Samstag, 6. April 2013

50 Jahre '4-D Coffee House' - Neil Youngs Talentschmiede

4th Dimension 1963-2013
50 Jahre 4-D (Fotomontage)
Durch die umfangreiche Berichterstattung rund um die Alchemy Tour 2013, die Neil Young & Crazy Horse in Australien starteten, ist leider ein runder Geburtstag in Vergessenheit geraten. Dabei hat eine der wichtigsten Stationen im Musikerleben von Neil Young Jubiläum: vor 50 Jahren wurde das „Fourth Dimension Coffee House“ in Winnipeg eröffnet.

Wie kaum eine andere Institution hat das „Fourth Dimension“ – kurz 4-D genannt ­– die musikalische Entwicklung Neil Youngs geprägt. Hier hat der damals noch unbekannte junge Gitarrist viele Musikgrößen live erlebt und Einflüsse aufgesogen. Im 4-D kam der zu Anfang eher den "Shadows" und den "Beatles" zugeneigte Neil Young auch erstmals mit Folkmusikern in Kontakt. Sein späteres Markenzeichen, die Mischung von Folk- und Rockelementen, nahm im 4-D erstmals Gestalt an.

Neil Young selber hat in seinen Memoiren „Waging Heavy Peace“ (deutsch: „Ein Hippie-Traum“) dem 4-D einen hohen Stellenwert eingeräumt. Dort habe er viele Künstler gesehen, noch bevor sie richtig bekannt wurden. Vor allem durchreisende Musiker aus den Vereinigten Staaten, wie Don McLean, haben auf den Jungen aus der kanadischen Provinz großen Eindruck gemacht. Hier alles über die Geschichte des 4-D [Weiter ...]

Der große Boom der "Coffee Houses"

The Bitter End, 1961
The Bitter End, 1961
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Die „Coffee Houses“ hatten Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre einen regelrechten Boom erlebt. Entstanden waren sie vor allem in Studentenvierteln wie dem New Yorker Greenwich Village oder im Yorkville-Bezirk in Toronto. Bekannteste Vertreter waren das "Bitter End“ in New York und das „Riverboat“ in Toronto. In diesen Lokalen konnten auch die oft noch minderjährigen Schüler und Studenten – damals erreichte man die Volljährigkeit erst mit 21 Jahren – Live-Musik hören. Die Nachtclubs mit Live-Bands, in denen auch Alkohol ausgeschenkt wurde, waren wegen der damals sehr strengen Alkoholgesetze in den USA und Kanada für Minderjährige tabu. Die „Coffee Houses“, die in der Regel ohnehin keine sogenannte "Liquor-License" (Ausschanklizenz) besaßen, servierten den Gästen als Alternative Kaffee und Tee zur Live-Musik.

Musikalisch wurde in den "Coffee Houses" überwiegend Jazz- und Folkmusik geboten. Vor allem der Folk, der seit Ende der 50er Jahre boomte, traf durch seine Protesthaltung und die Nähe zur damals aktiven Bürgerrechtsbewegung den Nerv des jungen, meist studentischen „Coffee House“-Publikums. Vom Folk beeinflusste Singer-Songwriter wie der junge Bob Dylan begannen ihre Karriere auf den kleinen Bühnen der "Coffee Houses" im Greenwich Village. Für deren Popularität sorgten zusätzlich sogenannte „Hootenanny“-Abende, an denen jeder ans Mikrofon durfte, um Folklieder vorzutragen.

Winnipegs „Fourth Dimension" öffnete im Januar 1963

4-D Winnipeg erstmals erwähnt
Erste Erwähnung des 4D
im Januar 1963
Das „Fourth Dimension Coffee House“ in Winnipeg öffnete seine Pforten im Januar 1963. Es gehörte dem Geschäftsmann Gene Chuka, der auch in Regina ein 4-D besaß. Laut Johnny Rogans Neil-Young-Biographie "Zero to Sixty" war er auch Lizenznehmer der Fast-Food-Kette "Kentucky Fried Chicken" für West-Kanada. Das 4-D in Regina wurde von David Ingram gemanagt, das 4-D in Winnipeg zunächst von Charlie Clements, später auch von Ingram. Der erzählte dem "Neil Young Nation"-Autor Kevin Chong, dass er neben seiner Tätigkeit als Manager auch 30 Prozent der Geschäftsteile am 4-D in Winnipeg und 10 Prozent  am 4-D in Regina hielt.

Zielgruppe in Winnipeg war das studentische Publikum der nahen Universität von Manitoba. Strategisch und verkehrstechnisch günstig war daher der Standort gewählt: Das 4-D lag genau an der Stelle, wo die städtische Ausfallstraße, der "Pembina Highway" vom „University Crescent" gekreuzt wurde. Eine Straße, die direkt zur nahen Universität führte.

In dem Gebäude an der Adresse 2000 Pembina Highway, gleich neben dem Autokino von Winnipeg, war zuvor der Nightclub „Jack’s Place“ betrieben worden. Das Lokal war in den 1940er und 1950er Jahren eine Institution in Winnipeg. Dort ging man tanzen oder hörte Bigbands zu. Ende der 1950er Jahre schloss Jack's Place seine Pforten und das markante Gebäude mit dem Turm stand längere Zeit leer.

Jack's Place Verkauf
Verkaufsanzeige November 1961(Click Photos to enlarge)
Im Dezember 1960 eröffnete dort der „Club 9“. Das Konzept glich dem des Vorgängers: Am Eröffnungsabend gastierten Maxine Ware mit dem Orchester von Lloyd Semers zwei Urgesteine der Winnipeg-Swingmusik. Beide hatte ihre besten Zeiten schon in den 1940er Jahren gesehen. Die Zeitungsanzeige zum "Grand Opening" des "Club 9" bewarb außerdem  Sonderkonditionen für Bankette und Privatparties.

Aber offensichtlich war die Zeit der Nightclubs mit Bigbands endgültig abgelaufen. Mit derart angestaubter Musik konnte man in den 1960er Jahren am Standort einer Universität bei politisch bewegten Studenten keinen Blumentopf mehr gewinnen. Der "Club 9" machte daher schon bald wieder zu: Bereits im Herbst des Folgejahres standen die Räume am Pembina Highway erneut zum Verkauf.

Der beauftragte Makler pries das Objekt in einer Zeitungsannonce an als "excellent für Tankstelle oder Nachtclub geeignet". Ende 1962 griff dann besagter Unternehmer Gene Chuka aus Regina zu und entschied sich, weder eine Tankstelle, noch einen Nachtclub zu eröffnen. Statt dessen wurde das "Fourth Dimension Coffee House" unter der Leitung von Manager Charlie Clements zum Zentrum des studentischen Lebens in Winnipeg.

Jack's Place & Club 9 Winnipeg
Die Vorgänger des "Fourth Demension Coffee House" in Winnipeg: Nachtclub "Jack's Place" und "Club 9"

Eintrittsgeld stundenweise

Anfangs setzte das 4-D noch auf eine Mischung aus Musik und Comedy. In einem am 26. Januar 1963 erschienenen Artikel berichtete die Zeitung „Winnipeg Free Press“ über das 2-Wochen-Engagement des US-Komikers Jody Graber. Der sei von den „Espresso Shops im Greenwich Village wie dem Bitter End bekannt“ Die Zeitung schrieb weiter, das „neue Coffee House am Süd-Ende“ der Stadt sei „schnell zu einem Refugium für Universitätsstudenten und jugendliche Intellektuelle“ geworden.

Stellenanzeige Kellnerin 4-D
 
Stellenangebot, Februar 1963
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Das 4-D lief offenbar von Anfang an gleich so gut, dass Manager Charlie Clements schon wenige Wochen später eine zusätzliche Kellnerin einstellen musste. In einer Stellenanzeige in der „Winnipeg Free Press“ vom 27. Februar 1963 wird eine Bedienung für die Abendschicht gesucht – „Bewerbung persönlich an Mr. Clements“.

Das originelle Geschäftsprinzip des 4-D beruhte auf dem simplen Grundsatz „Zeit ist Geld“: Statt Eintritt zahlen die Gäste der Musikveranstaltungen einen Betrag von 25 Cent pro Person und Stunde. Essen und Getränke kamen natürlich noch extra. In der Regel gab es täglich eine Nachmittagsvorstellung und eine Abendvorstellung. Zusätzlich veranstaltete das 4-D wöchentliche „Hootenanny“-Abende mit offenem Mikrofon, meist Sonntags oder Montags.

Das erfolgreiche Konzept wurde ebenso in den zwei anderen 4-D Coffee Houses in Regina und Fort William angewandt. Diese drei 4-Ds bildeten eine kleine Kette und konnten so Künstlern vertraglich drei Auftrittsmöglichkeiten bieten. Durch das nach Stunden berechnete Eintrittsgeld lagen die Gagen im Vergleich zu anderen Bühnen zudem über dem Branchendurchschnitt. Das machte den 4-D-Circuit zu einer beliebten Station im Tourkalender vieler Musiker – darunter auch prominente Namen wie Joni Mitchell, die Neil Young im 4-D erstmals traf.

Len Chandler 1963
April 1963
Zu den ersten Künstlern, die in der Anfangszeit von Winnipegs 4-D im Frühjahr 1963  auftraten, gehörte Folksänger Len Chandler. Der schwarze Protestsänger der Bürgerrechtsbewegung hatte mit "Beans in My Ears" 1964 einen Hit, der später unter anderem von Pete Seeger gecovert wurde. Len Chandler trat von Ende März bis Anfang April 1963 für eine Woche im 4-D in Winnipeg auf. In der Zeitungsanzeige für diesen Auftritt steht unter „Fourth Dimension“ übrigens noch in Klammern „Old Jack’s Place“. Inhaber Clements wollte in dieser frühen Phase offenbar noch auf "Nummer sicher" gehen.

Sonny Terry 1963 Winnipeg
Mai 1963
Diese Reminiszenz an das alte Vorgängerlokal war offenbar schon wenig später überflüssig geworden. Eine Zeitungsanzeige vom Mai 1963, die für einen Auftritt der Blueslegenden Sonny Terry & Brownie McGhee warb, kam ohne den Hinweis auf „Jack’s Place“ aus.

Es ist nicht bekannt, ob Neil Young schon in dieser Anfangszeit das 4-D besuchte. Er gibt zwar an, Sonny Terry & Brownie McGhee im 4-D gesehen zu haben, das konnte aber auch bei einem späteren Konzert gewesen sein. Die beiden traten nochmals Anfang 1965 dort auf.

Im Frühjahr 1963 jedenfalls war der damals 17-jährige Schüler Neil Young mit seiner ersten richtigen Band, „The Squires“ beschäftigt. Deren Gründung fiel also zeitlich mit der Eröffnung des 4-D zusammen. Der erste öffentliche Auftritt der "Squires" fand am 1. Februar 1963 im Riverview Community Club statt. Bereits am 23. Juli 1963 nahmen "The Squires" mit "The Sultan" ihre erste Single auf. 

Neil Young bekam im 4-D nur einmal Gage

Ken Koblun
Bassist Ken Koblun
In „Don’t Be Denied“, John Einarsons Buch über Neil Youngs Jugendzeit in Winnipeg, wird der 5. Februar 1964 als der Tag genannt, an dem Neil Young mit den "Squires" erstmals im 4-D auftrat. In der Liste, in der "Squires"-Bassist Ken Koblun alle Auftritte der Band notiert hat, ist aber auch der 25. Januar 1964 unter dem Stichwort "Fourth Dimension" verzeichnet. Weitere Gigs der "Squires" im 4-D sind für den 29. Februar sowie den 23. und 30. August 1964 in der Liste vermerkt. Ken Koblun hat für jeden Auftritt auch die Höhe der Gage  notiert. Bei allen Gigs im 4-D steht in dieser Spalte " - -".

Große - und vor allem bezahlte - Auftritte waren die Gigs der "Squires" also offenbar nicht. Der von Einarson erwähnte Aufritt am 5. Februar fand unter der Woche an einem Mittwoch statt. Ein weiteres Indiz dafür, dass 4-D-Manager Charlie Clements Neil Young und seine Band wohl eher aus Gefälligkeit und ohne Gage in der Folk-Hochburg spielen ließ.

Der laut Liste einzige bezahlte Auftritt der "Squires" im 4-D in Winnipeg war am 7. März 1965. Da war die Band aber auch schon eine feste Größe in Winnipegs Musikszene und hatte neben einer Single auch schon auswärtige Auftritte wie die in Fort William zu verbuchen. Trotzdem lag aber auch in diesem Fall die Gage im 4-D mit 30 Dollar weit unterhalb der Gagen, die den "Squires" 1965 sonst bezahlt wurden. Die Gigs vor und nach dem 7. März stehen mit je 85 Dollar in der Liste.

Eine Zeitungsanzeige, mit der das 4-D üblicherweise gastierende Künstler ankündigte, ist auch nicht überliefert (Die Anzeige am Beginn dieses Artikel ist eine Fotomontage). Neil Young ist übrigens stolz darauf, die erste Rock'n'Roll Band gewesen zu sein, die in Winnipegs Mekka der Folk-Szene aufspielte - fast genau ein Jahr nach der Bandgründung und ein Jahr nach der Eröffnung des 4-D. 

Neil Young hatte aber bereits zuvor regelmäßig an den sonntäglichen Hootenannies und Folk-Jams im 4-D teilgenommen. Es kann also ziemlich sicher davon ausgegangen werden, dass er bereits 1963 im 4-D auftauchte. Damit würde das 4-D im Jahr 2013 nicht nur seinen 50. Geburtstag feiern. Es wäre vor fünf Jahrzehnten auch eine der Talentschmieden  gewesen, die Neil Young zu dem Musiker formten, der er heute noch ist. Eine andere dieser Talentschmieden ist das 4-D Schwester-Lokal in Fort William, wo Neil Young 1964 und 1965 mit den "Squires" den Folk-Rock weiter entwickelte und wo er auf Stephen Stills traf.

Abgerissen und spurlos verschwunden

Len Chandler 1963, 1965
4-D Werbung für Len Chandler
Die rasante Entwicklung, die das 4-D in Winnipeg nahm, ist an zwei Annoncen gut abzulesen: Die erste kündigt den ersten Auftritt von Len Chandler im März 1963 an. Die zweite ist von April 1965, wieder gastiert Len Chandler im 4-D. 1963 - knapp zwei Monate nach der Eröffnung - wird "fourth dimension coffee house" noch ganz bescheiden kleingeschrieben. "Jack's Place" verweist auf den bekannten Vorgänger.

Zwei Jahre später, im April 1965, wird "Fourth Dimension" selbstbewusst großgeschrieben. Die Bezeichnung "coffee house" ist inzwischen ebenso verschwunden, wie der Hinweis auf "Jack's Place". Statt dessen ist erstmals der neue Slogan "fun and folk music nightly" (deutsch: "Spaß und Folkmusik jede Nacht") zu lesen. Die Folkmusik rangiert also bereits hinter dem Spaß.

Heute ist vom legendären "Fourth Dimension" in Winnipeg nichts mehr zu sehen (Link zu Google-Streetview). Das Gebäude am Pembina Highway/Ecke University Crescent wurde im Zusammenhang mit dem Bau der Fort Garry Bridge Ende der 1970er Jahre abgerissen. 4-D-Manager Charlie Clements hatte noch 1964, zu Neil Youngs Zeiten in Winnipeg, mit "Tubby's Pizza" ein eigenes Lokal eröffnet, dass er erst 2010 nach 46 Jahren schloss. Diese Pizzeria in der Stafford Street, nicht sehr weit von der Wohnung von Neil Young und dessen Mutter Rassy in der Grosvenor Avenue entfernt, hatte damals auch oft Neil Young und die Squires als hungrige Gäste.

Zum "4-D" kam das "id" Coffee House 

Juli 1965: Eröffnung des "id"(Click Photos to enlarge)
David Ingram eröffnete mit Partnern im Juli 1965 das "id coffee house" in Winnipegs Stadteil St. Boniface. Das "id" in der 127 Provencher Avenue war ein Coffee House nach dem Vorbild des 4-D. Aber anders, als sein Vorbild, war das "id" bereits von Anfang an auf Rockmusik statt auf Folk ausgerichtet. Ingram sprach bei der Eröffnung von einem "rock-a-folk gallery coffehouse - with no coffee yet."

Statt des stundenweisen Eintrittsgeldes wie im 4-D, setzte das "id" eine Clubmitgliedschaft voraus - Kosten: 50 Cent für ein halbes Jahr. Auf die traditionellen Hootenanny-Abende wollte David Ingram aber trotz der Rock'n' Roll-Ausrichtung nicht verzichten. Am Sonntag gab es auch im "id" die offene Bühne für lokale Nachwuchsmusiker. Das Lokal geriet mehrmals in die Schlagzeilen, weil es von der Polizei wegen "unmoralischer Handlungen" und illegalen Alkoholausschanks geschlossen wurde.

Katasterauszug Verwaltung Winnipeg
Katasterkarte von 1960. Das Gebäude
Nr. 2000 ist als "vakant" verzeichnet.
Oben rechts das Autokino.
Neil Young wird das "id coffehouse" wohl nicht besucht haben. Ihn hatte es zu dem Zeitpunkt bereits über die 4-D-Filiale in Fort William nach Toronto verschlagen. Dort versuchte er sich im Sommer 1965 - ein Treppenwitz der Musikgeschichte - erfolglos als Folkmusiker.

Aber erst nachdem er in Kalifornien mit "Buffalo Springfield" bereits als Rockmusiker Erfolge hatte, spielte Neil Young mit einem Soloprogramm Ende 1968/Anfang 1969 auch im New Yorker "Bitter End" und im "Riverboat" in Toronto. Da war aber die große Zeit der "Coffee Houses" längst vorbei.

Neil Young kam während seiner kurzen Episode in Toronto jeweils im Oktober und zu Weihnachten 1965 zurück nach Winnipeg, um dort seine Mutter zu besuchen. Dabei schaute er natürlich auch im 4-D vorbei. Dort traf er außer auf alte Freunde auch auf Joni Mitchell, die zusammen mit ihrem Mann Chuck in Winnipegs 4-D gastierte. Mit dieser "Begegnung in der vierten Dimension" - zwei der wichtigsten kanadischen Musiker treffen sich zum allerersten Mal - hat das 4-D endgültig seinen Platz in der Musikhistorie Kanadas sicher.


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