Dienstag, 8. Oktober 2013

90 Minuten Jazz-Konzert: Neil Young Never Sleeps

Fred Pallem, französischer Jazz-Gitarrist, Bassist, Komponist und Arrangeur hat am 6. September beim Jazz-Festival "Jazz à la Villette" in Paris ein Neil-Young-Tribute Konzert gespielt. In der eineinhalbstündig Show mit dem Titel "Neil Young Never Sleeps" interpretierte Pallem - zusammen mit zahlreichen Gastmusikern und seinem Ensemble "Le Sacre du Tympan" - Standards und seltene Perlen aus Neil Youngs Repertoire. Das Konzert wurde vom deutsch-französischen Kulturkanal "Arte" aufgezeichnet. (Danke an die spanischen Freunde von #nynotocias für den Hinweis).

Fred Pallems Band klingt mit ihrer dreiköpfigen Bläsergruppe und den dominanten E-Gitarren stark nach dem guten, alten Jazz-Rock der 1970er Jahre. Sehr weit entfernen sich Pallems Jazz-Arrangements auch nicht von Neil Youngs Originalen, was aber den Zugang für nicht Jazz affine Fans erleichtert. Erstaunlichste Erkenntnis des tollen Konzertes: Neil Youngs Kompositionen - sowohl die elektrischen, als auch die akustischen - profitieren ungemein vom Einsatz der Blechbläser. Pallems großartige Versionen von "Cowgirl in the Sand" und "The Needle & Damage Done" gehören vor allem auch deswegen zu den Highlights des Sets. Auch hörenswert: "On The Beach" mit Baritonsaxophonsolo, das rhythmische "Words" sowie ein ergreifendes Out on the Weekend" mit Posaunensolo. [Weiter ...]

Etwas durchwachsener kommt leider die Auswahl der Gastsänger daher: Neben Juliette Paquereau, Fred Pallem selbst und Guillaume Magne fallen Vic Moan und vor allem Rodolphe Burger doch stark ab. Das tut dem Spaß insgesamt aber keinen Abbruch. Den hatten ganz offensichtlich auch die Musiker auf der Bühne des Festivalszeltes im Pariser Park la Villette.

Fred Pallem wird sein Live-Programm "Neil Young Never Sleeps" am 8. Februar 2014 in Achères, einem Ort etwas westlich von Paris, wiederholen. 

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