Montag, 29. April 2013

Instrumental Freak Show - Das Neil Young Cover Panoptikum

Gitarre kann doch jeder! Verwegene Musiker dagegen, wagen sich mit ausgefallenen Instrumenten an Songs von Neil Young heran. Frei nach dem Motto: Außergewöhnliche Klänge und schräge Optik lassen auch die schlichteste Performance zumindest interessant erschienen. Auch wenn das Ergebnis oft meilenweit neben dem liegt, was Neil Young mit den Songs eigentlich ausdrücken wollte.

Für solche Art von Coverversionen ist YouTube natürlich eine echte Fundgrube: Von originell bis grauenhaft reicht dort die Palette an Videos, in denen Songs mit kuriosen Instrumenten gespielt werden. Hier ist eine kleine Auswahl mit 7 seltsamen Cover-Videos:

1. Der Chapman Stick ist eine Art Griffbrett mit Tonabnehmer und hat 8 bis 12 Saiten. Dieses auf das Wesentliche reduzierte Saiteninstrument erfordert schon ein gewisses spielerisches Können. Deshalb gehört diese Coverversion von "Heart of Gold" auch eindeutig zu den musikalisch besseren Beispielen:




2. Auch für das Saxophon braucht man Talent und Übung, um einigermaßen gut zu klingen. Ob das bei dieser Version von "Cortez the Killer" wirklich gelingt, mag jeder selber entscheiden:




3. Das gleiche gilt für die Autoharp, mit der diese Fassung von Neil Youngs "Love is a Rose" begleitet wird. Die Autoharp ist eine Art "Zitter mit Tasten" und entstand im 19. Jahrhundert in den USA, wo sie seitdem in der Folkmusik Verwendung findet.




4. Eine ganze Nummer größer als eine Autohap ist die echte Harfe. Dieses sonst nur in Orchestern eingesetzte, uralte Instrument ist ein echtes Schwergewicht und nicht gerade mobil. Genau das richtige also, um an langen Winterabenden entrückt Neil Youngs "Winterlong" zu zupfen:




5. Das Harmonium ist eng mit der Pumporgel verwandt, die auch Neil Young auf der Bühne verwendet. Beim kleineren Harmonium wird die Luft aber mit der Hand über eine Klappe in die Klangzungen gepumpt. Dieses Video zeigt so ein Harmonium, mit der Neil Youngs Song "Captain Kennedy" gecovert wird:




6. Ein Akkordion funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie ein Harmonium. Der Blasebalg wird hier allerdings statt mit einer Holzklappe, mit den beiden Akkordionhälften betrieben. Auf diese Art und Weise kann man sogar Neil Youngs "Like a Hurricane" Leben einhauchen. Mehr als als ein "laues Lüftchen" kommt dabei aber ganz offensichtlich nicht heraus:




7. Bei einer Drehorgel, auch Leierkasten genannt, wird der Ton auf mechanische Weise erzeugt. Über eine Kurbel setzt der Drehorgelspieler einen komplizierten Mechanismus in Gang, der am Ende Töne aus Orgelpfeifen erklingen lässt. Ob man damit nun unbedingt "Heart of Gold" spielen muss, sei dahingestellt. Aber in einer deutschen Fußgängerzone geht bekanntlich alles:




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