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Dezember 05, 2016

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Die auch von Neil unterstützten Proteste gegen den Bau der Dakota Access Pipeline durch das Sioux-Reservat am Standig Rock in North Dakota konnten einen ersten Teilerfolg erzielen. Am Wochenende hat das für die baurechtliche Genehmigung zuständige Ingenieurkors der US-Armee einen vorläufigen Baustopp verfügt. Für das noch fehlende Teilstück der 3,8 Milliarden teuren Öl-Pipeline sollen nun alternative Routen unter Beteiligung der Öffentlichkeit und der indigenen Ureinwohner geprüft sowie ein Umweltgutachten erstellt werden.

Während die Betreiber der Pipeline und konservative Politiker die Entscheidung kritisieren und der Obama-Administration politischen Aktionismus vorwerfen, feiern die Umweltaktivisten den Etappensieg. Neil Young gratulierte über die sozialen Netzwerke zunächst und postete eine wehende Protestflagge: "CONGRATULATIONS to all the #waterprotectors #mniwiconi #waterislife". UPDATE: Der Musiker bleibt aber weiter sketpisch. Auf Facebook ging er am Montagabend auf die Ankündigung des Pipeline-Kosortiums DAPL ein, an dem Projekt festzuhalten. Young befürchtet, DAPL könnte den Baustopp ignorieren und mit dem Bau fortfahren. Es könnte ein weiterer Trick des Staates und der Konzerne sein, um die Aktivisten erst einmal wegzulocken. Er fordert Obama deshalb auf, den Baustopp gesetzlich oder notfalls mit Hilfe des Militärs durchzusetzen. [Weiter ...]

November 28, 2016

Einen Tag nach dem amerikanischen Thanksgiving-Wochenende haben Neil Young und Lebensgefährtin Daryl Hannah auf Facebook eine bittere Abrechnung mit dem traditionellen US-Feiertag veröffentlicht. Die zugrunde liegende Geschichte, nach der 1621 die mit der Mayflower aus Europa eingewanderten Siedler in Plymouth ein Erntedankfest mit den indianischen Ureinwohnern feierten, sei schlicht falsch. Neil Young: "Thanksgiving ist eine fiktive Geschichte. Sie wurde erfunden, um den bösartigen Völkermord, der an den Eingeborenen dieses großartigen Kontinents verübt wurde, zu übertünchen."

Der Musiker postet zum Text auch ein Video mit einer Soloversion seines Songs "Show Me" (oben). Auch in seinem Text schlägt er dann einen Bogen von Thanksgiving zu den Auseinandersetzungen am Standing Rock-Reservat in North Dakota, wo sich Angehörige der amerikanischen First Nations und Umweltaktivisten gegen den Bau der Dakota Access Öl-Pipeline durch das Land der Standing Rock-Sioux wehren. Neil Young hatte im November seinen 71. Geburtstag im Camp der Pipeline-Gegner verbracht. "Es ist ein Erwachen", schreibt Neil Young. "Zusammen mit ihren nicht-einheimischen Verwandten bleiben alle hier standfest, angesichts der unverschämten, unnötigen und gewalttätigen Aggression auf der Seite der bewaffneten lokalen und staatlichen Strafverfolgungsbehörden und der Nationalgarde, die offensichtlich die Interessen der Profiteure der Dakota Access Pipeline schützen - zum Preis von hunderttausenden Dollars der Steuerzahler und über alle anderen Bedenken hinweg." [Weiter ...]

November 13, 2016

Neil Young hat seinen 71. Geburtstag im Protestcamp der Standing Rock Sioux im US-Bundesstaat North Dakota verbracht. Der Musiker postete am Sonntag ein Video auf seiner Facebook-Seite, das ihn singend und mit Gitarre im Kreis der Protestanten an der Baustelle der umstrittenen Dakota Access Öl-Pipeline zeigt. “Bekam meinen Geburtstagswunsch erfüllt. Meine Freundin nahm mich mit zu #StandWithStandingRock #WaterIsLife", schrieb Neil Young unter das Video.

Am Standing Rock Sioux Reservat in North Dakota wehren sich amerikanische Ureinwohner und Aktivisten gegen die 3,8 Milliarden Dollar teure Pipeline, die nur wenige Meilen am Reservat vorbeilaufen und täglich rund 80 Millionen Liter Öl nach Texas pumpen soll.

Kritiker befürchten, dass durch Lecks das Grundwasser verseucht werden könnte. Außerdem verläuft die Pipeline über ein Gebiet, das den Sioux 1958 rechtswidrig genommen wurde. Neil Young hat den Protest gegen das Projekt und die Landnahme in den Songs "Indian Givers" und "Show Me" aufgegriffen, die auf seinem am 9. Dezember veröffentlichten neuen Album "Peace Trail" erscheinen.

Auch einige von Neil Youngs Musikerkollegen engagieren sich beim Protest gegen die Pipeline: Am 27. November gibt es in Fort Yates ein Solidaritätskonzert, bei dem unter anderen Jackson Browne und Bonnie Raitt auftreten. Am gleichen Tag organisiert Dave Matthews in Washington D.C. das "Stand with Standing Rock Benefit Concert", auf dem bislang nicht angekündigte Künstler auftreten werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Neil Young bei einem der Konzerten erscheinen könnte. Auch Willie Nelsons Familie hat eine Solidaritätsaktion mit Standing Rock gestartet und sammelt Geld für solarbetriebene Hütten, die den Aktivisten im bevorstehenden Winter eine warme Unterkunft bieten.
Neil Young Standing Rock Video

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September 17, 2016

Neil Young hat über die sozialen Netzwerke ein Video mit einem neuen Song verbreitet. Der "Indian Giver" betitelte Song thematisiert den Protest gegen den Bau der "Dakota Access Pipeline", mit der in Dakota per Fracking gefördertes Erdöl über fast 2.000 Kilometer nach Illinois transportiert werden soll. Gegen die Pipeline hat sich eine von Naturschützern und den indianischen Urein­wohnern getragene Protest­bewe­gung ge­bil­det. Kritisiert wird vor allem die Ge­fähr­dung von Trink­­wasser­­reservoirs und die Verletzung indianischer Gräber und heiliger Stätten.

In den letzten Wochen war es an den Baustellen der Pipeline zu Auseinandersetzungen gekommen, nachdem örtliche Behörden Landbesetzungen und Blockaden von Baugeräten mit Polizeigewalt aufgelöst und Aktivisten verhaftet hatten. Im Zentrum des Widerstands gegen die Pipeline steht das "Red Warrior Camp" an der Einmündung des Cannonball Rivers in den Missouri. Dort wehrt sich die Standing Rock Sioux Nation gegen den dortigen Bauabschnitt der "Dakota Access Pipeline". [Weiter UPDATE #1 Songtext und Übersetzung ...]

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