Freitag, 13. Juni 2014

"A Letter Home" - Jack White enttäuscht über Unverständnis

Neil Young und Jack White
Neil Young und Jack White
Jack White hat dem Online-Magazin "Nashville Scene" ein längeres Interview gegeben. Darin geht er auch auf das zusammen mit Neil Young produzierte Album "A Letter Home" ein. Jack White, in dessen Studio bei "Third Man Records" das Album entstand, lässt dabei ein wenig Enttäuschung durchblicken. Seiner Meinung nach, hätten viele Menschen die Idee hinter dem Album nicht richtig verstanden:

"Es war lustig, weil als Neil Young kam, merkte ich, dass es bei ihm so ziemlich der gleichen Denkweise entspricht, zur exakt gleichen Zeit mit der Idee für das digitale Pono-System herauszukommen und ein Album in einer 40er Jahre Recording Booth - mehr lo-Fi geht gar nicht - aufzunehmen. Und dass so viele Menschen nicht dahinter kommen, oder die Bedeutung hinter einer dieser Ideen erkennen und wie sie aufeinander prallen. Da haben viele Menschen eine bittere Pille zu schlucken. Ich glaube, eine Menge Leute haben vielleicht sogar deshalb seltsame, halbherzige Bewertungen für das Album abgegeben, weil sie nicht dahinter gekommen sind, was sie als ein Gimmick betrachten. Aber wenn man dahinter steigt, dann kann man näher an Neil Young herankommen, als man es meiner Meinung nach jemals konnte. Er schreibt einen Brief an seine Mutter im Himmel. Wie viel näher, soll man noch an ihn kommen? Wenn man nicht hinter die Idee mit der Recording Booth kommt, dann geht so etwas Schönes wie das an einem vorbei." [Weiter mit Jack White ...]

Jack White bewundert Neil Youngs Tatendrang und Fähigkeiten, zieht Parallelen zu seiner eigenen Arbeit. Daher ergab sich die Entscheidung für das Album in der Recording Booth quasi von selbst:

"Ich mag ihn wirklich, weil so wenige Musiker Sachen machen, die er macht. Sachen machen in Großbuchstaben und Anführungszeichen. Tatsächlich, er "Macht Sachen". Er hat einen elektrischen Lincoln, ein Elektro-Auto, er arbeitete an Lionel-Eisenbahnen für Menschen, die behindert sind, das Pono-System - er hat wirklich ein Händchen für Mechanik. Und ich selber hatte schon immer das gleiche Gefühl. Und eine Menge dieser Kreativität hat mit Third Man eine Chance bekommen. Ich war in der Lage, eine Menge von dem Zeug zu machen, vorher war ich so mit Touren und Aufnahmen zugeschwemmt, dass ich zu nichts anderem kam. Also, ja, er kam und sah uns [die Voice-O-Graph-Kabine enthüllen] im vergangenen Jahr am Record Store Day, und es war genau sein Ding. Natürlich flippte er aus."


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