9. Dezember 2018

Ärger um Tickets und Sponsor: Auftritt in London in Gefahr

Neil Young - Protest gegen Barclay Bank
Neil Youngs Auftritt mit Bob Dylan beim British Summer Festival am 12. Juli im Londoner Hyde Park bereitet ernste Probleme und steht möglicherweise vor dem Aus. In einem Artikel auf seiner News-Seite in den "Neil Young Archives" machte der Musiker jetzt seinen Ärger über die Veranstalter Luft. Diese hätten den Termin vorzeitig und ohne Absprache bekanntgegeben. Er habe noch an der Fertigstellung des Posters und letzten vertraglichen Absprachen gearbeitet, schreibt Young. Dann sei jemand vorgeprescht, habe den Termin veröffentlicht und Tickets in den Verkauf gegeben - alles ohne sein Wissen.

Neil Young, der erst wenige Tage zuvor seine Archivseite auf ein kostenpflichtiges Abonnement umgestellte, hatte dadurch ein Glaubwürdigkeitsproblem: Die Abonnenten werden schließlich mit dem Versprechen angelockt, Konzerttickets für seine Auftritte exklusiv als erste über die Archivseite ordern zu können. Dort waren aber weder die Tickets, noch irgendwelche Nachrichten über die Show verfügbar. Neil Young: "Unsere Abonnenten waren frustriert und bestürzt." Er habe auch verärgerte Briefe bekommen. [Weiter: Auch Manager Elliot Roberts entschuldigt sich ...]

Aber nicht nur die vorschnelle Ankündigung trieb Neil Young auf die Palme. Auch mit dem offiziellen Sponsor des Festivals der britischen "Barclays Bank" ist der Musiker und Umweltaktivist unzufrieden: Sie sei eine "schmutzige Bank" und finanziere fossile Brennstoffe. Young: "Das läuft nicht mit mir. Ich glaube an die Wissenschaft. Ich mache mir Sorgen um das Klima und bin zutiefst besorgt über die enormen globalen Auswirkungen und die Zukunft meiner wunderbaren Enkelkinder." In einem separaten Artikel über die "Barclays Bank" wirft er dem Geldinstitut vor, unter anderem beim Ölsand-Tagebau in Kanada involviert zu sein und Gas-Fracking in England gegen den Willen der Bevölkerung zu unterstützen.

Zur Zeit, schreibt Neil Young weiter, versuche sein Team in Krisensitzungen eine Lösung für dieses "massive fuck up" zu finden und schnellstens zu kommunizieren. Eine mögliche Option sei, einen anderen Sponsor für das Festival zu finden. Neil Young entschuldigt für die Situation und verspricht seinen Abonnenten, das sich so etwas nicht wiederhole. Gleiches schreibt auch Youngs langjähriger Manager Elliot Roberts in einer persönlichen Mitteilung in der Leserbriefspalte der Archive.

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