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Authentisches Neil Young Equipment und preiswerte Alternativen


Zugegeben, nicht jeder Neil-Young-Fan macht auch selber Musik. Und nicht jeder Musiker kann oder will mit dem gleichen Equipment spielen, das auch der Meister selber nutzt. Das würde auch gar nicht funktionieren, weil Neil Young mit wenigen Ausnahmen nur Vintage-Equipment und speziell angepasste Produkte verwendet. 

Aber auch Reissue-Modelle von Neil Youngs Gitarren oder Verstärkern sind nicht jedermanns Sache. Zum einen, weil auch eine neue Martin oder Gretsch eine ganze Stange Geld kostet. Zum anderen, weil der typische Neil-Young-Sound eben mehr ist, als die Summe aus Instrumenten und Verstärkern. Wie bei allen großen Musikern, spielen Kopf und Finger eine große Rolle. Und für eine bloße Annäherung braucht man ja nicht unbedingt Original-Equipment. Trotzdem können authentische Instrumente viel zum richtigen Feeling beitragen. Und Qualität kann auch nie schaden.

Hier ist eine Aufstellung der von Neil Young verwendeten Instrumente und seines Equipments sowie deren heute im Handel erhältlichen Nachfolgemodelle. Soweit möglich, ist immer auch eine preiswerte Alternative aufgeführt. Wer über die aufgeführten Produkte oder über diesen Direktlink bei unserem Amazon Partnerprogramm bestellt, unterstützt gleichzeitig die Webseite Rusted-Moon, die ein paar Prozentpunkte vom Einkaufswert gut geschrieben bekommt.

Stand: März 2015



Akustische Instrumente

Neil Youngs Martin D-28Martin D-28

Neil Young spielt unbezahlbare Vorkriegsmodelle von Martins Klassiker D-28: Ein Modell von 1941 (Hank Williams Gitarre!) und eines von 1946. Das aktuelle Serienmodell der D-28 hat immer noch die klassische Kombination aus Fichtendecke und Palisanderkorpus mit Mahagonihals und kostet derzeit knapp 2.200 €.



Sigma SDR-28H
Preiswerte Alternative: Sigma SDR-28H

Die Sigma SDR-28 Herringbone ist eine preiswerte Kopie der Martin D-28 mit einer Fichtendecke aus massiven Holz. Auch Zargen und Boden sind massiv und wie beim Original aus Palisander. Wie die Martin, so kommt auch die Kopie mit dem typischen Herringbone-Binding - daher auch 28"H". Preis: ca. 700,- €.



Neil Youngs Martin D-45Martin D-45

Die Martin D-45 ist so etwas wie die Luxusvariante der D-28 - mit Perlmuttbinding und Goldhardware und einem stolzen Preis: knapp 6.300 € kostet dieses akustische Flaggschiff. Dafür bekommt man eine Gitarre, mit deren Modell von 1968 Neil Young sein erfolgreichstes Album "Harvest" einspielte. (Link: Alles über Neil Youngs D-45)


Sigma DR-45
Preiswerte Alternative: Sigma DR-45

Die Sigma DR-45 entspricht der Martin D-45 optisch fast zu 100% - inklusive der Permutteinlagen. Allerdings ist hier nur die Fichtendecke aus massiven Holz. Zargen und Boden sind aus gesperrtem Palisander. Trotzdem bescheinigen Tests der in China hergestellten Martin Kopie einen guten Klang. Der Kommt an das Original natürlich nicht heran. Aber das kann man für für 750,- € auch nicht verlangen.



Neil Youngs Martin D-18Martin D-18

Die Martin D-18 entspricht in etwa der D-28, hat aber statt des Palisanderkorpus einen Boden und Zargen aus Mahagoni - und damit einen dunkleren, wärmeren Sound. Neil Young hat sie angeblich seinem Manager geklaut. Wer keine solche Bezugsquelle hat, muss für das aktuelle D-18 Standard-Modell ca. 1.900 € berappen. (Link: Neil Youngs D-18)


Preiswerte Alternative: Sigma DR-18

Wer eine stilechte Martin Dreadnough spielen will, aber nicht gleich ein paar Monatsgehälter auf den Tisch legen kann, sollte sich die Sigma DR-18 näher anschauen. Sie sieht aus wie eine D-18 und klingt auch fast so - kostet mit 333,- € aber auch nur einen Bruchteil. Die Decke ist trotz des Preises aus massiver Fichte.



Guild F512D 12-Saiter

Der breite, volle Sound einer 12-saitigen Akustik trägt epische Songs wie "Thrasher". Neil Young spielte in seinen Anfangsjahren in Toronto zunächst eine 12-saitige Gibson. Dann eine 12-saitige Guild, bevor er auf der Rust-Tour eine der ersten 12-Saiter von Taylor präsentierte. Seine spezielle Taylor 855 kam so aber nie in den Handel. Die vollmassive Guild F512 kostet heute stolze 2.600 €. (Link: Neil Youngs 12-saitige Gitarren)



Preiswerte Alternative: Guild GAD-JF3012 12-Saiter

Preiswerte 12-Saiter gibts als China-Schrott schon ab 100 €. Brauchbareres kostet ab 500 €, allerdings stimmt dann oft die Optik nicht. Wer eine eine stilechte Gitarre im Jumbo-Format sucht, sollte sich für unter 1.000 € eine Guild aus der GAD-Serie ansehen.



Neil Youngs Guild M-20Guild M-20

Seit dem Album "Le Noise" spielt Neil Young eine kleine Guild M-20 Mahagonigitarre, die ihm Produzent Daniel Lanois in die Hand drückte. Die M-20 ist eigentlich eine preiswerte Schülergitarre, deren Sound Young und Lanois mit einem LR Baggs M1 Schalllochtonabnehmer elektrisch verstärkten. Guild verkauft die Gitarre heute unter der Modellbezeichnung M-120 als massives Mahagoni-Instrument. Dafür sind 489,- € nicht zuviel. (Link: Neil Youngs Guild M-20)



Der Tonabnehmer für die M-20 ist hochwertig und kostet knapp 179,- €. Er wird im Schallloch montiert. Neil Young geht damit übrigens direkt in seinen Fender Deluxe E-Gitarrenverstärker.



Neil Youngs Banjo6-String  Gitarren-Banjo

Neil Young spielt auf einigen Stücken ein Guitar Banjo von Gibson. Statt vier Saiten haben solche Banjos sechs, die zudem wie bei einer Gitarre gestimmt sind. Man muss sich als Gitarrist also nicht groß umstellen.

Ein erschwingliches Gitarren-Banjo gibt es mit dem Stagg BJM30 G 6 String Gitarren Banjo Deluxe für 209,- €.



Ukulele

Damit fing Neil Youngs Musikkarriere 1958 an. Seine Ukulele war damals aus Plastik und brachte ein Heftchen mit Cowboyliedern mit. Heute sind sogar die preiswerten Ukulelen schon aus Holz. Heftchen mit Liedern kommen nicht mit, dafür gibt es heute Internet. Bei Thomann gibt es diese Mahagony-Ukulele zum Taschengeldpreis von 14,90 €. (Link: Alles über Neil Youngs Ukulele)



Elektrische Gitarren

Neil Youngs Gibson Les PaulGibson Les Paul

Neils Hauptgitarre "Old Black" ist eine Gibson Les Paul Goldtop von 1953, die mit einem Bigsby B7, einem Firebird Mini-Humbucker und dem Hals einer Gibson SG verändert wurde. Außerdem wurde sie schwarz überlackiert und erhielt weitere Modifikationen der Elektrik. Eine vergleichbare Gitarre ist nicht im Handel. Wer sich sich hier annähern will, greift zur einer Gibson Les Paul Golttop mit P90 Pickups für etwas über 2.000 € und baut selber ein Bigsby Tremolo an. Wer sich das bei einem so teuren Instrument nicht traut, findent hier ein Bastelvorschlag für eine preiswerte Billig-Kopie.


Gretsch White Falcon

Neil Youngs Gretsch White Falcon"Walk with Me" - Der Song auf dem Album "Le Noise" wurde mit der White Falcon eingespielt und hat einen symbolischen Titel: Mit der riesigen weißen Gretsch ging Neil Young seit den Tagen von Crosby, Stills, Nash & Young einen langen Weg. Young spielt gerne eine Stereo-Variante 6137 mit vier Toggle-Switches, hat aber auch die normale 6136 in Gebrauch. Ein aktuelles Modell kostet derzeit gut 3.700 €.



Gretsch White Falcon DC

Gelegentlich kam bei Neil Young auch eine White Falcon mit doppeltem Cutaway zum Einsatz. Die etwas schlankere Ausgabe des Straßenkreuzers unter den E-Gitarren ist aktuell für ca. 3.200 € zu haben.



Preiswerte Alternative: Ibanez AGR73T-TSW

Die "White Falcon des armen Mannes" kommt von Ibanez. Die Gitarre aus der in China gefertigten Artcore-Serie hat eine schöne weiße Lackierung, zwei Filtertron-ähnliche Pickups und ein Bigsby-ähnliches Vibrato. Dazu Gold-Hardware und gute Kritiken in der Fachpresse. Einzig die schwarze Kopfplatte stört etwas die Optik. Dafür wird man mit knapp 550,- € auch nicht gleich arm.


Neil Youngs Gretsch 6120Gretsch 6120 Chet Atkins

Die orangefarbene Gretsch Chet Atkins war schon 1963 Neil Youngs Gitarre bei "The Squires" und später bei Buffalo Springfield, dort aber ohne Schlagbrett. Wer durch die Buffalo Springfield-Reunion wieder auf den Geschmack gekommen ist, kann für knapp 3.350 € das passende Instrument erwerben. (Link: Alles über Neil Youngs Gretsch 6120)



Preiswerte Alternative: Gretsch G5420 ELECTROMATIC

Eine White Falcon, ob Single- oder Double Cut, und eine Chet Atkins sind nicht unter 3.000 € zu haben. Viel Geld für Gitarren, die nicht gerade für breite Einsatzzwecke geeignet sind. Mit der Electromatic-Serie hat Gretsch eine preiswerte Alternative im Programm. Bei Pickups, Tremolo und Holz muss man Abstriche machen, der Sound ist aber typisch Gretsch. Für um die 1.000 € ist man dabei.



Gibson Les Paul Junior

Neil Youngs erste echte E-Gitarre war eine Les Paul Junior mit P90-Pickup. Mit diesem Einsteigerinstrument aus dem Hause Gibson spielte er in Winnipeg in seinen ersten High-School-Bands, bis er sie wegen einer defekten Elektrik gegen die Wand schmiss. Heute wäre diese Gibson aus den 50ern wohl ein Vermögen wert. Neuerdings sieht man Neil Young wieder öfter mit dem Instrument seiner Anfangsjahre auf der Bühne. Eine neue Les Paul Junior ist heute unter 700 € zu haben.



Neil Youngs Gibson Flying VPreiswerte Alternative: Gibson/Epiphone Flying V

Auf dem Live-Album "Time Fades Away" von 1973 spielte Young eine Gibson Flying V mit Goldhardware und in Natur-Lackierung. Nur eine Episode wie die Gibson Explorer auf der Trans-Tour oder eine blonde Telecaster. Wer wie Neil Young auch mal fremdgehen will, kann das preiswert mit einer Flying-V-Kopie von Gibson-Tochter Epiphone tun. Die Epiphone Flying V 58 kommt der Original Gibson von damals optisch sehr nahe und kostet derzeit ca. 370 € - nicht zuviel, um gelegentlich mal für Aufsehen zu sorgen.



Preiswerte Alternative: Gibson/Epiphone 1958 Explorer

Auf der Trans-Tour 1982 spielte Neil Young einen weiteren Exoten von Gibson. Die Explorer kam wie ihre Schwester Flying V 1958 ins Programm, floppte im Verkauf und verschwand 1959 schon wieder. 1979 brachte Gibson eine leicht veränderte Neuauflage. Auch von der Explorer hat Epiphone eine preiswerte Kopie im Angebot, mit der man auf Neil Youngs Trans-Pfaden wandeln kann. Sie ist aus Korina-Holz und kommt im authentischen Look für nur knapp 370,- €.



Preiswerte Alternative: Fender/Squier Telecaster Blond

Für alles mit sechs Saiten bevorzugt Neil Young Gibson und Gretsch. Die Marke Fender hat bei ihm Röhren und dient eigentlich nur zum Verstärken. Eine Ausnahme bildet eine blonde Fender Telecaster, mit der er einige Male auftrat. Wer auch mal ins gegnerische Gitarrenlager wecheln möchte, kann das preiswert mit einem Modell der Fendertochter "Squier" tun. Der Name Squier passt historsich ohnehin gut zu Neil Young. Squier hat zwei Modelle in "Butterscotch Blonde" mit schwarzem Schlagbrett im Programm. Die preiswertere "Affinity" kostet nur 180 €. Das bessere Instrument ist die "Classic Vibe 50's" für 320,- €.



Verstärker

Fender '57 Deluxe

Neil Youngs elektrische Ton wird entscheidend von seinem Fender '59 Deluxe Amp geprägt. Er hat viele davon, aber nur nur einer produiziert diesen speziellen Ton. Laut Techniker Larry Craigg spielen dabei ein unterdimensioniertes Netzteil und alte Jensen-Speaker eine wichtige Rolle. Fender hat mit dem '57 Deluxe eine handverdrahtete Version dieses Röhren-Verstärkertyps im aktuellen Programm. 12 Watt, zweimal Volume, einmal Tone - aber "den" Ton hat er natürlich nicht. Mit knapp 1.800 € auch nicht billig - und nicht immer lieferbar.



Luxeriöse Alternative: Raptor 22

Amp-Guru Udo Pipper baut mit ausgesuchten Bauteilen einen Klon des Fender Deluxe 5E3. Der "Raptor 22" hat 22 Watt und ist speziell abgestimmt um den klassischen Neil-Young-Ton zu treffen. Handverdrahtung und hochwertige Bauteile, inklusive Massivholzgehäuse, haben natürlich ihren Preis. Der "Raptor 22" kostet ab 2.899 Euro und wird von "George Forester Guitars" in Bad Wörishofen vertrieben.



Fender '57 Champ

Der "kleine Bruder" des Deluxe. Mit 5 Watt und kleinem 8 Zoll Speaker eher was für kleine Räume oder Zuhause. Dafür ist er natürlich auch früher am Limit und bietet die gewünschte Endstufenverzerrung. Auch er ist ein handverdrahteter Vollröhrenverstärker und bietet schöne Tweed-Optik. Preis: ca. 900,- € - falls lieferbar.



Fender Champion 600

Der "Kleine Bruder" des "Kleinen Bruders" des Deluxe. Auch 5 Watt Vollröhre, aber mit 6 Zoll noch kleinerer Lautsprecher. Idealer "Bedroom"-Amp mit Fender-Röhrensound, für den es im Internet viele Anleitungen für Modifikationen gibt. Preis: ca. 209 €.



Fender Mini '57 Twin

Das ganz kleine Besteck für unterwegs oder als netter Partygag. Läuft per Netzteil oder Batterie. Hat nur ein Transistor-Watt aber zwei 2 Zoll Mini-Lautsprecher und sieht mit Tweed und Ledergriff cool aus. Mit 34 € auch ein nettes Geschenk für Gitarristen.



Zubehör

Fender Tube Reverb

Live hängt die Hallspirale dieses Fender Röhrenreverbs meist an einem Mikrophonständer, den Neil Young direkt auf den Betonboden der Halle platziert. Dazu bohrt der notfalls ein Loch in das darüber liegende Parkett. So vermeidet er Scheppern durch Trittschall. Zuhause könnte man die Hallspirale z.B. an einen Wäscheständer hängen, aber in dem schönen Gehäuse macht sie sich doch etwas besser. Kostenpunkt dieses Gerätes aus der Fender Vintage Reissue Serie: 710,- €.



Fender 63erTube Reverb als Boss Fußpedal

Der Original Fender Röhrenreverb ist groß, teuer und passt nicht recht zu den ganz kleinen Amps. Handlicher und preiswerter bekommt man den Sound mit dem Pedal von Boss. Die haben mit Fenderlizenz den legänderen Federhall als Fußtreter realisert. Elektronik statt Röhre, aber amtlicher Sound und Optik. Hat alle Regler des Originals und kostet 129,- €.



MXR 169 Carbon Copy Analog Delay

Ein MXR Analog Delay wird auch über Neil Youngs rotes Effektbrett gesteuert. Sein Effektgerät ist aus einer nicht mehr hergestellten Serie, wie alle anderen Effektegeräte auch. Hier ein Nachfolgegerät des gleichen Herstellers für 157,- €.





Boss BF-3 Flanger


Ein weiterer Effekt in Neil Youngs Effektkette ist ein alter Boss BF-2 Flanger. Der aktuelle BF-3 ist der Nachfolger des BF-2 und bietet neben den alten Flanging-Effekten einige neue. Den Boss BF-3 gibt es für 115,- €.





Neil Youngs MundharmonikaHohner Marine Band Mundharmonika

Neil Young spielt den Klassiker der Folk- und Bluesmusik, die Hohner Marine Band. Die diatonische Mundharmonika hat einen Kanzellenkörper aus Holz und kostet als Standardmodell 27 €. Die noch hochwertigere Deluxe-Ausführung sogar 35 €. Da kommt bei mehreren Tonarten schon was zusammen.



Preiswerte Alternative: Harley Benton Mundharmonika-Set

Einsteiger und Preisbewusste greifen zum 12-Set der Thomann-Hausmarke Harley Benton. Die HB Blues Harp ist ein Hohnernachbau, hat aber mit einem Kanzellenköper aus Kunstoff eine einfachere Konstruktion. Das Set deckt alle Tonarten ab und kostet nur 39 €.



K&M Mundharmonikahalter

Harmonikas muss man zum Spielen mit beiden Händen halten, da bleibt zum Klampfen keine Hand mehr frei. Wer beides gleichzeitig will, braucht daher einen Mundharmonikahalter. Der sollte verstellbar sein und keine Nackenschmerzen verursachen. Gute Qualität liefert K&M. Hier ein Halter in Schwarz für 13,50 €.


Neil Youngs Gitarrengurt

Minotauer Gitarrengurt Neil Young

Wie das Original mit Peace-Zeichen und Friedenstaube. Einziger Unterschied: Der Nachbau ist komplett aus Leder. Dafür sind die aufgerufenen 38,- € aber sehr preiswert.








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