Sonntag, 29. Januar 2012

Neil Young: Back in the old folky days?

Mögliche Albumtracks aus Video
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Der gestern auf NeilYoung.com eingestellte Videostream entpuppt sich immer mehr als Fingerzeig auf ein neues Album. In Verbindung mit Äußerungen Neil Youngs während des Slamdance Filmfestival in der letzten Woche deutet einiges auf ein bevorstehendes Folk-Album hin. Beim "Kaffeeklatsch" mit Jonathan Demme sprach Neil Young von einem Americana-Album, für das er mit "Crazy Horse" sowie einem Jugendchor aufgenommen habe.

Beim Festival zeigte er sich im Interview mit MTV auch erfreut über das gegenwärtige Folk-Revival. Dabei äußerte er sich positiv über Bands wie "Mumford and Sons" und "My Morning Jacket". Bereits beim letzten Bridge-School-Benefit war Neil Youngs Flirt mit dem Folk auffällig. Damals gab er mit Dave Mathews eine schräge Version von "Oh Susannah" zum besten.

Der jetzt ins Netz eingestellte Videostream enthält auf den mit der Kamera wie beiläufig eingefangenen Textblättern konkrete Hinweise auf mögliche Songs des kommenden Albums: Neben dem schon beim Bridge-School-Benefit gespielten "Oh Susanna", sind die Lyrics von "Comin' Round The Mountain", "Gallow Pole", "Clementine", "This Land Is Your Land" und "Gotta Travel On" zu sehen. Bis auf Woody Guthries "This Land Is Your Land" sind alle anderen Songs Traditionals, die aber auch in Versionen von einigen Weggefährten Neil Youngs bekannt sind. So hat Bob Dylan "Gotta Travel On" aufgenommen, "Gallow Pole" wurde durch "Led Zeppelin" bekannt.


40 Jahre Folk-Rock-Klassiker
Mit der Hinwendung zum Folk knüpft Neil Young möglicherweise nicht zufällig an seine "folky days" von Mitte der 1960er Jahre an. Schon damals spielte er 1964 und 1965 in Winnipeg und Fort William unter anderem die Folksongs "Clementine", "Comming Round The Mountain" und "Oh Susanna" in Auftrittsorten wie dem 4-D Coffeehouse. Damals mit seiner Band "The Squires".

Im Herbst 1965 versuchte Neil Young sich dann solo oder auch im Duo mit Bruce Palmer am akustischen Folk. Gut möglich, dass ihn die Beschäftigung mit seiner musikalischen Frühzeit im Rahmen seiner Memoiren wieder auf den Geschmack brachte. Eine passende Werbung für seine für den Herbst angekündigten Memoiren wäre so ein Album allemal.

Auch in das Americana- und Folkrevival würde ein Folk-Album Neil Youngs gut passen: Ziemlich genau 40 Jahre nach Erscheinen seines Meilensteins "Harvest" könnte der Meister seinen bärtigen Epigonen noch einmal zeigen, wo der Folk-Hammer hängt. Viele der aktuellen Bands beziehen sich ja ausdrücklich auf "Harvest" und Neil Young. Damit hätte der Kanadier nach seiner Rolle als "Gottvater des Grunge" eine neue Rolle gefunden - nicht schlecht für jemanden, der 66 Jahre alt ist und seit 50 Jahren auf der Bühne steht. Fragt sich nur, welche Rolle "Crazy Horse" bei dem Ganzen spielt ...








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