Freitag, 1. Mai 2015

Hintergrundbericht: Wie das neue Album entstand

Neil Young mit Lukas und Micah Nelson
Andy Greene hat in Rolling Stone-Online eine Hintergrund-Story zur Entstehung von Neil Youngs neuem Album "The Monsanto Years" veröffenticht und viele interessante Details enthüllt. Micah Nelson verriet dem Musikjournalisten wie es zur Zusammenarbeit von ihm und seinem Bruder Lukas Nelson mit der 69-jährigen Legende kam und wie die Produktion des Albums ablief.

Ausgangspunkt des Projekts war das Farm Aid-Konzert im September letzten Jahres, als Neil Young Willie Nelsons Söhne überraschend aufforderte, mit ihm zusammen auf der Bühne zu stehen. Beim "Harvest The Hope"-Benefit in Nebraska, zwei Wochen später, bat er sie dann in seinen Bus und arbeitete mit ihnen ein paar Songs aus. Bei Bridge School forderte er sie dann auf, ihn zu begleiten. Dann kam nach ein paar Wochen Funkstille im Dezember 2014 eine E-Mail: "Ich möchte, dass ihr zwei Jungs kommt und das Album mit mir aufnehmt. Love Neil". Aber erst am 7. Januar 2015 erhielten sie durch die Presse die Bestätigung, dass Neil Young ein Album namens "The Monsanto Years" mit ihnen machen will.

Hier die wichtigsten Fakten des weiteren Ablaufs in der Übersetzung:
  • In der der ersten Woche der Produktion tauchte Neil Young erstmal gar nicht dort auf. Er forderte die Nelson-Brüder und ihre Band "Promise Of The Real" auf, sich warmzuspielen, sich an den Ort zu gewöhnen und eigene Songs aufzunehmen. Als einzige Vorlage schickte er eine CD mit akustischen Rohfassungen der Songs. [Weiter Infos über die Produktion ...]
  • Neil Youngs Produzent John Hanlon prägte den Nelson-Brüdern ein, die Songs bitte nicht zu genau zu üben. Sie sollten nur die Akkordwechsel kennen, um frisch und spontan genug für die späteren Aufnahmen zu bleiben.
  • In der zweiten Woche tauchte dann Neil Young in dem Kino auf und brachte mit "People Want To Hear About Love" einen komplett neuen Song mit, den sie dann gleich als erstes aufnahmen.
  • Die Aufnahmen waren alle live, ohne Kopfhörer und Gesangskabinen. Es gab vorher auch keine große Besprechungen.
  • Die Sessions liefen jeweils von Mittag bis gegen 19 Uhr. Danach ließ man den Tag bei mexikanischem Essen ausklingen.
  • In der ersten gemeinsamen Woche spielten Neil Young und “Promise Of The Real“ jeden Song drei Mal. In der Woche darauf spielten sie die Songs dann immer wieder in der vorgesehenen Reihenfolge des Albums. Dabei seien auch drei der neuen Songs des Albums entstanden.
  • Während dieser Phase sei auch ein Film gedreht worden, dessen Rohfassung im IFC in New York gezeigt wurde. Dabei sei Neil Young einmal als Richter verkleidet aufgetaucht.
  • Das Album ist in etwa sechs Wochen fertig geworden. Das Einspielen selber sei der kürzere Part gewesen, länger habe das Abmischen und Editieren in Anspruch genommen.
  • Während der Arbeit am Album haben Neil Young und die Nelsons auch 40 Songs aus Youngs Katalog für die kommende Tour einstudiert. Darunter "Expecting To Fly", "Cortez The Killer", "Homegrown", "Country Home", "Mansion On The Hill", "Walk On“, elektrische Versionen von "Goin' Back" und "Tell My Why" sowie das selten gespielte "Vampire Blues".
  • Im April kam man noch einmal im Kino "Teatro" zusammen, um noch ein paar Szenen für den Film zu drehen und weitere Klassiker Neil Youngs einzuüben.
  • Es ist noch nicht entschieden, ob die Tour mit 13 Stationen im Juli noch weiter verlängert wird. Micah Nelson: “Neil könnte mich jetzt gleich anrufen und sagen, wir machen eine Show im Irak oder sowas und wir würden sagen OK, los geht's.“


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