Sonntag, 8. Mai 2016

Presse: 'EARTH' is das schrulligste Album aller Zeiten

Während der Premiere des Albums "EARTH" am Freitag im Naturkundemuseum in Los Angeles stand Neil Young auch dem amerikanischen "Billboard Magazine" Rede und Antwort. Das Magazin betitelte seine Story mit der Überschrift "Das schrulligste Album aller Zeiten" und berichtet, wie Neil Young die Idee des Albums entwickelte: Ursprünglich sei nur eine Dokumentation der Rebel Content Tour 2105 mit seiner neuen Band "Promise of the Real" geplant gewesen. Er habe dafür die besten Aufnahmen der Tour zusammengestellt und dabei aber gemerkt, dass alle Songs etwas mit dem Thema "Erde" zu tun hatten.

Dann kam der Entschluss, die Aufnahmen im Studio zu bearbeiten. Da er auch bei seinen Studioalben immer live spiele und oft den ersten Take nehme, sei der Unterschied zwischen Studio- und Live-Album für ihn ohnehin unerheblich, so Young. Bei "EARTH" war zunächst nur geplant, das Publikum, das auf den Aufnahmen zu hören ist, als Effekt zu nutzen. Mehr aus Spaß habe er Tierstimmen dazu gemischt. Neil Young: "Man hört sowie so keinen Unterschied zwischen einem Kojoten und jemanden, der im Publikum jauchzt."

Als er aber merkte, wie gut es funktioniert, habe man sich für weitere Tierstimmen wie Grillen und Naturgeräusche wie Wind und das Plätschern eines Baches entschieden. Laut "Billboard" ein geniales Konzept, weil der Raum der Open-Air-Bühne, in der die Live-Aufnahmen entstanden, um den natürlichen Raum außerhalb der Bühne erweitert werde. [Weiter: Chöre und eine Krähe ...]

Chor als Menetekel


Auch die dritte Ebene des Albums, auf der Neil Young unter anderem mit einen Chor arbeitet, werte da Album auf. Die Ironie bestehe darin, dass der Chor mit schönsten Stimmen "böse" Worte wie "Monsanto", "Safeway", "Wal-Mart" singt. Neil Young: "Mit dieser dritten Schicht gibt es ein Menetekel inmitten der Schönheit . Und, seltsam, Schönheit inmitten des Menetekels".

Trotz der sozialen und politischen Themen sei das Album als rein klangliches Erlebnis konzipiert, das man unbedingt als Ganzes genießen solle. Daher gebe es auch keine Pausen zwischen den Stücken. Es gehe nicht darum, mittendrin anzuhalten und einen wütenden Brief an seinen Kongressabgeordneten zu schreiben. Neil Young: "Eine Menge Leute, die die Platte hörten, haben mir gesagt, dass es für sie eine meditative Erfahrung sei. Es entspannt sie, und sie treiben weg ... weil es nie aufhört, es gibt keine Zeit zu analysieren, was es ist, wenn man darin gefangen ist."

Krähe als Kommentator


Wegen der Länge des einzigen Tracks, werde das Album auch nicht bei iTunes oder als MP3 erhältlich sein. Die CD sei die unterste noch akzeptable Qualitätsstufe. Wer MP3 wolle, müsse die CD eben selber konvertieren. "Mir ist es egal, wie viele Alben ich verkaufe. Ich kümmere mich nicht überhaupt nicht darum. Ich würde gerne eine Menge Platten verkaufen, um die Plattenfirma und alle zu unterstützen, die daran mitarbeiten und damit eine Menge Leute die Musik hören. Aber nicht, wenn es so klingt wie das", so Neil Young zu "Billboard".

Das Magazin fragte Neil Young auch nach seinen Lieblingstiere auf dem Album: "Ich liebe die Grillen. Sie singen und sie ändern ihren Rhythmus und sie haben all diese Kadenzen. Und die Krähe. Die Krähe ist ein Kommentator. Wenn etwas in den Songtexten geschieht, reagiert er. Er hört auf die Worte."



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