Dienstag, 16. November 2010

Feuerwehr-Chef: Brand ging vom LincVolt aus! Neil Young: Mission geht weiter

Der Brand, der am 9. November große Teile des von Neil Young in einem Lagerhaus in San Carlos, Kalifornien, eingelagerten Memorabilien und Equipmentteile zerstörte, ging vom LincVolt aus. Wie der Fire-Marshall von San Carlos, Jim Palisi, heute einer lokalen Zeitung bestätigte, sei das Feuer in dem zu einem Hybridfahrzeug umgebauten Lincoln Continental aus dem Baujahr 1959 ausgebrochen. Von dort habe sich der Brand dann auf das Lagerhaus ausgebreitet.

Der Feuerwehr war es gelungen, etwa 70 Prozent der eingelagerten Gegenstände zu retten, trotzdem seien Werte von ca. 850.000 Dollar zerstört worden. Der Schaden am Gebäude wird von der Feuerwehr mit 250.000 Dollar angegeben. Neil Young hatte unmittelbar nach dem Brand angekündigt, den erheblich beschädigten Wagen nach Möglichkeit wieder in Stand zusetzen. LincVolt wird heute in ihrem Blog mit dem Worten "I need a moment. But I will be back" zitiert. Über die Ursache des wahrscheinlich bei einem fehlerhaften Ladevorgang ausgelösten Feuers erhofft sich der Musiker Klarheit durch Auswertung von gespeicherten Computerdaten.

UPDATE: In der aktuellen Ausgabe der LincVolt-Gazette erschien ein Foto des beschädigten Autos (Foto oben). Außerdem konkretisierte Neil Young die Brandursache weiter. Danach sei menschliches Versagen Ursache des Unglücks. Ein Bedienfehler und das unbeaufsichtigte Aufladen der Batterie durch ein zuvor nicht getestetes Ladesystem habe zu dem verhängnisvollen Feuer geführt. Es sei nicht Schuld des Autos, so Young weiter. Man werde LincVolt daher wieder aufbauen. Der Grund für das Projekt - die Notwendigkeit einer Alternative für fossile Brennstoffe - habe sich nicht geändert. Bei einem solchen Projekt müsse man mit Rückschlägen rechnen.

Die Vorbereitungen für den Wiederaufbau haben bereits begonnen. Pegi Young hat ihrem Mann einen 1958er Lincoln zum 65. Geburtstag geschenkt, dessen überwiegend identische Blechteile nach und nach in LincVolt eingebaut werden und die vom Feuer verzogenen Bleche ersetzen. Ein weiteres 59er Modell steht als Ersatzteilspender bereit. Außerdem sei man in Gesprächen mit einem kanadischen Batterielieferanten und haben die meisten der Steuerungskomponenten des Autos schon im Haus oder auf Bestellung. Young berichtet weiter, dass die Capstone Micro-Turbine und deren Motorraum unter der Haube intakt und unbeschädigt scheinen. Die UQM-Antriebsmaschine unter dem ehemaligen Rücksitz sehe auch unbeschädigt aus. Tests würden durchgeführt, um dies zu bestätigen. Auch der Unterboden des Autos scheint im Wesentlichen unbeschädigt zu sein. Neil Young: "Dies sind ermutigende Zeichen. LV ist bereit für das nächste Kapitel, und die nächste Fahrt. Die Mission unverändert. Stay tuned."

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