Mittwoch, 15. Oktober 2014

Neil Youngs 'Ruby Tuesday' mit Promotion-Marathon

Neil Young in The Howard Stern Show
Neil Young hat am gestrigen Dienstag einen echten Medienmarathon zur Promotion seines neuen Buches, zum anstehenden Start von PonoMusic und für das kommende Album "Storytone" absolviert.

Howard Stern, Neil Young
Stern & Young
Am Dienstagmorgen trat der Musiker - noch hörbar müde - in der legendären Howard Stern Show auf. Der für seinen Sarkasmus bekannte Radio-Talker Stern hatte sich seit vielen Jahren ein Interview mit Neil Young gewünscht und befragte sein Idol dann ungewohnt milde. Musikalisch offenbar vorrangig von den 1970er Jahren geprägt, drehte sich Sterns Interesse um Songs wie "Cinnamon Girl", "The Needle And The Damage Done" (Neil Young: "Es geht darin nicht um eine bestimmte Person"), "Southern Man" und deren Entstehung. Gerne hätte man sich hier etwas originellere Fragen gewünscht, als die gefühlt millionste nach dem "Lynyrd Skynyrd"-Streit. Stern ging zudem auf Woodstock ein (Neil Young: "Die Kameras standen auf der Bühne im Weg"") und fragte ab, wie es zur Protest- Hymne "Ohio" kam ("Ich sah die Bilder im TIME Magazin").

Running Gag des mehr als einstündigen Interviews war David Crosby. Der hatte sich kürzlich herablassend über Neil Youngs neue Liebe Daryl Hannah geäußert, worauf Young eine Reunion mit CSN&Y ausschloss. Bei Howard Stern bekräftigte Neil Young noch einmal seine Absage ("In einer Million Jahren nicht!"). Stern stichelte mit weiteren Crosby-Witzen ("Würden sie lieber mit Charles Manson oder David Crosby in einer Band spielen?", "Manson, Stills, Nash & Young") und auch Neil Young stieg immer wieder ein ("Es war großartig, mit Stills und Nash in der Band zu spielen.", "Crosby, Stills, Nash & Young - oh warte, habe ich gerade tatsächlich den ganzen Bandnamen genannt?"). [Weiter mit Videos ...]

Wesentlich ernsthafter ging es dann in der zweiten Hälfte des Interviews zu, als Neil Young etwas persönlicher wurde und auch seine Botschaften zu Bio-Baumwolle, CO2-Verbrauch, Überfischung und den politischen Einfluss der Ölkonzerne unterbringen konnte. Dabei griff der Musiker auch erneut US-Präsident Obama wegen der Freigabe von Fracking im Golf von Mexiko an ("Wach auf, Kumpel!")

Im US-Fernsehsender CBCS trat Neil Young am Dienstag dann in "Mad Money with Jim Cramer" auf. Im Fokus dieses TV-Interviews stand der bevorstehende Start von PonoMusic, den der Musiker auf der DreamForce-Konferenz am Donnerstag in San Francisco offiziell verkünden will. In der Sendung berichtete Neil Young, dass der amerikanische Elektrofahrzeughersteller Tesla künftig PonoPlayer in seine Autos einbauen wird. Zum Konkurrenten Apple und dessen verstorbenen Chef Steve Jobs sagte Young: "Sie habe ein Menge Vorarbeiten geleistet, wir haben es dann perfektioniert."

Am Dienstagnachmittag schließlich griff Neil Young in New Yorks 5th Avenue zum Filzstift und signierte zahlreichen Fans sein neues Buch "Special Deluxe" in der Buchhandlung Barnes&Nobles.

Am Dienstagabend war er dann zu Gast in der Comedy-Sendung "The Colbert Report". Gegenüber Gastgeber Stephen Colbert wiederholte Neil Young seine Kritik an Präsident Barack Obama und legte sogar nach: "Ich denke, wir sollten ihn wegen Fracking des Amtes entheben." Außerdem plauderten Young und Colbert über "Special Deluxe" und die fürs Buch gemalten Autos. Zum Abschluss griffen die beiden zur akustischen Gitarre und sangen als Duo eine Parodie auf Neil Youngs neuen Umweltsong "Who's Gonna Stand Up"


Videos/Audio:

Neil Young - Ausschnitte "The Howard Stern Show" vom 14. Oktober 2014




Neil Young bei "Mad Money" am 14. Oktober 2014




Neil Young im Interview-Ausschnitt aus "The Colbert Report", Sendung vom 14. Oktober 2014



Weitere Ausschnitt aus "The Colbert Report", Sendung vom 14. Oktober 2014




Neil Young beim Signieren



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