Samstag, 21. Februar 2015

Neil Youngs Pono vorerst nicht in Kanada und England

Neil Youngs Pono-Ökosystem bleibt vorerst auf die USA beschränkt. Eine eigentlich für das erste Quartal 2015 geplante Expansion des Pono Music Stores nach Kanada und Großbritannien wird auf unbekannte Zeit verschoben. Das teilte das Pono-Team in einer Mitteilung auf der Pono-Webseite mit. Man habe "die Schwierigkeiten, die es auszubügeln galt" und das "Netz aus rechtlichen, geschäftlichen und vertraglichen Problemen" wohl unterschätzt, heißt es in der Mitteilung. Man untersuche die ganze Situation, aber im Moment könne kein bestätigter Termin genannt werden."Das Ziel, den Store außerhalb der USA zu eröffnen, hat immer noch sehr hohe Priorität für uns", so Pono weiter. [Weiter ...]

Auch wenn solche Verschiebungen geschäftlicher Aktivitäten nicht ungewöhnlich sind, überrascht es, dass Neil Youngs Firma schon mit dem Schritt nach Kanada und Großbritannien Probleme hat. Schließlich hatte man im letzten Jahr noch die Kooperation mit der britischen Firma Omnifone angekündigt, die über eins der größten Angebote an lizenzierter Online-Musik und über Vertriebswege verfügt. Auch, dass erfahrene Branchenhasen wie Neil Young selbst und Pono-Mitarbeiter wie Bruce Botnick und Co. sich im Netz der Musikbranche verheddern, lässt aufhorchen. Andere Anbieter von Hi-Res-Musik wie HDTracks.com haben offenbar Wege aus dem Netzt gefunden.

Möglicherweise ist die Unterstützung durch die großen Musiklabels für das Hi-Res-Projekt doch nicht so groß wie anfangs von Neil Young dargestellt. Schon im letzten Jahr hatte sich der Musiker und Pono-Chef darüber beklagt, dass die Labels ihm nicht in dem Umfang wie vereinbart Master mit der höchsten Auflösung überlassen hätten. Zuvor war im Netz geklagt worden, Pono biete überwiegend nur Musik in gewöhnlicher 16-bit CD-Auflösung an.

Europäische und kanadische Pono-Interessenten können also auf absehbare Zeit Pono-Player und Pono-Musik weiterhin nur im US-Shop kaufen. Dafür ist allerdings eine gefakte US-Email-Adresse sowie eine US-Kreditkarte notwenig - nicht gerade der beste Weg, um Pono weiter zu verbreiten.

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