein Herz aus Pappe mit der Aufschrift "Dear Joni, New York loves you" überreicht, Neil Young bekam nichts. Dessen "Herz aus Gold" erklang bei seinem Konzert 1970 übrigens auch nicht auf der Bühne. Dieser Klassiker rückte fünf Wochen später, im Januar 1971, erstmals ins Repertoire.

Foto: www.jonimitchell.com
New York liebt Joni Mitchell
Anders als Neil Young, der 1970 nur eigene Stücke vortrug, hatte Joni Mitchell 1969 auch eine Fremdkomposition im Programm: "For What It's Worth", den wohl bekanntesten Song von "Buffalo Springfield", bei denen Neil Young noch ein Jahr zuvor gespielt hatte. Auch "Cicle Game", Joni Mitchells Antwort auf Neil Youngs "Sugar Mountain" war in der "Carnegie Hall" in ihrem Repertoire. Neil Young spielte sein "Sugar Mountain" 1970 an gleicher Stelle.

Joni Mitchells Manager war damals schon Elliot Roberts, der die Kanadierin bereits vor Neil Young unter Vertrag nahm. Mit Neil Youngs Debüt in der "Carnegie Hall" 23 Monate später hatte der Manager seine beiden Stars innerhalb von zwei Jahren in den Konzertolymp geführt.

3D-Modell: Neil Youngs Martin D-45 mit Carnegie Hall Setlist




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